14,8 mal 21,0 Zentimeter. Zwei Zahlen, ein Format, das fast jeder kennt, aber kaum jemand gezielt einsetzt. Wenn Sie nach den Maßen von DIN A5 in cm suchen, haben Sie sie. Der eigentliche Nutzen liegt aber woanders: zu verstehen, wann Sie A5 statt A4 wählen sollten und warum das Format so sauber in den Alltag passt.

Die Maße von DIN A5 in Zentimetern

14,8 cm breit, 21,0 cm hoch. Das sind die genormten Werte, die sich aus dem internationalen Standard ISO 216 ableiten. Das Besondere daran: Das Verhältnis von Breite zu Höhe beträgt rund 1 zu 1,414, also exakt 1 zu Wurzel 2. Wenn Sie das Blatt halbieren, bekommen Sie zwei Blätter mit demselben Seitenverhältnis, nur kleiner. Genau das passiert beim Falz vom A4 zum A5.

Auf zwei Kommastellen gerundet sehen die Maße so aus:

  • Breite: 14,80 cm
  • Höhe: 21,00 cm

In der Praxis wird meistens 14,8 × 21,0 cm angegeben, manchmal auch 148 × 210 mm. Beides beschreibt exakt dasselbe Blatt. Die winzige Abweichung in der dritten Kommastelle liegt unter der Fertigungstoleranz, ob ein Blatt nun 14,80 oder 14,81 cm misst, spielt beim Druck keine Rolle.

Wie A5 in die DIN-A-Reihe passt

Die DIN-A-Reihe beginnt bei A0 mit einer Fläche von genau einem Quadratmeter. Von dort wird jedes Format halbiert.

  • A0 → 84,1 × 118,9 cm
  • A1 → 59,4 × 84,1 cm
  • A2 → 42,0 × 59,4 cm
  • A3 → 29,7 × 42,0 cm
  • A4 → 21,0 × 29,7 cm
  • A5 → 14,8 × 21,0 cm
  • A6 → 10,5 × 14,8 cm

A5 ist also die Hälfte von A4. Wer Briefe druckt, kennt den Trick: ein A4-Bogen in der Mitte gefalzt ergibt eine A5-Karte für den C5-Umschlag.

A5 in anderen Einheiten: Millimeter, Zoll und Pixel

Nicht jede Software akzeptiert Zentimeter. Deshalb hier die Werte für die gängigsten anderen Einheiten, damit Sie im Druckdialog oder in der Bildbearbeitung nicht lange rechnen müssen.

Millimeter und Zoll

  • In mm: 148 × 210 mm
  • In Zoll: ungefähr 5,83 × 8,27 Zoll (inch)

Die Zollangaben sind wichtig, wenn Sie mit amerikanischen oder internationalen Vorlagen arbeiten, etwa bei Onlinedruckereien, die ihre Maße in inch verlangen. Die Werte sind mathematisch exakt abgeleitet (1 Zoll = 25,4 mm), die leichte Rundung auf zwei Nachkommastellen reicht für alle Druckzwecke.

Pixel bei 300 dpi und 150 dpi

Für digitale Dokumente, die später gedruckt werden sollen, spielt die Auflösung eine Rolle. Bei 300 dpi, dem Standard für hochwertigen Druck, benötigt ein A5-Blatt:

  • 1748 × 2480 Pixel (gerundet)

Bei 150 dpi, etwa für Entwürfe oder den Bildschirm, sinken die Anforderungen auf:

  • 874 × 1240 Pixel

Die Berechnung dahinter: Zentimeter-Maß geteilt durch 2,54, mal die dpi-Zahl. So passen Sie die Pixel auch an, falls der Druck mal 600 dpi verlangt. Für sauberen Druck reichen die 300-dpi-Werte aber fast immer.

Warum A5 im Alltag oft die bessere Wahl ist

A4 mag Standard sein, doch für viele Aufgaben ist es eigentlich zu groß. Ein Notizblock auf dem Schreibtisch, eine Checkliste für den Einkauf, eine Rezeptübersicht, alles läuft auf A5 platzsparender und handlicher. Die Blattfläche reicht locker für einen vollständigen Text, ohne dass man ständig umblättern muss.

Besonders in zwei Szenarien zeigt A5 seine Stärken:

  • Unterwegs notieren. Ein A5-Notizbuch passt in jede Tasche, lässt sich mit einer Hand halten und bietet genug Platz für echte Sätze, nicht nur Stichworte. Im Vergleich zum A6-Notizblock hat man fast die doppelte Fläche, ohne dass das Format sperrig wird.
  • Flyer und Handouts. Zwei oder drei A5-Seiten im Hochformat ergeben ein kompaktes Heft, das der Empfänger nicht sofort knickt oder wegsteckt. Die typische A4-Broschüre wirkt schnell wie eine Behördeninfo, A5 signalisiert dagegen eher: kurz, lesbar, für unterwegs gemacht.

