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Telekom: Flatrates bleiben Flatrates und Drosselpläne werden zu Volumentarifen

Was für ein Hin und Her dieses Jahr mit der lieben Telekom und ihre Drosselpläne. Wäre da nicht Mr. Snowden im Frühjahr mit seinen Enthüllungen dazwischengekommen, wäre der Magenta-Verein vermutlich noch viel mehr in der Luft zerrissen worden. Aber nun gut, anderes Thema – die Telekom zieht die Drosselung zurück.

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Denn heute morgen gab man bekannt, dass man nun die kürzlich eingeführte Vertragsklausel der Drosselung bei den DSL-Verträgen wieder entfernen wird. Der Grund für das Zurückrudern ist ein Urteil aus der vergangenen Woche, dass die Telekom mit den Drosselplänen von nun an den Begriff Flatrate nicht mehr nach außen hin vertreten darf. Eine Flatrate ist nämlich prinzipiell erstmal eine unlimitierte Nutzung, was bei einem Vertrag bis zu einer messbaren Grenze und danach Slow-Motion-Geschwindigkeit nicht gerade erfüllend klingt.

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Die Telekom wird also ab dem 5. Dezember an all ihre Kunden neue AGBs herausschicken, wo genau diese Drosselungsklauseln gestrichen ist. Das offizielle Statement dazu lautet:

Für alle Kunden, die bereits Festnetz-Verträge mit einer Volumeneinschränkung gebucht haben, gilt: Sie können das Internet auch weiterhin ohne Beschränkung nutzen. Die entsprechende Volumen-Klausel in den Tarifen wird nicht angewendet. Die Kunden müssen dafür nicht aktiv werden. Ab 5. Dezember 2013 ist diese Klausel dann aus allen Festnetztarifen ersatzlos gestrichen. Das werden wir den Kunden auch schriftlich geben.

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Dies bedeutet also, dass man neben den Flatrates in Zukunft Volumentarife anbieten wird, wie man es von 1&1 her schon kennt. Sprich, ihr kennt euch und wisst, dass ihr nicht über 100 GB im Monat verbraucht? Dann reicht euch unter Umständen ein wesentlich günstigerer Vertrag, als wenn eine “echte” Flatrate vorhanden ist.

Ganz ehrlich? Warum nicht gleich so? Hätte man sich eine Menge Ärger und vor allem den gewaltigen Imageschaden sparen können –.-…

Telekom – Netz der Zukunft

Es ist sehr traurig, wenn ich Menschen in meinem Umfeld in letzter Zeit höre, die weder etwas von Drosselkom und Netzneutralität gehört haben und das Thema auch einfach nicht ernst nehmen. Wenn es in der Hinterkammer ausgetüftelt werden und niemand etwas davon erfahren würde, dann könnte ich es verstehen, aber das Thema betrifft uns alle und ist immer wieder in den Massenmedien vertreten. Alle heißt in diesem Fall nicht du und ich, sondern auch Ingeborg aus Marzahn die ab und an mit ihrem Enkel in Australien skypen möchte und dank Drosselung im Jahre 2016 vielleicht ab Monatsmitte vor einer ruckelnden Video-Konferenz sitzt.

Telekom – Netz der Zukunft

 

Pech gehabt? Nicht unbedingt, denn wir können nicht nur dagegen voten, sondern auch Aufklärungsarbeit tun. Freunde, Bekannte und Familie darüber aufklären, was da gerade mit unserem freien Internet passiert! Oder wünscht ihr euch auch die Diktatur zurück, wo mit Argusaugen darüber gewacht wird, was ihr tut und was ihr verbraucht und Bananen gibt’s nur dann, wenn der Hersteller auch genügend Kohle auf dem Konto hat? Ich denke nicht!

Telekom lenkt ein und wird “nur” auf 2 MBit/s drosseln

Kleines Update noch zum Thema Drosselkom bevor der Zug abgefahren ist. Die Telekom hat letzte Woche nach heftiger Kritik eingelenkt und statt der bisher steinzeitlichen 384 Kilobit pro Sekunde angegeben, ab 2016 “nur” auf wahnsinnige 2 Megabit pro Sekunde zu drosseln, falls das Kontingent erschöpft sein sollte.

