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Chromecast: Googles Media-Streaming-Stick rudimentär aber ausreichend

Seit Juli gibt es von Google eine eigene Lösung, um Inhalte von seinem Android-Gerät an einen Monitor mit HDMI-Anschluss zu senden. Ähnlich wie Apples AppleTV, bietet auch Google mit seinem Chromecast eine solche Möglichkeit. Da der Stick bisher nur US-only im Einkaufswagen landen konnte und nur hin und wieder für Deutschland verfügbar war, musste ich mich also nun eine Weile gedulden, bis ich ihn selber in den Händen halten durfte. Nun aber habe ich mich pünktlich zu Weihnachten selber beschenkt und der Stick läuft seit gestern wie eine Biene.

Google-Chromecast-Verpackung

Lieferumfang und Eckdaten

Chromecast ist ein von Google produzierter und vertriebener Streaming Media-Adapter, der über eine HDMI-Schnittstelle ab Version 1.4 an ein x-beliebiges Ausgabegerät angeschlossen werden kann. Die Stromversorgung wird über ein Micro-USB-Kabel sichergestellt, welches zum Lieferumfang gehört und entweder einen freien USB-Steckplatz am Monitor oder, falls nicht vorhanden, an die Steckdose via Adapter angeschlossen werden muss. Ohne geht leider nichts.

Eckdaten von Wikipedia:

  • Kategorie: Streaming-Box
  • Erschienen am: 24. Juli 2013
  • Chipsatz: Marvell DE3005-A1
  • Abmessungen: 72 mm × 35 mm × 12 mm
  • Gewicht: 34 g

Funktionsweise

Der Stick ist dafür konstruiert, dass der Benutzer Inhalte von Android, iOS, dem Browser Chrome unter Windows und OS X sowie Chrome OS zum Ausgabegerät streamen kann. Beim Streamen von Android und iOS werden hierbei nicht die Bildschirminhalte übertragen, sondern nur die Steuerfunktionen. Sprich, schaue ich ein YouTube-Video, so zieht sich der Stick das Video aus dem Internet und das Smartphone fungiert nur als Fernbedienung. Aus diesem Grund sind bisher auch nur ausgewählte Apps mit dem Chromecast kompatibel und ermöglichen das “Streaming”. Hierzu zählen Größen wie YouTube, Google Play Music und Google Play Movies aus dem Hause Google, aber auch Plex, Vevo und Avia darf man nicht vergessen.

Google-Chromecast-Stick

Ich hoffe einfach darauf, dass man in Zukunft noch mehr Apps Zugriff ermöglicht und es eine echte Alternative zu AppleTV und Co. wird.

Ein Nachteil dieser Funktionsweise ist auch das Bundle aus Video und Audio. Da ich ein PC-Monitor als Ausgabe missbrauche und dort keine Kopfhörerbuchse eine Audio-Out-Möglichkeit bietet, muss ich bis dato über die grotiken Monitor-Lautsprecher Musik “genießen”.

Das Streamen aus dem Browser Chrome heraus funktioniert allerdings ein wenig anders. Hierbei wird wirklich der Bildschirminhalt übertragen, wobei die maximale Auflösung allerdings nur 720p beträgt und stark von der Leistung des PCs abhängt.

Einrichtung

Das Einrichten des Chromecast ist eigentlich relativ leicht. Ihr braucht einen Monitor mit HDMI ab Version 1.4 und eine Steckdose beziehungsweise einen freien USB-Port. Zudem benötigt ihr die Chromecast-App für euer Mobiltelefon. Stick anschließen, Monitor einschalten, App starten und dem Einrichtungsprozess folgen.

Google Home
Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Für das Streaming aus dem Browser Chrome benötigt ihr das folgende Chrome-Plugin.

