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Outlook-Vorlage erstellen: So sparen Sie Zeit bei jeder Mail

Mit einer eigenen Outlook-Vorlage versenden Sie wiederkehrende E-Mails in Sekunden. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Vorlagen einrichten, bearbeiten und clever nutzen.

Par Jonas Reinhardt
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Ein Bildschirm zeigt ein geöffnetes Outlook-Fenster mit einer leeren E-Mail-Vorlage, die bereits die Anrede, eine Signatur und Platzhalter für die Nachricht enthält.
Outlook-Vorlage erstellen: So sparen Sie Zeit bei jeder Mail

Es ist Montagmorgen, kurz nach neun. Drei Kunden warten auf das gleiche Angebot, das Sie jeden Montag verschicken. Die gleichen Produktdetails, die gleiche Ansprache, die gleichen Fußnoten. Nur der Name ändert sich. Sie öffnen den gesendeten Ordner, kopieren die letzte Mail, löschen den alten Betreff, überschreiben den Namen, und das machen Sie jede Woche.

Das kostet Sie mehr Zeit, als es müsste. Die Lösung ist eine eigene Vorlage. Und die richten Sie sich in den nächsten zwei Minuten ein.

Die Vorlagenfunktion finden (sie ist gut versteckt)

Outlook hat seit Jahren eine Vorlagenfunktion. Nur zeigt Microsoft sie nicht gerne her. Der Befehl zum Speichern einer Vorlage steckt nicht im „Neue E-Mail”-Menü, nicht im Start-Tab, und auch nicht in den Einstellungen. Er versteckt sich im klassischen Datei-Menü, das viele nur mit Speichern unter verbinden.

Microsoft hat die Oberfläche von Outlook über die Jahre immer wieder umgebaut. Der Ribbon, das Menüband, hat viele Befehle an andere Stellen verschoben. Die Vorlagenfunktion blieb, wo sie immer war, nur der Weg dorthin ist nicht mehr offensichtlich. Wer sich nicht jeden Tag durch alle Menüs klickt, findet sie eher aus Zufall. Ja, wir haben auch eine Weile gebraucht.

Öffnen Sie eine neue E-Mail. Tippen Sie einen Test-Text, irgendetwas. Dann klicken Sie auf „Datei” oben links in der Ecke. Der Bildschirm wechselt in die Backstage-Ansicht, die viele nur vom Drucken kennen. Hier finden Sie den Eintrag „Speichern unter”. Klicken Sie darauf. Im nächsten Dialog öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den Dateityp auswählen können. Standardmäßig steht dort „E-Mail”. Stellen Sie das auf „Outlook-Vorlage (*.oft)” um. Jetzt geben Sie der Vorlage einen Namen, zum Beispiel „Angebot_Standard”, und klicken auf „Speichern”.

Der Speicherort ist übrigens immer der gleiche, ein tiefer Ordner unter C:\Benutzer\IhrName\AppData\Roaming\Microsoft\Templates. Sie müssen sich den Pfad nicht merken. Wichtiger ist: Sie haben soeben Ihre erste eigene Vorlage erstellt.

Outlook für Windows vs. Outlook im Web

Der Weg zur Vorlage unterscheidet sich je nach Version erheblich. In der klassischen Desktop-App von Outlook (Office 2021, Microsoft 365) ist die soeben beschriebene Methode der direkteste Weg. In Outlook im Web, der Browser-Version von Office.com, gibt es eine andere Route, die schneller zum Ziel führt.

Im Web-Outlook öffnen Sie eine neue Nachricht, klicken auf die drei Punkte unten im Verfassen-Fenster und wählen „Meine Vorlagen”. Ein Seitenfenster öffnet sich mit einer Liste Ihrer gespeicherten Vorlagen. Hier klicken Sie auf „Vorlage” ganz unten und geben Ihrer neuen Vorlage einen Titel und den Inhalt. Gespeichert wird direkt im Microsoft-Konto, kein lokaler Datei-Pfad. Das ist praktisch, wenn Sie an verschiedenen Rechnern arbeiten. Die Vorlagen aus dem Web sind allerdings nicht mit den Desktop-Vorlagen identisch, es sind zwei getrennte Systeme.

Die stabile Lösung, die dauerhaft und offline funktioniert, ist die *.oft-Datei im Desktop-Outlook. Die Web-Methode eignet sich gut für schnelle Textbausteine, die Sie mehrmals am Tag brauchen.

Eine neue Vorlage anlegen und speichern

Es gibt zwei Wege, eine Vorlage zu erstellen. Der erste ist der aus dem vorigen Abschnitt: eine neue E-Mail schreiben und als *.oft speichern. Der zweite ist, eine gesendete E-Mail als Vorlage zu speichern. Beide Wege sind legitim, für unterschiedliche Fälle.