Telekom lenkt ein und wird “nur” auf 2 MBit/s drosseln

Damit wäre zwar weiterhin Videoschauen bei YouTube in hoher Qualität nicht gegeben, aber es ist immerhin eine annehmbare DSL-Breitbandleitung. Meine Meinung dazu? Die Mehrheit denkt jetzt, juhu unser Protest hat etwas gebracht, aber ich sehe das alles ein wenig skeptisch. Sieht ein wenig wie geplant aus und die Fakten sprechen schließlich für sich. Erst die Nutzer nach ganz unten treiben und nun so tun, als wenn man einlenke. Fakt ist, die Telekom will drosseln und das hat sie nun geschafft und teils wieder Sympathie gewonnen. Die Mehrheit der Nutzer ist nun wieder auf ihrer Seite, denn viele werden sagen, 2 MBit/s sind ja ausreichend und unser Protest wurde erhört!

Ich werde mich später nochmal mit einer Meinung dazu melden, aber man darf auch nicht vergessen, Drosselung wirft uns um Jahre zurück. Ganz abgesehen davon – Netzneutralität ist immer noch gefährdet, denn dazu hat sich die Telekom bis jetzt nicht geäußert!

(via)

Drosselkom: so surft man mit 384 kBit/s (Video)

Drosselung unserer geliebten Telekom-DSL-“Flatrate”-Verbindung ist im Netz kein Fremdwort mehr. Heute ist mir zu dem Thema ein Video in die Hand gespielt worden, welches schön visualisiert, wie man mit steinzeitlicher ISDN-Netzwerkverbindung so im Web surfen kann.

Surfen mit der T-Drossel

 

Schön ist echt was anderes, oder? Das ganze wurde übrigens über das Mac-Tool Speedlimit realisiert. Danke an die Macher für den Anreiz, gegen die Drosselung zu kämpfen!!!

Hier übrigens nochmal die Petition zum Unterschreiben…

Leben mit der Drosselkom (Video)

Die Telekom will drosseln! Das ist Fakt und ist wahrlich nicht schön. Dadurch, dass ich gerade mit einem kaputten Samsung Galaxy S4 rumlaufe, merke ich erstmal wie sehr man doch vom “Flatrate”-W-Lan zuhause abhängig ist. Viel schlimmer noch – irgendwann wird auch das keine “Flatrate” mehr sein. Aber zurück zum Thema – Drosselkom. Letzte Woche habe ich dazu ein schönes Video gefunden und wollte es euch nicht vorenthalten. Vorhang auf…

Leben mit der Drosselkom

Telekom: Das alles kann man mit 75 GB anstellen…

Nachdem das Thema Drosselkom nun kurz und bündig vom Tisch ist, kann ich mich nun auch den weiteren Details widmen. Zum Beispiel folgender Grafik, welches aufzeigt, was der Mensch so alles mit 75 GB Datenvolumen anfangen kann.

bandbreiten

Nicht zu vergessen, für einen ganzen vollen, durchschnittlich 30 Tage andauernden Monat! Sorry, aber die 70 GB haben Martin und ich an einem Wochenende zusammen…

Thema Drosselkom in kurze Worte gefasst

So Freunde des guten Surfens, Online Zockens und Medien-Streamings. Einen guten Monat ist es her, dass ein gewaltiger Shitstorm durch die Medienwelt lief und eine Debatte auslöste, die es bis dato nicht gab. Wovon ich spreche? Die Telekom gab bekannt, dass man ab dem 2. Mai diesen Jahres in neuen DSL-Verträgen eine Volumenbegrenzung eingebaut hat, welches eine Radikal-Drosselung der Brandbreite von 16, 25, 50 oder 100 Megabit pro Sekunde (je nachdem was beim Kunden anliegt) auf steinzeitliche 384 Kilobit pro Sekunde beinhaltet. Rein technisch soll dies allerdings vor 2016 nicht umsetzbar sein.

384 Kbit/s sind ja nicht gerade dicke!

Überhaupt nicht. Allerdings kennen wir Drosselungen. Jeder der ein eigenes Smartphone hat und schon einmal über seine Datentarif hinaus geschossen ist, der kennt das Prozedere der Drosselung auf abnormale ISDN-Geschwindigkeit, wo kein Facebook oder Surfen mehr geht.

