Ihr Reifen zeigt 30 psi, die Tabelle an der Tankstelle verlangt bar. Was nun? Die Antwort kommt sofort: 30 psi sind 2,07 bar. Kein Grund, nervös zu werden, auch wenn das amerikanische Pfund pro Quadratzoll auf den ersten Blick sperrig wirkt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Wert ohne Taschenrechner umrechnen, warum es überhaupt zwei Einheiten gibt und wann PSI im Alltag sogar praktischer ist.

Die Umrechnung auf einen Blick

30 psi sind 2,07 bar. Wer es genauer braucht: Der exakte Wert beträgt 2,068 bar, gerundet auf zwei Nachkommastellen also 2,07 bar. Damit Sie nicht jedes Mal rechnen müssen, hier die gängigsten Reifendruckwerte, die Ihnen an der Luftpumpe oder im Handschuhfach begegnen:

PSIBar (gerundet)
251,72
281,93
302,07
322,21
352,41
382,62
402,76

Die Abweichungen zum exakten Wert sind beim Autoreifen ohne Bedeutung. Ein kleiner Zettel mit dieser Tabelle im Handschuhfach erspart Ihnen das Nachdenken, gerade wenn es kalt ist und Sie die Handschuhe anbehalten wollen.

PSI kommt aus den USA, bar aus dem metrischen System

Der Grund ist so einfach wie lästig: zwei Maßsysteme, die nie richtig zusammengefunden haben. PSI, pounds per square inch, stammt aus dem angloamerikanischen Raum und gibt den Druck in Pfund-Kraft pro Quadratzoll an. Bar gehört zum metrischen System und ist mit 100.000 Pascal definiert, also direkt an das internationale Einheitensystem angedockt.

In der Praxis bedeutet das: Fast alle europäischen Fahrzeughersteller geben den Reifendruck in bar an, amerikanische und viele asiatische Modelle nutzen PSI. Fahrradpumpen zeigen oft PSI, weil der Markt global ist und eine Skala für alle Länder reicht. Die Folge: Wer einen Ford fährt, liest PSI, wer einen VW fährt, liest bar. An der Tankstelle steht beides nebeneinander, aber die Empfehlung in der Betriebsanleitung spricht nur eine Sprache.

Schritt für Schritt: PSI in bar umrechnen

Die genaue Formel

1 PSI entspricht 0,0689476 bar. Das ist die Umrechnungszahl, die hinter jeder Tabelle steckt. Für 30 psi rechnen Sie also:

30 × 0,0689476 = 2,068428 bar

Im Alltag runden Sie auf zwei Nachkommastellen, also 2,07 bar. Damit weichen Sie vom absoluten Wert um weniger als ein Tausendstel ab, für Reifendruck irrelevant.

Wer den Wert andersherum braucht, teilt bar durch 0,0689476 oder multipliziert bar mit 14,5038, um PSI zu erhalten. Klingt kompliziert, aber dafür gibt es die Faustformel.

Die Faustformel für den Alltag

Teilen Sie den PSI-Wert einfach durch 14,5 und Sie erhalten bar, mit einer Genauigkeit, die für Reifen, Bälle und Luftmatratzen völlig ausreicht. Für 30 psi heißt das: 30 ÷ 14,5 = 2,069, also wieder rund 2,07 bar. Der Trick merken Sie sich in zwei Sekunden: eine grobe Halbierung von 30 wäre 2,0, plus einen kleinen Aufschlag. Wer im Kopf kein Freund von Kommazahlen ist, kann auch mit 15 als Divisor arbeiten und liegt nur minimal daneben.

In der Praxis bedeutet das: Sie stehen an der Pumpe, lesen 30 psi, teilen durch 14,5 und wissen, dass 2,1 bar in Ordnung sind. Das genügt, um den passenden Aufsatz zu wählen und nicht aus Versehen einen viel zu niedrigen oder viel zu hohen Druck einzustellen.

Umrechnungstabelle selbst anlegen

Falls Sie häufiger umrechnen, lohnt sich eine kleine Tabelle in Excel. Geben Sie die PSI-Werte untereinander ein, daneben die Formel =A2*0,0689476 und ziehen Sie sie nach unten. Schon haben Sie eine personalisierte Liste für Ihre Fahrzeuge. Wenn die Spaltenreihenfolge später nicht mehr passt, lassen sich die Inhalte einfach tauschen, dafür braucht man nur ein paar Klicks, kein Makrogewitter. Mehr dazu, wie Sie Spalten in Excel tauschen, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben. Dort sehen Sie, wie Sie Ihre Tabelle auch dann übersichtlich halten, wenn Sie neue Messwerte einpflegen.

