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Das Threema-Experiment – Teil 1: Bye bye WhatsApp

WhatsApp hat weltweit mehr als 400 Millionen Nutzer, davon alleine 30 Millionen in Deutschland. Damit ist der Messenger hierzulande beliebter als Facebook, was angesichts der Schwächen und Nachteile für mich schwer verständlich ist.

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Ich nutze WhatsApp seit ich vor drei Jahren mein erstes Android-Smartphone in den Händen halten durfte. Seither war es für mich die Zentrale meiner Kommunikation zu Familie und Freunden. Aber ich bin in letzter Zeit immer wieder enttäuscht worden, was die Sicherheit und vor allem den Umgang mit diesem Thema bei dieser App anging. Somit habe ich vor etwa einer Woche damit begonnen, ein Experiment zu starten. Ich habe mich bei WhatsApp gelöscht und mich nach einer besseren Alternative umgeschaut. Das Ergebnis war Threema, die nicht nur einen europäischen Sitz in der Schweiz vorweisen können, sondern deren Augenmerk auch auf der verschlüsselten Kommunikation liegt.

In diesem Beitrag möchte ich allerdings erstmal auf die Gründe eingehen, warum ich WhatsApp Lebewohl gesagt habe.

Ursache 1: WhatsApp ist unsicher

Wer viele Nutzer hat, kommt auch schneller in die Medien. Das ist leider Gottes so und wird sich wohl auch nie ändern, denn das Interesse an Nachrichten um ein begehrtes Objekt sind immer interessanter als über ein Nischenprodukt. Wenn man sich allerdings Kritik anhören muss, sollte man auch darauf reagieren und transparent informieren. Dies ist bei WhatsApp leider zu keiner Zeit der Fall gewesen.

Ich habe euch mal ein paar Vorkommnisse zusammengetragen. Sicherlich nicht vollständig, aber es sollte mal jedem vor Augen geführt werden.

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31.07.2012 – “WhatsApp bleibt unsicher” – ntv.de

Mit der im Internet kursierenden Android-App „WhatsApp Sniffer“ ist es möglich, innerhalb eines WLAN-Netzes den kostenlosen Nachrichtenverkehr von WhatsApp-Nutzern auszuspähen. Möglich ist dies, weil WhatsApp die Nachrichten unverschlüsselt übers Internet verschickt. Besonders kritisch ist das Problem in öffentlichen WLAN-Netzwerken, sogenannten Hotspots.

WhatsApp Sniffer war nur kurz in Googles Play Store, wird aber noch auf zahlreichen Webseiten zum Download angeboten.

WhatsApp hatte zwar kurz nach der Sicherheitswarnung ein Pflicht-Update verteilt. Doch GDATA stellte fest, dass die App Nachrichten immer noch unverschlüsselt sendet.

01.08.2012 – “Spionage-App liest Whatsapp-Gespräche mit” – focus.de

Doch immer wieder gibt es Ärger um die beliebte Anwendung: Sie geriet in Verruf, weil sie unbemerkt Daten der User sammelte und an die Entwickler weitergab. Ein Update der App für iPhone-User brachte das Programm zum Absturz.

25.12.2012 – “WhatsApp erneut unsicher” – t-online.de

Laut Heise wurden die WhatsApp-Hersteller bereits über die Sicherheitslücke informiert. Auf ein Angebot alle Informationen aus den Tests und das Passwort-Skript bereitzustellen, habe bisher allerdings keine Reaktion gegeben. Da die WhatsApp-Hersteller in der Vergangenheit zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und einem entsprechenden Sicherheits-Update mehrere Monate verstreichen ließen, ist ein schneller Fix des aktuellen Fehlers unwahrscheinlich.

26.07.2013 – “Kritische Sicherheitslücke in WhatsApp“ – giga.de

Möchte man sein Abo verlängern, so wird der Nutzer auf eine Website weitergeleitet. Dort soll nun die gewünschte Zahlungsart ausgewählt werden. Hier befindet sich der Haken. Der Bezahlprozess wird nicht durchgehend in HTTPS geschützt, sondern setzt stellenweise auf HTTP. An diesen Punkten können Hacker als “Man-in-the-Middle” eingreifen und den Nutzer unbemerkt auf nachgeahmte Fake-Versionen der eigentlichen Website lotsen, wo ahnungslos vertrauliche PayPal- und Kreditkartendaten eingegeben werden.

08.10.2013 – “Verschlüsselung von Whatsapp ist unsicher” – golem.de

Das Problem: Whatsapp nutzt den Stromverschlüsselungsalgorithmus RC4 und verwendet für die Kommunikation in beide Richtungen den identischen Schlüssel. Eigentlich ein trivialer Anfängerfehler, denn eine Stromverschlüsselung darf niemals mehrfach mit demselben Schlüssel genutzt werden.

