[Update] Threema: die bessere Alternative zu WhatsApp

Aus aktuellem Anlass will ich mich heute nochmal dem Thema Threema widmen. Nicht, wir überall zu sehen, weil die App ein Update rausgebracht hat, sondern weil ich Threema klasse finde und es gern weiterempfehlen will. Warum? Weil es sich in wichtigen Punkten von WhatsApp unterscheidet.

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Zuerst aber doch ein kurzes Abdriften zur Update-Problematik. Gestern habe ich darüber geschrieben, dass WhatsApp noch diesen Monat endlich sein Update für iOS 7 plant. Funktionen werden wohl keine hinzukommen, nur die Optik wird angepasst.  Und praktischerweise hat Threema genau einen Tag später ein Update veröffentlicht, mit dem es funktional mit WhatsApp gleichzieht und sogar schon optisch für iOS 7 hergerichtet ist. 

WhatsApp muss etwas tun

Vielleicht dauert es mit dem Update von WhatsApp aber auch solange, weil sie etwas gegen die Konkurrenz tun wollen. Nun kam die Tage ja auch noch heraus, dass WhatsApp das Backup, was ihr in die iCloud legen könnt, nicht einmal verschlüsselt. Da liegt alles schön im Klartext. Sicherheit weg – willkommen NSA. Oder so ähnlich. Vielleicht versuchen die Entwickler viel auf einmal zu verbessern und lassen sich deshalb Zeit.

Vorteile von Threema

Und genau beim Thema Sicherheit liegt der große Vorteil von Threema. Denn hier verknüpft ihr zwar auch eure Telefonnummer mit der App, die Kontaktaufnahme passiert aber über eine zufällig generierte ID. Und nur mit dieser kann eine andere Person Kontakt zu euch aufnehmen. Außerdem arbeitet Threema mit einer End-to-End-Verschlüsselung

Insachen Datenschutz hat Threema also einiges Vorsprung vor WhatsApp. Dazu kommt, dass die Server in der Schweiz stehen und somit den europäischen statt den amerikanischen Datenschutzrichtlinien unterliegen. 

Threema’s Problem

Threema hat eigentlich nur ein Problem. WhatsApp hat eine unfassbar große Userzahl. Jeder hat WhatsApp, weil es ursprünglich kostenlos war. Alle kommunizieren darüber. Und nicht viele sind dazu bereit, WhatsApp für andere Messenger aufzugeben. Denn dann fehlen ja die Kontakte. Das ist leider das Schicksal von Threema. Man sieht ja auch nicht anhand der Telefonnummer, wem man alles schreiben kann. Bei WhatsApp funktioniert das. Threema setzt voraus, dass ihr eure ID tauscht, wenn ihr nebeneinander sitzt. 

[tl-update 21.11.2013 Zu dem Thema, dass man anhand der Telefonnummer nicht sieht, wem man alles schreiben kann, muss noch gesagt werden, dass das nur bedingt richtig ist. Jeder Nutzer kann beim Einrichten der App festlegen, ob er über die eigenen Telefonnummer „gefunden“ werden möchte oder nicht. Erlaubt man dies, ist die Funktion genauso wie auch bei WhatsApp. Danke an nomo für diesen Hinweis.]

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Mich persönlich würde es freuen, wenn ich demnächst mit dem ein oder anderen Kontakt per Threema statt per WhatsApp schreiben könnte. Denn momentan ist meine Kontaktliste dort leider leer. Threema kostet übrigens 1,79 € im AppStore. Also doppelt so viel wie WhatsApp. Geht man allerdings mit seinen Daten und Nachrichten etwas sensibel um, lohnt sich dieses Geld auf jeden Fall.

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