Bar für grob, PSI für fein

Das hängt davon ab, was Sie messen. Bar eignet sich für gröbere Einstellungen: Autoreifen, Heizungsdruck, Tauchflaschen. Die Zahlen bleiben überschaubar, 2,1 bar zu 2,4 bar schätzt man im Kopf gut ab.

PSI hat dafür einen unterschätzten Vorteil: Die Skala ist feiner. Ein PSI entspricht etwa 0,069 bar, weniger als einem Zehntel. Bei Fahrradreifen, Dämpfern am Mountainbike oder Federbeinen zählt das. Viele Sportgeräte zeigen den Druck deshalb in PSI an.

Reifendruck richtig messen: immer kalt

Die Umrechnung ist das eine, die Messung das andere. Der beste Wert bringt nichts, wenn der Reifen warmgefahren ist und das Manometer einen falschen Druck anzeigt. Die Grundregel: Immer kalt messen, also vor der Fahrt oder frühestens zwei Stunden nach dem Abstellen. Schon wenige Kilometer erwärmen die Luft im Reifen und treiben den angezeigten Wert um 0,2 bis 0,3 bar nach oben.

Auch die Toleranzen der Messgeräte sind größer, als viele denken. Eine handelsübliche Tankstellenpumpe kann um einige Hundertstel bar abweichen. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt sich ein eigenes Digitalmanometer zu und verlässt sich nicht auf die Anzeige an der Zapfsäule.

Damit das alles nicht in Vergessenheit gerät, hilft ein simpler Kalendereintrag. Alle zwei Wochen den Reifendruck prüfen, dazu noch vor langen Fahrten. Wenn Sie Ihre Wartungsintervalle in Excel organisieren, können Sie mit der Kalenderwochen-Funktion schnell ausrechnen, wann der nächste Check ansteht, und sich per Erinnerung daran erinnern lassen. Wie Sie die Kalenderwoche in Excel anzeigen, erklären wir Schritt für Schritt in einem separaten Ratgeber. Das klingt banal, aber in der Praxis spart es mehr Zeit, als ständig die Tankstelle anzusteuern, weil man sich nicht sicher war, ob die letzte Prüfung drei oder fünf Wochen her ist.

Häufige Stolperfallen beim Umrechnen

Neben PSI und bar gibt es noch Kilopascal (kPa), vor allem in technischen Datenblättern. 100 kPa sind 1 bar, 30 psi liegen also bei etwa 207 kPa. Wer 207 kPa für den bar-Wert hält und die Pumpe auf 2,07 bar stellt, liegt zwar richtig, aber nur zufällig. Bei absoluten Drücken aus einer Spezifikation kann die Umrechnung zudem um rund 1 bar abweichen. Das ist dann aber ein Fall fürs Ingenieurbüro, nicht für die Tankstelle.

Fragen häufige

Warum zeigt mein Manometer 30 psi an, die Empfehlung in der Bedienungsanleitung lautet aber 2,1 bar?
2,1 bar sind 30,5 psi, der Unterschied beträgt also gerade einmal ein halbes PSI. Viele Manometer runden auf ganze Zahlen, deshalb zeigt das Gerät 30 statt 31 an. Solange Sie sich in diesem Bereich bewegen, spielt die Abweichung für die Fahrsicherheit und den Verschleiß keine nennenswerte Rolle.

Sind 30 psi für Fahrradreifen zu viel?

Das kommt auf den Reifentyp und das Einsatzgebiet an. Rennradreifen fahren oft mit 90 bis 120 psi, ein Citybike mit breiten Reifen kommt mit 40 bis 60 psi aus. 30 psi wäre für die meisten Fahrradreifen zu wenig, es sei denn, es handelt sich um besonders breite Mountainbike-Reifen ohne Schlauch, die bewusst mit niedrigem Druck gefahren werden. Prüfen Sie immer die Herstellerangabe auf der Reifenflanke.

Kann ich mit der Formel 30 psi in bar auch andere Druckeinheiten umrechnen?

Die genannte Umrechnung gilt nur für PSI und bar. Für Kilopascal multiplizieren Sie den bar-Wert mit 100. Für Atmosphären (atm) gilt 1 atm ≈ 1,013 bar. Wer zwischen fünf Einheiten jongliert, sollte sich eine kleine Umrechnungstabelle in Excel anlegen, und bei Bedarf die Spalten ordnen, siehe den Hinweis weiter oben im Beitrag. Im Alltag reichen bar und PSI aber völlig aus.

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Votre recommandation sur 30 psi in bar

Quelques questions rapides pour adapter la recommandation à votre cas.

Q1Votre situation sur 30 psi in bar ?
Q2Votre priorité ?
Q3Votre horizon ?