[…]

Jenseits der von Alkemade gezeigten Probleme ist auch unklar, warum Whatsapp überhaupt RC4 als Verschlüsselungsalgorithmus einsetzt. RC4 gilt seit langem als unsicher und bei der IETF wird zurzeit diskutiert, ob man die Nutzung von RC4 im Rahmen von TLS generell für unzulässig erklären sollte.

17.10.2013 – “Größter Knackpunkt in der WhatsApp-Sicherheit ist die Verschlüsselung” – giga.de

Aktuell wird die Stromverschlüsselung RC4 eingesetzt. Sowohl für ein-, als auch für ausgehende Nachrichten wird hierbei der identische Schlüssel verwendet. Demniederländischen Mathe- und Informatikstudent Thijs Alkemade ist es gelungen, die Verschlüsselung zu umgehen und Nachrichten abzufangen.

14.02.2014 – “Wie die „Super-Wanze“ Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt” – derwesten.de

Die App kann Gespräche und Telefongespräche mitschneiden, sie kann Fotos einsehen, mit dem aktuellen Standort versehen und hochladen. Diese Daten werden, wie niederländische Behörden nachgewiesen haben, auf amerikanische Server übertragen, ohne dass man es merkt.

Am 13.02.2014 erschien übrigens ein vierminütiger Beitrag mit dem Titel “WhatsApp und Co. – Kostenlos und unsicher” in der ARD Mediathek. Dort wurde berichtet, dass die angebliche Firmendresse von WhatsApp ein Sushi-Restaurant ist. Kanadische wie niederländische Behörden ermitteln zudem derzeit gegen WhatsApp mit dem Vorwurf des Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen. Sorry, aber in Zeiten von Enthüllungen rund um NSA und Co. und dem scheinbar schutzlosem Ausliefern der privaten Daten, macht mich ein solcher Fakt einfach nur noch wütend.

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Des Weiteren ist WhatsApp eine amerikanische Firma, deren Server auch unter amerikanisches Datenschutzrecht fallen. Da dieses bekanntlich etwas lockerer ist, als die deutschen/europäischen Gesetze, kann man sich nicht ganz sicher sein, wer wann Zugriff auf die privaten Chatnachrichten und Dateien bekommt. Es ist naiv und töricht zu glauben, man habe nichts zu verbergen, denn es geht um das Prinzip der Privatsphäre.

Ursache 2: WhatsApp ist unflexibel

Umso größer eine Anwendung ist, umso schwerfälliger wird sie. Das merkt man nicht nur an Microsoft und Facebook, sondern auch an WhatsApp. Man möchte nicht zu viele Änderungen pro Update einbringen, denn das könnte die zahlreichen Nutzer ja verwirren und schlussendlich vertreiben.

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WhatsApp allerdings fehlen einfach seit jeher grundlegende Funktionen, die dem Dienst einen gewissen Schub geben würden. So ist es bis heute nur möglich, die App auf einem Gerät gleichzeitig auszuführen. Auch das Einloggen via PC oder Tablet ist nur über inoffizielle Hacks möglich. Zum Vergleich: Facebook, Google Hangouts, ICQ und Co. können das seit Jahren!

Fazit

WhatsApp hat mich einfach zutiefst enttäuscht. Man reagiert weder auf Kundenwünsche, noch auf die relevante Beachtung von Privatsphäre. Ich habe dem Dienst Lebewohl gesagt und werde nunmehr auf die Alternative Threema setzen. Im nächsten Beitrag zu der Serie wird es dann also um die Einrichtung von Threema gehen.

[tl-follow Bleibt also auf dem Laufenden und folgt uns einfach bei %socials%.]

Wie seht ihr das? Seid ihr noch bei WhatsApp und ist euch die Weitergabe eurer vertraulichen Daten wirklich so egal?

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doo schließt seine Pforten und warum es irgendwie absehbar war

Ich hatte es gestern bereits angesprochen, möchte aber trotzdem nochmal kurz das Thema aufgreifen: die Schließung von doo. Ich bin ein großer Fan vom papierlosen Büro. Leider Gottes gibt es immer noch viel zu viele Unternehmen, die einem das gute alte Schriftstück auf dem Postwege senden, aber nichts desto trotz begab ich mich fast genau vor einem Jahr auf die Suche nach einer guten Software, die mich in der Organisation meiner digitalen Dokumenten unterstützt. [perma-doo-androidapp] Den so ziemlich größten und besten Funktionsumfang für mich und meine Bedürfnisse hatte die damalige Windows 8-App doo. Dort wollte man nicht nur dank intelligenter Verschlagwortung, einzigartigen Organisationselementen und irgendwann folgendenen Apps auf vielen weiteren Plattformen um die Gunst der Nutzer buhlen, sondern vor allem das Organisieren digitaler Dokumente revolutionieren. Klang für mich damals wie heute wie ein Segen und ich beteiligte mich im Namen des Blogs nicht nur beim Melden von Fehlern und fehlenden Funktionen in der Windows 8-App, sondern auch bei der später erschienenen Android-App. Aus diesem Grund konnte ich die Meldung der letzten Woche kaum fassen,dass nun diese Software-Perle, die inzwischen der zentrale Handelsplatz meiner Güter geworden war, eingestellt wird. Offiziell heißt es:

