Es ist Samstagmorgen, der Rasen ist feucht vom Tau und Sie haben keine Lust, den schweren Benziner aus dem Keller zu hieven. Genau für diesen Moment hat Segway den Navimow i108E entwickelt. Das Versprechen: Einmal einrichten, App auf, nie wieder selbst mähen. Ein kabelloser Rasenroboter, der sich ohne Begrenzungskabel zurechtfindet. Wo das funktioniert und wo es hakt, steht hier.
Kein Kabel, kein Chaos, so funktioniert der Navimow i108E
Die meisten Rasenroboter brauchen ein physisches Begrenzungskabel, das Sie einmal rund um den Rasen verlegen und im Boden fixieren. Das ist fummelig, braucht Stunden und sieht vor allem in den ersten Wochen nicht schön aus. Der Navimow i108E verzichtet darauf. Er nutzt eine Kombination aus GPS und einem lokalen Signal, das Sie über eine mitgelieferte Station in Ihrem Garten aufbauen. Der Roboter weiß dadurch ständig, wo er sich befindet, und kann selbstständig innerhalb der von Ihnen definierten Zonen mähen.
Die Zonen legen Sie vorab in der Segway-App fest. Sie laufen mit Ihrem Smartphone die Rasenkanten ab, drücken auf „Start“ und der Roboter zeichnet die Grenzen auf. Das Ganze funktioniert überraschend präzise, vorausgesetzt, Sie bewegen sich gleichmäßig und vermeiden abrupte Richtungswechsel. Pro Zone können Sie mehrere solcher Umrandungen speichern, was bei Gärten mit Beeten oder Bäumen hilft.
Die Ersteinrichtung dauert länger, als man denkt
Was in der Werbung nach zehn Minuten klingt, dauert in der Praxis eine gute Stunde. Auspacken, Basisstation montieren, Akku laden, mit dem WLAN verbinden. Dann die Feinarbeit: jede Rasenfläche einzeln ablaufen, und bei jeder Ecke, jedem Beet zählt Genauigkeit. Wichtig ist die Position der Station, sie braucht freie Sicht zum Himmel. Steht die Karte einmal, merkt sich der Navimow die Wege.
Alles läuft über die App, auch aus dem Urlaub
Die Segway-App ist die zentrale Schaltstelle. Sie sehen den Status des Roboters, legen Mähpläne fest, priorisieren Zonen und stellen die Schnitthöhe ein, irgendwo zwischen 20 und 60 Millimetern. Selbst aus dem Urlaub starten oder pausieren Sie den Roboter aus der Ferne. Auch ans Wetter ist er angebunden: Bei Regen kehrt er von selbst zur Station zurück und schont den Rasen. Der Haken: Die App will eine stabile Internetverbindung und regelmäßige Updates, was nicht jeder mag.
Wer seine Excel-Tabellen gerne im Blick hat und nach Datum sortiert, wird die Statistik in der App mögen. Sie protokolliert Mähzeiten, Akkustand und Fläche. Kein Muss, aber nett.
Für wen sich der Navimow i108E eignet
Der Haupteinsatzort des i108E ist der typische Vorstadtgarten: rund 800 Quadratmeter, durchschnittlich komplexe Form, keine extreme Steigung. Die angegebenen 30 Prozent Gefälle schafft er in der Theorie, doch auf dauerhaft steilem Terrain wird das Navigieren schwieriger. Auf einer Fläche, die flach ist wie eine Tischplatte, hat er dagegen wenig Probleme.
Heikel wird es an den Rändern. Führt Ihr Rasen durch schmale Durchgänge zwischen Haus und Zaun, schwankt das GPS-Signal: Hauswände und Metallzäune werfen es zurück, und für einen Moment weiß der Roboter nicht genau, wo er steht. Bei Passagen unter 1,5 Metern Breite reicht dieser Moment, um ein paar Grasbüschel stehenzulassen. Einige Nutzer berichten von genau solchen Kurskorrekturen. Eine zweite Zone manuell einzuplanen löst das, kostet aber wieder Zeit.