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Nun soll das ganze auch noch für das heimische Netzwerk umgesetzt werden. Eine ganze vierköpfige Familie mit 384 Kilobit pro Sekunde Internet. Na dann warte mal schön!

Allerdings ist der Shitstorm um die Drosselung eigentlich nur halb so wild, da ein viel wichtigerer Punkt in den Mittelpunkt rückte: die Netzneutralität.

Was ist Netzneutralität und warum ist diese so wichtig?

Die Netzneutralität besagt, dass Datenpakete egal welcher Herkunft, Ziel oder Inhalt allesamt gleich behandelt werden müssen. Es sollte egal sein, ob es nun eine illegale Download-Datei, eine Webseite oder auch nur das Teilen eines Familienfotos ist. Keine Unterscheidung, Filterung oder Schranken. Sondern Freiheit, wie es die Basis des World Wide Web ist.

Ähnlich kann man sich das beim Versenden eines Briefes vorstellen. Man geht zu der Post und gibt ein Paket ab. Dank des Postgeheimnisses hat es weder die Post noch den Briefträger zu interessieren, was ich in diesem Paket versende. Ob nun nur Schokolade an Oma oder Schmuggelware an einen Hehler, der Briefträger darf per Gesetz einfach nicht hineinschauen!

Und das ist das Stichwort: Gesetz. Denn seit es das Internet gibt, ist die Netzneutralität ein ungeschriebenes Blatt. Jeder hält sich so gut wie es geht daran und es verfolgt den gleichen Ansatz wie beim Briefversenden. Allerdings ist das Postgeheimnis ein Gesetzestext, die Netzneutralität nicht.

Nun kommt die Telekom…

…und nutzt genau das aus. Denn gegen einen “kleinen” Aufpreis können sich große Firmen freikaufen von diesem Volumenbeschränkungen. So wurde vor kurzem eine Kooperation mit dem Musik-Streamingdienst Spotify geschlossen, der für 9,99 € feucht fröhlich seine Musik zu Telekom-Kunden streamt, ohne dass das Streamingvolumen auf das eigentliche Datenvolumen aufgeschlagen wird. Es ist nicht nur eine Frechheit, sondern auch schwierig für kleine Unternehmen, da Fuß zu fassen.

Nun gut, könnte man ja meinen, ich verbrauche nicht viel und sollen sie mal machen. Problem an der ganzen Thematik ist, dass die Telekom der Meinung ist der Otto-Normalverbraucher braucht nur 75 GB im Monat. Martin und ich gehören freilich nicht zu diesen und auch die Mehrheit, die über Internet Musik und (legale) Filme streamen dürften weit mehr als nur 75 GB verbrauchen.

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Ein weiteres Problem an der ganzen Sache ist, dass die übertragenen Datenpakete logischerweise von der Telekom auch analysiert werden müssen. Sprich, diese “schnüffelt” in euren Datenpaketen rum und sucht heraus, wieviel ihr was konsumiert habt, um zu erfahren, ob dies nun raufgerechnet wird und ignoriert werden kann. So etwas darf und sollte nicht bei meinem Internetanbieter zu finden sein. Sorry, aber da fehlt mir einfach das Verständnis für!

Was können wir dagegen tun!

Ihr könnt unterschreiben. Eine Online-Petition, die derzeit schon knapp 200.000 Unterschriften zusammen hat und die Politik dazu bewegen soll, die Netzneutralität in das Gesetz zu verankern!

Sprecht mit euren Bekannten, Freunden und Familien darüber und belest euch hier bei uns oder in anderen Blogs zu diesem Thema. Denn es ist ein Thema was uns ALLE betrifft.

Die Netzneutralität ist insofern wichtig, als dass durch sie das Internet, wie wir es kennen erst ermöglicht wurde und auch so bestehen bleiben sollte. Wir reden auf der Straße und im Reallife von Rassismus und Toleranz gegenüber anderen Kulturen, Hautfarben und Menschengeschichten, denken aber im Internet ist das anders? Leute, das Internet ist keine andere Welt, sondern nur eine Erweiterung unserer Realität. Wer das nicht verstanden hat, hat für mich im Internet absolut nichts verloren…Kämpfen wir also um unsere Freiheit!

Hier unterschreiben!

Und hier noch Lustiges zum Thema Drosselkom Zwinkerndes Smiley.

 

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