Google Cast
Google Cast
Entwickler: google.com
Preis: Kostenlos

Vorteile und Nachteile

Ein großer Vorteil ist natürlich die Hoffnung, dass immer mehr Dienste und Apps Chromecast unterstützen und dem Stick somit einen guten Push geben. Laut Google soll der offizielle Vertrieb in andere Länder im nächsten Jahr starten. Da wird dann sicherlich einiges passieren. Der Stick ist dank Android-Unterbau eben auch gut offen gehalten. Vielleicht bastelt da CyanogenMod ja noch ein Custom-ROM :-). Zudem spielt gerade der Preis eine große Rolle und hier spielt man bei 35 Dollar beziehungsweise derzeit 48 Euro für Deutsche in einer sehr guten Liga. Vergleichbares bekommt man für deutlich mehr Geld.

Nachteile müssen wir allerdings trotz allem auch nennen. Da wäre zum einen der eingeschränkte Funktionsumfang bezüglich der Apps. Auch das Streamen aus dem Google Chrome macht zwar Spaß, könnte aber runder laufen. Das Abspielen lokaler Medien soll irgendwann funktionieren, wünschenswert wäre allerdings kein utopischer Zukunftstermin! Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist auch die Ausgabe von Audio und Video in getrennter Form. Derzeit ist es leider nur im Bundle möglich, was eventuell auch nochmal in Angriff genommen werden könnte.

[perma-googlechromecast-technik]

Fazit und meine bescheidene Meinung

Nun gut – viele Infos, viele Nachteile und trotzdem bin ich von dem Stick begeistert? Einfache Erklärung – weil es mir reicht! Mir fehlte eine Möglichkeit am Sonntagmorgen meine YouTube-Playlist an meinen großen Bildschirm zu senden beziehungsweise einfach mal ein paar Musikvideos vom Rechner aus abzuspielen, ohne jedes Mal den Platz auf meinem PC-Bildschirm dafür einbüßen zu müssen. Für das Audio/Video-Problem habe ich mich bereits bei Amazon umgeschaut und könnte auf einen Splitter zurückgreifen. Mal schauen, ob ich das im nächsten Jahr nochmal tue.

Ansonsten besteht meine Hoffnung einfach mal auf pfiffige Entwickler, die uns Chromecast noch weiter öffnen oder das Google das Streamen lokaler Inhalte noch ermöglicht. Songs müssen jetzt bei Google Music liegen, damit diese gestreamt werden können. Finde ich nicht allzu schlimm, kann aber ein Ausschlusskriterium für andere Nutzer sein.

Weiterempfehlung?

Das muss jeder für sich selber wissen. Mir reicht derzeit noch das Streamen meiner Musik und ein paar Musikvideos von YouTube und Vevo für diesen Preis. Auch Plex spielt eine große Rolle als Media-Streaming-Plattform in meinem Leben. Wer auf andere Dienste setzt und/oder andere Wünsche hat, wird vielleicht mit dem Stick noch nicht ganz warm. Da lohnt sich aber genaues Beobachten und diesem Blog folgen, denn hier wird es zeitnah weitere Infos dazu geben.

Das Unboxing habe ich euch gleich mal per Videos festgehalten:

[youtube=http:// .com/watch?v=J1VC09jplLw]

My Cloud Player for Soundcloud: bessere Android-App für Musikgenuss und Download von Soundcloud-Titeln

Wenn es um Musikgenuss geht, habe ich lange Zeit auf Spotify und dessen unbegrenzte Nutzung in der Premium-Version gesetzt. Allerdings habe ich seit einiger Zeit Soundcloud wieder für mich entdeckt und auch YouTube liefert mir alles erdenkliche an Hits, die ich mal eben hören möchte. Offline-Nutzung am Smartphone? Da lade ich mir die Mix-Tapes einfach herunter und leg sie via BitTorrent Sync auf dem Mobilgerät ab.

Und genau da sind wir schon beim richtigen Thema, denn ich möchte ja auch mal mobil einen guten Song von Soundcloud herunterladen und offline genießen. Da ich diese Möglichkeit bei der offiziellen App von Soundcloud vermisse, habe ich mich im Google Play Store mal umgeschaut und bin auf die App “My Cloud Player for Soundcloud” gestoßen.