Haben Sie schon eine perfekte Standardmail im Postausgang? Öffnen Sie sie, entfernen Sie den persönlichen Bezug, tauschen Sie konkrete Zahlen gegen Platzhalter wie „[KUNDE]” oder „[PROJEKTNUMMER]”, und speichern Sie sie wie oben beschrieben als Vorlage. Das spart zehn Minuten Tipparbeit und macht die Vorlage sofort einsatzbereit.

Platzhalter sind der eigentliche Trick. Wer einfach nur einen Text speichert und später per Hand ändert, spart keine Zeit. Wer dagegen fett und in eckigen Klammern markiert, was jedes Mal neu ausgefüllt wird, fliegt durch die Bearbeitung. Beispiel:

„Sehr geehrte Damen und Herren [KUNDENNAME],
vielen Dank für Ihre Anfrage vom [DATUM]. Wir haben Ihr Projekt [PROJEKTTITEL] geprüft und unterbreiten Ihnen folgendes Angebot:”

Sie sehen auf einen Blick, was Sie ersetzen müssen. Der Rest bleibt stehen.

Eine Fallgrube beim Speichern: Verwechseln Sie nicht das Format „Outlook-Vorlage (.oft)” mit dem normalen Nachrichtenformat „.msg”. Beide tauchen im Dropdown-Menü auf, aber nur die Vorlage öffnet sich später als unbearbeitete Kopie, die Sie verändern können, ohne das Original zu überschreiben. Eine *.msg-Datei öffnet die exakte Nachricht noch einmal, das ist eher ein Archiv als eine Arbeitshilfe.

Vorlage aufrufen und für eine neue Nachricht nutzen

Sie haben Ihre erste Vorlage gespeichert. Der Aufruf ist genauso versteckt wie das Speichern.

Im Desktop-Outlook gibt es nicht einfach einen Button „Vorlage öffnen”. Sie müssen den Befehl manuell in die Symbolleiste oben holen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle im Menüband und wählen Sie „Menüband anpassen”. Im linken Feld wählen Sie aus der Dropdown-Liste „Befehle aus” den Eintrag „Befehle nicht im Menüband”. Blättern Sie zu „Formular auswählen” und fügen Sie diesen Befehl einer Gruppe im rechten Feld hinzu, am besten unter „Start”. Ab sofort sehen Sie den Befehl direkt in der Leiste. Ein Klick darauf öffnet ein Fenster, in dem Sie im Dropdown-Menü „Dateisystem” die Benutzervorlagen durchsuchen können. Wählen Sie Ihre *.oft-Datei, und eine neue E-Mail öffnet sich mit dem Inhalt Ihrer Vorlage.

Das ist zugegeben ein großer Klick-Weg für eine kleine Alltagsaufgabe. Wer den Befehl nicht jedes Mal manuell ansteuern möchte, kann die Vorlagen auch direkt im Ordner „Templates” abspeichern und von dort per Doppelklick öffnen. Windows fragt beim ersten Mal, mit welchem Programm die Datei geöffnet werden soll. Wählen Sie Outlook, und ab dann genügt der Doppelklick.

Im Web-Outlook bleibt der Zugriff über „Meine Vorlagen” der schnellste Weg, ganz ohne diesen Umweg über die Symbolleiste.

Vorlagen im Alltag pflegen und anpassen

Eine Vorlage ist nichts Statisches. Preise ändern sich, Telefonnummern werden aktualisiert, neue Kollegen kommen hinzu. Sie müssen Ihre Vorlage regelmäßig anpassen, und das tun Sie, indem Sie sie einfach neu speichern. Öffnen Sie die alte Vorlage per Doppelklick, bearbeiten Sie den Text, und gehen Sie wieder auf „Datei > Speichern unter > Outlook-Vorlage”. Wählen Sie denselben Dateinamen und bestätigen Sie das Überschreiben. Die alte Version ist weg, die neue sofort da.

Beim Rechnerwechsel müssen die Vorlagen mit. Der Ordner %appdata%\Microsoft\Templates liegt im Benutzerprofil und wird bei einer Windows-Neuinstallation oft gelöscht. Kopieren Sie den gesamten Ordner vor einer Systemmigration auf einen USB-Stick oder in Ihre Cloud. Ähnlich praktisch ist das Einblenden der Feiertage in Outlook, wenn Sie für internationale Kunden planen.

Zu viele Varianten werden zum Problem. Drei Versionen eines Angebots für unterschiedliche Produktgruppen sind effizient. Zwanzig Versionen, die sich nur in einem Absatz unterscheiden, sind Chaos. Konsolidieren Sie lieber mit Platzhaltern als mit Kopien.

Vorlagen für Fälle, in denen es wirklich klemmt

Outlook-Vorlagen sind kein Ersatz für ein Ticketsystem oder ein CRM. Wenn Sie jeden Tag fünfzig Mails personalisieren, brauchen Sie Seriendruck oder eine automatisierte Lösung. Vorlagen sind das Werkzeug für die eine Mail pro Woche, die immer gleich aussieht. Für die fünfundzwanzig Mails im Monat, für die sich die Einrichtung einer großen Lösung nicht lohnt.