Wir haben dieses Unternehmen vor zweieinhalb Jahren gegründet, um die Art und Weise zu verändern, wie wir Dokumente organisieren und mit ihnen arbeiten. Aber nachdem wir für alle relevanten Plattformen (Android, iPhone, iPad, OSX, Windows Desktop & Modern UI) unsere Apps veröffentlicht, die Kernfunktionalitäten bereitgestellt sowie Performance und Stabilität kontinuierlich verbessert haben, scheint es, dass wir einfach nicht die Bedürfnisse einer ausreichend großen Nutzergruppe ansprechen.

Meine Meinung – den gibt es! Ob er Milliarden abwirft wage ich zu bezweifeln aber zumindestens das Einstellen der Entwicklung von doo ist nicht einzig die Schuld der Nutzer, sondern vielmehr der Entwicklungszyklus bei dem doo-Team selber. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, man habe es bereits über die Zeit hinweg bemerkten können, ich persönlich war aber sehr zufrieden, muss aber im Nachhinein feststellen – joar es hätte auch optimaler sein können. Den Anfang machte nämlich eigentlich die Anwendung für das Applsche Mac OSX. Diese war als allererste auf dem Markt und soll bis heute noch Kinderkrankheiten besitzen, die nur schleppend angegangen oder ganz links liegen gelassen wurden. Kann passieren, wenn es nicht andere Ereignisse gäbe. Als ich nämlich nach einer geeigneten Software sucht und daraufhin die Windows 8 App fand, war ich hellauf begeistert. Sie sah nicht nur verdammt schick aus, im Vergleich zu anderen Windows 8 Apps vor einem Jahr, sondern bot auch alles was man brauchte. Für mich war sie das Kernprodukt von doo, bis heute. Problematisches Manko nur für die Bonner: Windows 8 sitzt noch sehr tief in der Ecke und selbst wenn Oma A sich einen neuen Laptop abschaffte, beschäftigte sie sich nicht mit den Kachelapps, sondern vielmehr mit dem Desktop, der allerdings noch nicht offiziell unterstützt wurde.

 

Nächster Punkt: Ich habe selber im vergangenen Jahr den Start der lange angekündigten und von mir heißersehnten Android-App mitbekommen. Anstatt diese aber als vollständig fertige App zu liefern, hat man sich hier anfangs auf die Readerfunktion versteift. Eine Dokumentenverwaltungs-App, die nur bestehende Dokumente anzeigt? Zudem Dokumente, die nur über Windows 8 oder Mac OS X hochgeladen und gepflegt werden konnten! Kleiner kann man die Nutzergemeinde ja nun wirklich nicht halten. Zugute halten muss man, dass die Android-App inzwischen zwar eine vollständige mobile Alternative zu den beiden Pendanten der Desktops ist, aber der erste Eindruck war dahin. Ich will euch nicht aber vorenthalten, dass es auch eine Windows 7- Software gab. Oder zu mindestens den Versuch, eine anzubieten. Denn die Mockups auf der Webseite sahen vielversprechend aus. Nur doof wenn man einen guten Designer hat, aber niemanden der es umsetzen kann. Diese Screenshots sind nämlich eine Aussicht auf das, was die Desktop-Software mal werden sollte. Diese sieht aber derzeit im ersten Release Candidate sowas von unbrauchbar aus, dass es einem im Herzen wehtut. Dies sind alles Punkte, die man vielleicht etwas verschmerzen kann, wenn man sich bereits erfolgreich am Markt etabliert und ein starkes Finanzierungsmodell in der Hand hat. Beides war/ist allerdings nicht der Fall gewesen.

