WhatsApp: Facebook kauft den Messenger für rund 19 Milliarden Dollar

Nun ist es endlich soweit. Die Gerüchte um den Verkauf von WhatsApp hielten sich im vergangenen Jahr vehement und auch wenn es immer wieder nach Einigung zwischen den Social Network Giganten Facebook und dem beschaulichen WhatsApp aussah, kam stets ein Dementi seitens der Tech-Firmen.

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WhatsApp hat nach eigenen Angaben in Deutschland 30 Millionen Nutzer, global gesehen über 400 Millionen und ist im Vergleich zu seinem geringen Umfang eine beachtliche Erfolgsgeschichte eines StartUps. Nun hat man sich geeinigt und Facebook übernimmt den Messenger für 19 Milliarden Dollar. Hierbei werden 4 Milliarden in bar bezahlt und 12 Milliarden in Aktien ausgeschüttet. Später sollen weitere drei Milliarden Dollar in der Form von Aktien an die Gründer und Mitarbeiter fließen.

Was ändert sich für die Nutzer?

Das ist eine spannende Frage. Hat man vor einem Jahr noch darüber berichtet, dass junge Leute Facebook nicht mehr täglich besuchen, sondern via Instagram ihre Erlebnisse teilen und sich via WhatsApp organisieren, muss man sich erneut umschauen: beides befindet sich nunmehr seit gestern in Facebooks Hand. Man hat sich also die Alternativen einverleibt. Ob sich für die Nutzer nun etwas ändert? Ich denke nicht! Am Beispiel Instagram ist das am deutlichsten zur erkennen. Facebook kaufte die Foto-Plattform im April für rund eine Milliarde Dollar an einem Freitagabend vor Feierabend und hat bis heute eine tolle Integration beider Dienste realisiert. Nichts desto trotz gibt es aber Instagram nach wie vor unabhängig von Facebook.

So sind jedenfalls die offiziellen Pläne zu WhatsApp auch. Der Dienst bleibt eigenständig und auch die Marke WhatsApp wird nicht verändert werden. Zudem wird WhatsApp-CEO Jan Koum Mitglied im Facebook-Vorstand. WhatsApp wird weiterhin auf sein Jahresabo von einem Euro setzen, den Chatdienst kontinuierlich weiterentwickeln und versuchen, in der Gunst der User zu bleiben.

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Zunächst einmal gehe es darum, dass der Dienst weiter wachse – auf „eins, zwei oder drei Milliarden Mitglieder”, so Zuckerberg. „Es gibt mehrere Wege, wie wir damit Geld verdienen können.” Werbung soll nach seinen Angaben nicht dazu gehören.

Einzig was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Zusammenfließen von WhatsApp und Facebook Messenger. Zum Beispiel das WhatsApp auch eine SMS-Integration erfährt und/oder direkt Facebook Nachrichten senden beziehungsweise die Webversion von Facebook Nachrichten an WhatsApp versenden kann.

[tl-meinung] Ich freue mich ehrlich gesagt über den Kauf. Mit Facebook hat die WhatsApp-Schmiede eine starke Finanzbasis und mit WhatsApp hat Facebook ein paar erfahrene Leute, wie man einen ordentlichen Messenger entwickelt. Da ich ja bekanntlich nicht mehr bei WhatsApp zu finden bin, aber bei Facebook, wäre sicherlich eine Integration beider Dienste in einer App garnicht mal so schlecht für meine Freunde. Auch eine Webversion wäre durch eine Verschmelzung der beiden Dienste denkbar. Wie oft habe ich mir gewünscht, vom PC aus zu chatten :-(. Man darf gespannt sein, was uns da in Zukunft dann erwarten wird…

2 Responses to “WhatsApp: Facebook kauft den Messenger für rund 19 Milliarden Dollar”

  1. […] den Kauf von WhatsApp durch Facebook hat Threema in den vergangenen Tagen eine ungeahnte Zuwanderung neuer Nutzer bekommen. Laut eigenen […]

  2. […] wohl größte News der Woche war der Kauf des Messengers WhatsApp durch Facebook. Inzwischen schreiben 450 Millionen Menschen über WhatsApp ihre täglichen Nachrichten mit […]

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