Die Funktion hat auch eine klare technische Grenze: Sie können keine Anhänge speichern. Wenn Ihr Angebot jedes Mal eine PDF-Preisliste enthält, müssen Sie den Anhang nach dem Öffnen der Vorlage manuell einfügen. Das ist lästig, aber kein Drama, die Textarbeit sparen Sie trotzdem.

Wenn das Öffnen der Vorlage klemmt

Ein häufiges Problem: Der Doppelklick auf die *.oft-Datei öffnet die Vorlage nicht als neue E-Mail, sondern im Bearbeitungsmodus. Das passiert, wenn Windows die Dateiendung nicht korrekt mit Outlook verknüpft. Die Lösung ist eine einfache Reparatur der Verknüpfung.

Rechtsklick auf die *.oft-Datei, dann „Öffnen mit > Andere App auswählen”. Wählen Sie Outlook aus der Liste und setzen Sie den Haken bei „Immer mit dieser App öffnen”. Ab sofort öffnet sich jede Vorlage als neue Nachricht.

Ein anderer Fehler tritt auf, wenn Outlook die Nachricht nicht senden kann und mit kryptischen Fehlermeldungen blockiert. Prüfen Sie in diesem Fall die Kontoeinstellungen: Die Vorlage greift auf das Standard-E-Mail-Konto zu, das in Outlook konfiguriert ist. Wenn Sie mehrere Konten haben und das Standardkonto kürzlich geändert wurde, kann die Vorlage ins Leere laufen. Unter „Datei > Informationen > Kontoeinstellungen > Kontoeinstellungen” prüfen Sie, welches Konto als Standard gesetzt ist. Wechseln Sie es notfalls zurück. Wer zudem sein Outlook-Passwort auslesen muss, findet dafür eine separate Anleitung.

Die Fehlermeldung „Das angegebene Formular kann nicht ausgeführt werden” deutet meist auf ein beschädigtes Outlook-Profil hin. Erstellen Sie in der Systemsteuerung unter „E-Mail > Profile anzeigen” ein neues Profil und fügen Sie Ihr Konto hinzu. Das ist eine halbe Stunde Aufwand, aber es behebt die meisten Formular- und Vorlagenfehler zuverlässig.

Keine Excel-Liste, aber praktischer als Sie denken

Eine Bestätigungsmail nach dem Telefonat, die Zusammenfassung eines Meetings, die kurze Einladung zum Statusupdate, alles, was Sie mehr als einmal tippen, ist ein Kandidat. Der Nebeneffekt: Sie werden verbindlicher. Eine feste Struktur vergisst die Fußnote zur Zahlungsfrist nicht, auch nicht in der Hektik. Das spart Ihnen die Rückfragen hinterher.

Fragen zur Outlook-Vorlage, die zu selten gestellt werden

Kann ich eine Vorlage mit mehreren Kollegen teilen?

Ja, aber der einfachste Weg ist nicht über Outlook, sondern über das Dateisystem. Speichern Sie die *.oft-Datei auf einem Netzlaufwerk oder in einem gemeinsamen Ordner in OneDrive, auf den alle Kollegen Zugriff haben. Jeder legt sich dann eine Verknüpfung zu dieser Datei auf den Desktop, und alle arbeiten mit derselben Vorlage. Achten Sie darauf, vor dem Verändern eine lokale Kopie zu speichern, sonst überschreiben Sie sich gegenseitig.

Gibt es die Vorlagenfunktion auch im neuen Outlook für Mac?

Ja, das neue Outlook für Mac unterstützt ebenfalls *.oft-Dateien und bietet unter „Datei > Speichern als Vorlage” einen direkten Befehl. Das „alte” Outlook für Mac vor der Umstellung hat die Funktion rudimentär über „Entwurf speichern” gelöst. Der Workflow ist fast identisch, nur die Menüs sind anders benannt.

Hilft eine Vorlage gegen versehentlich falsch versendete Mails?

Direkt hilft sie nicht. Sie können aber einen Countdown in der Betreffzeile einer Vorlage platzieren, der Sie zwingt, vor dem Versenden kurz innezuhalten: „[BITTE KURZ PRÜFEN] Angebot [PROJEKT]”. Das senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Mail mit Platzhalter-Text versenden, enorm.

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Jonas Reinhardt

Jonas Reinhardt

Ancien technicien de support télécom à Leipzig, il a fondé Tech Lounge après avoir réalisé qu'il réexpliquait chaque jour les mêmes choses à des gens parfaitement capables, juste mal renseignés. Ce qui le motive : transformer la frustration tech du quotidien, un câble qui ne rentre pas, un abo impossible à résilier, un caractère introuvable au clavier, en deux minutes de soulagement.

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