My Cloud Player for SoundCloud
My Cloud Player for SoundCloud
Entwickler: MyCloudPlayers.com
Preis: Kostenlos

Hier sind nicht nur die Standardfunktionen, wie Suche, Teilen und Streaming möglich, sondern auch das Herunterladen der Titel in ein benutzerdefiniertes Verzeichnis, soweit es vom Musiker erlaubt ist. Wird die Downloadmöglichkeit nicht angeboten, so kann die App auch den Mix in den Cache speichern, was zwar einer Offline-Nutzung gleich kommt, aber nur über die eigene App abspielbar ist. Logisch, oder?

Die App ist also nach einigen Stunden Self-Nutzung definitiv ein Muss für alle Soundcloud-Suchties, die ein Android-Device zur Hand haben.

my-cloud-player-for-soundcloud

Zudem gibt es auch eine Webseite, die zwar die Datenbank von Soundcloud anzapft, aber das Organisieren von Titeln und Playlisten doch um einiges einfacher gestaltet. Einfach mal vorbeischauen, wen es interessiert…

Spotify: Streamingsdienst feiert seinen 5. Geburtstag

Ich weiß, ich bin spät und trotzdem will ich es noch kurz erwähnen. Unser beider Lieblings-Streamingdienst Spotify ist die Woche 5 Jahre alt geworden.

[perma-spotify]

Ich bin jetzt seit über einem Jahr dabei, bezahle treu meine 10 Euro im Monat und konnte mich bisher immer darauf verlassen, unendlichen Musikgenuss zuhause und mobil erleben zu dürfen.

So hat man innerhalb von 5 Jahren 6 Millionen zahlende Kunden und insgesamt 24 Millionen aktive Nutzer erreicht. Zudem ist man in 32 Ländern vorhanden und die meiste Musik wird zwischen 16 und 17 Uhr gespielt.Nun noch die TOp 10 der vergangenen Jahre und einen großen Glückwunsch vond er Tech-Lounge an die Schweden. Auf die nächsten fünf Jahre!!!

[tl-quelle http://news.spotify.com/de/2013/10/07/the-spotify-story-so-far/ Spotify-Blog]

MediaHouse: UPnP und DLNA Browser für Android

Früher hat man von hier bis da Kabel verlegt, heute streamt man den ganzen Quark einfach nur noch über ein Gerät in der Ecke namens Router. Android-Smartphones bringen zwar von Hause aus meist das WiFi-Direct mit, aber nicht jedes Endgerät weiß etwas damit anzufangen.

Das reine Streaming geschieht heutzutage meist über den etablierten Standard DLNA. Um allerdings mit Android auf einen DLNA Media Server zugreifen zu können, sind bestimmte Apps erforderlich, die diese Funktion nachrüsten.

Die für mich tollste App in diesem Segment heißt MediaHouse UPnP / DLNA Browser. Server starten und die App scannt selbstständig via WiFi alle Geräte nach dem Server ab. Wenn dieser gefunden ist, könnt ihr nun unterstütze Medien abspielen, Dateien abrufen oder Funktionen auf dem Server steuern.

MediaHouse UPnP / DLNA Browser
MediaHouse UPnP / DLNA Browser
Entwickler: Diwakar Bhatia
Preis: Kostenlos

Wie das bei mir abläuft? XBMC bzw. Serviio laufen auf meinen Desktop-Geräten und wenn ich dann mobil (anderes Zimmer) etwas anschauen oder hören möchte, greife ich einfach mit meinem Smartphone darauf zu.

World Wide War: ZDF zeigt Dokumentation über den geheimen Kampf um Daten

Kleiner Streamingtipp für zwischendurch. Am Mittwoch brachte das ZDF eine knapp 45 Minuten lange Dokumentation über den geheimen Kampf um Daten. Wenn ich mir so die Nachrichten der vergangenen Wochen anschaue, dann sorgt Edward Snowden täglich für neuen Diskussionsstoff und das Jahr 2013 ist zu einem Jahr des gläsernen Menschen geworden.