In der Praxis bedeutet das: Der i108E lohnt sich, wenn Ihr Garten offen liegt und halbwegs weite Bahnen hat. Bei einem verschachtelten Grundstück mit vielen engen Hälsen kämpfen Sie gegen die Technik an, statt sie für sich arbeiten zu lassen. Den besten Rasenroboter gibt es nicht, es gibt den passenden für Ihren Garten, und der i108E passt zum offenen Standardrasen.
Die Wartung ist minimal, aber nicht null
Ein Rasenroboter nimmt Ihnen nicht alle Gartenarbeit ab. Die Messer kontrollieren Sie alle zwei bis drei Monate und tauschen die günstigen Klingen bei Bedarf. Die Unterseite reinigen Sie nach jedem Mähzyklus, nach feuchtem Schnitt klebt Gras. Und die GPS-Station sollte frei von Laub und Schnee bleiben. Wer mag, protokolliert die Intervalle mit Excel-Formeln.
Was den Navimow von anderen Rasenrobotern abhebt
Vergleichen Sie den i108E mit klassischen Kabelmodellen, fällt vor allem die Zeitersparnis bei der Installation auf. Ein typischer 500 Quadratmeter-Garten mit Kabel verlangt zwei bis drei Stunden Verlegearbeit. Der Navimow ist in derselben Zeit eingerichtet und einsatzbereit. Der größere Vorteil ist jedoch die Flexibilität: Wenn Sie den Garten umgestalten, verschieben Sie einfach die virtuelle Grenze. Kein neues Kabel ausheben, kein Flicken.
Gegen andere kabellose Roboter, etwa von Husqvarna oder Worx, punktet Segway mit einer recht intuitiven App und einem fairen Preisniveau. Allerdings ist die Genauigkeit bei schwierigen Gärten nicht ganz auf Augenhöhe mit den teureren Spitzenmodellen, was vor allem an der Seitenführung an Hauswänden oder Metallzäunen liegen kann. Hier stößt reine GPS-Navigation manchmal an Grenzen.
Woran Sie vor dem Kauf denken sollten
Bevor Sie den Bestellbutton klicken, prüfen Sie diese drei Punkte:
- Wie ist die Sicht zum Himmel in Ihrem Garten? Dichte Baumkronen oder hohe Gebäude können das GPS lahmlegen.
- Liegen viele schmale Passagen vor (unter 1,5 Meter)? Dann überlegen Sie, ob Sie eine zweite Zone einrichten können.
- Ist Ihr WLAN bis in den Garten stabil? Ohne Internet lässt sich der Roboter nicht einrichten und nur eingeschränkt steuern.
Fällt die Antwort gut aus, ist der i108E eine solide Wahl. Und er mäht angenehm leise.
Fragen rund um den Navimow i108E
Kann ich den Navimow auch bei Regen fahren lassen?
Der Navimow i108E ist regenfest, aber kein Unterwasserfahrzeug. Der integrierte Regensensor schickt ihn zurück zur Ladestation, sobald die Nässe stärker wird. Das schont den Rasen und verhindert, dass er sich festfährt.
Braucht der Roboter eine spezielle Stromversorgung?
Nein, die Ladestation wird über einen normalen Außenstecker mit Strom versorgt. Achten Sie darauf, dass die Leitung ausreichend geschützt ist und keine Stolperfalle darstellt. Ein Elektriker muss in der Regel nicht kommen.
Wie sieht es mit Haustieren und Kindern aus?
Die Sensoren erkennen Hindernisse und bremsen früh ab. Trotzdem sollte der Roboter nicht unbeaufsichtigt fahren, wenn Kleinkinder oder neugierige Hunde im Garten spielen. Die Klingen sind zwar klein, aber scharf genug, um eine Verletzung zu verursachen.
Lässt sich die Karte auch auf mehreren Smartphones verwalten?
Ja, Sie können die Segway-App auf mehreren Geräten installieren. Die Einstellungen werden über Ihr Konto synchronisiert, sodass auch Ihre Familie die Kontrolle übernehmen kann, ohne Sie fragen zu müssen.
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