Der größte Vorteil ist aber das Verhältnis zum A4-Drucker. Sie können auf einem normalen A4-Blatt zwei A5-Seiten nebeneinander anordnen, drucken und danach in der Mitte schneiden. So spart man Papier, ohne ein Stück Lesbarkeit zu verlieren. Genau diese Möglichkeit nutzen viele kleine Unternehmen, wenn sie Anleitungen oder Informationsblätter selbst produzieren.

Wenn Sie Dokumente häufig drucken und dabei immer wieder mit der Seitenaufteilung kämpfen, kann es helfen, sich zu fragen: Brauche ich wirklich A4? Oft erleichtert die kompaktere A5-Darstellung sogar das Lesen, weil die Zeilen nicht so lang werden. Kurze Zeilen sind für das Auge leichter zu verfolgen, auf einer vollen A4-Seite verliert man am Zeilenende schneller den Anschluss zur nächsten Zeile. A5 zwingt den Text in eine Spaltenbreite, die ohnehin angenehmer zu lesen ist.

A5 in Office-Programmen und beim Druck einrichten

Die meisten Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen kennen das DIN-A5-Format unter den Seiteneinstellungen. In Word, LibreOffice oder Google Docs wählen Sie unter Seitenlayout → Größe direkt A5. Der Drucker erkennt dann automatisch, ob das eingelegte Papier mit der Einstellung übereinstimmt.

Schwieriger wird es, wenn Sie A5-Inhalte auf A4 drucken und erst danach zuschneiden wollen. Dann müssen Sie zwei A5-Seiten pro A4-Blatt anordnen. Im Druckdialog vieler Programme finden Sie die Option „Mehrere Seiten pro Blatt“ oder ähnlich, mit der Voreinstellung 2 Seiten pro Blatt. Das erzeugt zwei verkleinerte Ansichten, die Sie anschließend nur noch ausdrucken und mit einer Schneidemaschine trennen.

Ein häufiges Problem dabei: Spaltenbreiten, die auf A4 optimiert waren, wirken auf A5 gestaucht. In Excel kommt das oft vor, wenn Sie eine Tabelle für ein Handout umformatieren. Eine Möglichkeit, das Layout zu retten, ist, die Spaltenbreite automatisch anzupassen, bevor Sie die Seiten einrichten. Dann passt der Inhalt sauber auf das kleinere Format, ohne dass Zellen abgeschnitten werden.

Papierwahl und Druckqualität spielen bei A5 übrigens eine größere Rolle, als man denkt. Ein dünnes 80-g/m²-Papier ist bei A4 unauffällig, bei einem A5-Flyer fühlt es sich schnell wie billiges Infoblatt an. Mit 100 oder 120 g/m² wirkt die gleiche Karte hochwertig und bleibt auch bei längerer Nutzung griffig.

Fragen und Antworten, die immer wieder auftauchen

Welches Seitenverhältnis hat A5 und warum?

Das Seitenverhältnis ist 1 zu √2, gerundet also 1 zu 1,414. Der Grund: Nur dieses Verhältnis sorgt dafür, dass beim Halbieren wieder ein Blatt mit identischem Seitenverhältnis entsteht. Deshalb bleibt die Geometrie der gesamten DIN-A-Reihe einheitlich.

Kann ich A5 aus jeder Druckerei bekommen?

Ja, A5 ist ein Standardformat, das nahezu jede Druckerei verarbeitet. Allerdings wird oft der Zuschnitt auf A5 aus einem A4-Bogen berechnet, was bei kleiner Auflage teurer sein kann als der reine A4-Druck. Vorher kurz vergleichen lohnt sich.

Ist 14,8 × 21,0 cm das Gleiche wie 148 × 210 mm?

Genau dasselbe. Die Maße unterscheiden sich nur um den Faktor 10, in der Praxis dürfen Sie beide Angaben verwenden. Welche Einheit in einem Formular oder Druckdialog gefragt wird, hängt allein von der Software ab.

Wie viele Pixel brauche ich für ein gestochen scharfes A5-Foto?

Bei 300 dpi sind es 1748 × 2480 Pixel. Das reicht für jeden professionellen Druck. Für den Bildschirm genügen auch 874 × 1240 Pixel bei 150 dpi.

Warum erscheint mein A5-Druck manchmal zu klein oder abgeschnitten?

Fast immer liegt das an einer falschen Seiteneinstellung oder einem fehlenden Skalierungsbefehl. Kontrollieren Sie, ob im Druckmenü tatsächlich A5 als Papiergröße gewählt ist und keine automatische Verkleinerung aktiviert ist. Oft reicht ein Haken bei „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“.

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