[perma-nsa-logo]

Wir waren es vorher schon, aber nun wissen wir es auch! “World Wide War” heißt die ZDF-Doku, wo sich die Autoren Thomas Reichart, Heike Slansky, Johannes Hano und Elmar Theveßen in die Tiefen der Internetwelt begeben und den Skandal vielleicht für den oder anderen einfacher und verständlicher veranschaulichen.

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Xbox Music: Microsoft veröffentlicht die Android- und iOS-App

Sowohl Martin als auch ich sind riesengroße Fans von Spotify, dem Musik-Streamingdienst aus Skandinavien mit über 20 Millionen Songs und Apps für alle gängigen Plattformen. Ein Zehner im Monat und schon steht dem unendlichen Hörgenuss nichts im Wege.

In diesem Segment möchte aber seit heute noch jemand mitspielen: Microsoft. Diese hatten den eigenen Dienst Xbox Music zwar mit Windows 8 veröffentlicht und auch in das Betriebssystem via App integriert, allerdings gab es hier und da doch immer das Manko der fehlenden mobilen Anwendungen.

 

xbox music mobile

 

Standen bisher nur die Xbox, Windows, Windows Phone-Geräte und der Webbrowser als Abspielgeräte zur Verfügung, so gibt es seit heute auch Apps für Android und iOS. Allerdings wird für die Nutzung der Apps ein kostenpflichtiges Xbox Music Pass-Konto zur Pflicht, welches ebenfalls mit 9,99 € zu Buche schlägt.

Microsoft Groove
Microsoft Groove
Preis: Kostenlos

Dem Nutzer stehen somit Millionen von Songs zur Verfügung, welche sich zu Alben und Sammlungen hinzufügen lassen und als Wiedergabelisten dann auf allen anderen Geräten abspielbar werden. Von der Optik weiß es mir zu gefallen, aber ein großes Feature fehlt noch: die Offline-Wiedergabe. Dieses soll noch nachgereicht werden und dann würde ich es als vollwertigen Konkurrenten zu Spotify sehen.

 

xbox music_ios android

 

Werde ich wechseln? Erstmal nicht. Ich bin ein Minimalist. Wenn ich merke, dass sich Xbox Music nahtlos in meine Systeme integriert und mir ein wahres Erlebnis für schmales Geld geboten wird, dann wechsle ich auch gerne den Anbieter meiner 24/7 Musik. Denn gewinnen tut der, der mir das beste Angebot macht und nicht der, der am längsten am Markt ist!

(Quelle: Xbox Blog)

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Xbox Music: Webversion online verfügbar

Neben Platzhirsch Spotify buhlen auch noch viele weitere Musik-Streaming-Dienste da draußen um die Gunst der Hörer. Ein intelligenter Schachzug von Microsoft als unangefochtene Nummer eins in Sachen Betriebssystem in Verbindung mit ihrer Spielekonsole Xbox war es, ebenfalls einen Streamingdienst aus der Taufe zu holen.

Dieser startete letztes Jahr gemeinsam mit Windows 8 und brachte damit einen Musik-Katalog von rund 30 Millionen Songs mit sich. Ähnlich wie Spotify wird hier auf ein Freemium-Modell gesetzt. Sprich ihr könnt kostenlos Musik hören, unter Umständen mit Werbeunterbrechungen, aber für Offline-Zugriff und unbegrenzte Songauswahl werden 9,99 pro Monat via Xbox Music Pass fällig.

microsoft xbox music im browser

Nun hat Microsoft heute angekündigt, dass eine Webversion zur Verfügung steht. Wer also bisher auf die Windows 8 Kachel-App gesetzt hat, der darf sich nun auch über ein Genuss bei Windows 7 und Co. freuen. Allgemeines und auch mein persönlich größtes Manko? Fehlende mobile Apps. Diese Tatsache macht Spotify einfach noch attraktiver für mich.

Aber wem das nicht stört, der darf gerne Xbox Music eine Chance geben. 30 Tage dürft ihr es kostenlos nutzen und wird am Ende der Laufzeit in ein kostenpflichtiges Abo umgewandelt – also frühzeitig wieder kündigen!!!