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World Wide War: ZDF zeigt Dokumentation über den geheimen Kampf um Daten

Kleiner Streamingtipp für zwischendurch. Am Mittwoch brachte das ZDF eine knapp 45 Minuten lange Dokumentation über den geheimen Kampf um Daten. Wenn ich mir so die Nachrichten der vergangenen Wochen anschaue, dann sorgt Edward Snowden täglich für neuen Diskussionsstoff und das Jahr 2013 ist zu einem Jahr des gläsernen Menschen geworden.

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Wir waren es vorher schon, aber nun wissen wir es auch! “World Wide War” heißt die ZDF-Doku, wo sich die Autoren Thomas Reichart, Heike Slansky, Johannes Hano und Elmar Theveßen in die Tiefen der Internetwelt begeben und den Skandal vielleicht für den oder anderen einfacher und verständlicher veranschaulichen.

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Eddy’s Run – The Prism Prison: Die Flucht von Edward Snowden nachspielen

So Leute, mal wieder etwas aus der Rubrik “Abgefahren”. Edward Snowden, dem wir die Enthüllungen rund um PRISM, Tempora und XKeyscore zu verdanken haben, hat inzwischen von Russland Asyl bekommen und befindet sich nun an einem geheimen Ort. Für die Welt derzeit unsichtbar, ersteht er allerdings in einem aktuell erschienenen Browsergame wieder auf.

Genauer gesagt, in einem Jump’n’Run-Spiel, wie auch “Commander Keen” oder Prince of Persia” welche waren, die zu ihrer Zeit die Nutzer gebannt an die Bildschirme gelockt hatten. “Eddy’s Run – The Prism Prison” heißt nun eine neue Entwicklung aus der Hamburger Gaming-Schmiede Binji und behandelt die Flucht von Eddy, einem kleinen Mann mit Laptop und Riesenbrille, der an Edward Snowden erinnern soll.

eddys run

Das Spiel

Das Spiel selber ist Snowden´s Kampf gegen die mächtigen Verfolger gewidmet, die er mit seinen Enthüllungen tief geschädigt hat. So trifft sich Eddy in dem Spiel immer wieder mit Reportern, von denen er vier Laptops bekommt. Diese muss er dann gegen Drohnen und Agenten einsetzen und diese damit ausschalten. Es macht nicht nur viel Laune, auch der Gaming-Faktor ist sehr gut, dank flüssiger Steuerung und verdammt guter Aufmachung.

Nichtsdestotrotz möchte man nicht nur die Nutzer bespaßen, sondern verlinkt auch hin und wieder auf Projekte und Petitionen, wie sie bei avaaz.org und change.org zu finden sind. Zudem sollen die Spieler aktiv werden und eigene Aktionen starten, sich wehren oder Demonstrationen planen und besuchen.

Denn, wie ich bereits sagte, dieses Thema betrifft uns alle! Es gibt bei diesem Thema kein “Ich hab ja nichts zu verbergen!”.

Asyl für Edward Snowden – Demo in Berlin

Kleine Info für Berliner. Heute um 17:30 Uhr startet ein Demonstrationszug von der Amerikanischen Botschaft zum Kanzleramt, um für ein Asyl für den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zu demonstrieren. Dieser hatte in den letzten Wochen die Spionage-Programme PRISM und Tempora aufgedeckt und damit den Menschen vor Augen geführt, dass die USA alles abfangen, speichern und auswerten, was (un)verschlüsselt über das Netz verschickt wird.

edward snowden demo

Quelle: Michael Fleshman / Flickr

Nun hat Snowden in zahlreichen Ländern Asyl beantragt und wurde von der deutschen Bundesregierung Anfang der Woche abgewiesen. Offizielle Begründung? Snowden befinde sich nicht auf deutschem Boden (da er derzeit noch im Transitbereichs auf dem Moskauer Flughafen verweilt) und könne daher einen solchen Antrag nicht stellen. Schwachfug! Inoffizielle Begründung: Wir fürchten uns vor den Folgen, was die USA mit uns macht, wenn wir einen Staatsfeind aufnehmen und beschützen.

edward snowden where is he

Quelle: Tjebbe van Tijen / Flickr

Wir sind meiner Meinung nach weltweit die strengsten, wenn es um Datenschutz geht und da kommt einer daher, klärt uns auf, deckt Skandale auf und gerade dann sollte es unsere Pflicht sein, diesen jemanden auch Zuflucht zu schenken. Beziehungen zu den USA hin oder her, aber Snowden hat es verdient, gerade von uns aufgenommen zu werden! Er hat alles aufgegeben, Familie, Beruf, Freunde, um uns Europäer über diese Datenschnüffelei zu informieren und ist für mich persönlich zu einem wirklichen Held unserer Zeit geworden!

„Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich unterstützen oder wo ich leben möchte“ – Edward Snowden

Also – heute um 17:30 Uhr am Pariser Platz / Brandenburger Tor, falls wer Zeit hat!

 


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(via frisch-gebloggt und perlentaucher.de)