Es tut mir nicht nur sehr Leid für das Team um doo, sondern trifft mich auch persönlich und macht mich auch sehr sauer für die anderen Nutzer, die eifrig geholfen haben, dass die Software immer besser wird und für uns eine Heimat unserer Dokumente wird. Ich hätte nämlich auch gut und gern dafür Geld bezahlt, man hätte es nur kommunizieren und umsetzen müssen. Ende des leidigen Liedes ist also, dass man sich jetzt seine Dokumente herunterladen kann und ab dem 17.3. werden dann alle Server heruntergefahren und alle Daten gelöscht. Man lässt zudem verlauten, dass man aus den vergangene Jahren Arbeit gelernt hat und mit neuen Zielen sich umorientieren möchte. Ich bin gespannt, wann das Team und vor allem mit was wieder ums Eck kommt. Bekanntlich sieht man sich ja zweimal im Leben :).

Auch wenn wir doo nicht zum Erfolg führen konnten, so haben wir doch exzellente Online-Speicher-, Sync- und Daten-Intelligenz Technologien aufgebaut. Zudem haben wir das Glück, von großartigen Investoren unterstützt zu werden, die an unser Team glauben. Und so gab es für uns nur eine Möglichkeit: wir arbeiten bereits an neuen Produkten basierend auf dem, was wir gelernt haben…

[tl-quelle https://doo.net/story.html doo-Blog]

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Android-App der Woche: denkst-du-daran.de als schicker Einkaufshelfer für Paare und WGs

Es ist wieder Sonntag und der Blick richtet sich auf eine App, die meiner Freundin und mir diese Woche und in Zukunft bei den gemeinsamen Einkäufen helfen wird. Die App hat den schlichten Namen denkst-du-daran und der Name ist Programm.

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Ich habe schon viele Einkaufslisten-Apps ausprobiert, aber keine hatte mich auf den ersten Blick so fasziniert wie diese. Hierbei sticht nicht nur unter Android die sehr übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche hervor, sondern vor allem auch das Synchronisieren der Listen über mehrere Geräte, iOS wie Android.

Das Anlegen von Produkten geht wie gehabt. Ihr legt euch eine Einkaufsliste an, wählt das Produkt aus mit Menge und Einheit, könnt die Einträge später individuell sortieren und abhaken wenn es sich in eurem Einkaufskorb befindet. Wenn ihr eine Synchronisation über mehrere Geräte hinweg wünscht, müsst ihr dafür einen Account bei denkst-du-daran.de anlegen, was allerdings flott und vollkommen unkompliziert vonstatten geht.

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Übrigens ist auch eine Spracheingabe bei den Produkten möglich. Es geht einfach schneller „1 Liter Milch“ ins Smartphone zu murmeln, als mühsam die Elemente zusammenzuwählen.

[tl-meinung] Die App ist so ziemlich genau das, was ich lange Zeit gesucht habe. Zugegeben liegt sie auch unter einem schwer findbaren Namen. Aber gefunden und hier mit euch geteilt. Die App ermöglicht zweigeteiltes Einkaufen, wenn der Partner dann doch mal später nach Hause kommt und noch etwas holen soll ohne ihn gleich anrufen oder via Chat schreiben zu müssen :-). Ein klare Empfehlung meinerseits also.

Einkaufsliste denkst-du-daran
Einkaufsliste denkst-du-daran
Entwickler: piobyte GmbH
Preis: Kostenlos+
‎denkst du daran
‎denkst du daran
Entwickler: piobyte GmbH
Preis: Kostenlos+

[thumbs-denkst-du-daran-banner]

Fahrinfo Berlin wird zu BVG-App und enttäuscht in der Optik

Zwar bin ich nicht mehr der große S-Bahn- und Busfahrer wie früher, ein App für Routen mit S-Bahn und Co. brauche ich aber trotzdem immer wieder. Die App Fahrinfo Berlin gehört aber auf das iPhone jeden Berliners. Die App ist bzw. war die klare Nummer 1 unter den Öffi-Apps, aus meiner Sicht zumindest.

BVG, die App die dich bewegt

Nun wurde das ganze durch die Berliner Verkehrsbetriebe übernommen. Eine Übernahme, die erst einmal Sinn macht – für beide Seiten. Neben den vorher bekannten bringt die neue App auch ein paar praktische neue und nützliche Funktionen.

Mobile Tickets und Carsharing

Es kommt hin und wieder vor, dass ich das Busfahren sein lasse, weil ich gerade kein Bargeld in der Tasche habe und keine Lust, zur Bank zu gehen. Da kommt es sehr gelegen, dass man auch an dieser Stelle nun mobil bleiben kann. Die BVG-App bietet das Kaufen von mobilen Tickets an, Bezahlung per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte. Ist okay, mir persönlich fehlt eine Möglichkeit wie Paypal. Aber das ist nicht das schlimme – dazu später.

Auch die Anbindung an Car2Go ist nicht verkehrt. Innerhalb der App kann man sehen, wo ein Smart steht und diesen auch reservieren. Macht in einigen Gebieten durchaus Sinn, vor allem wenn mal wieder die S-Bahn im Chaos versinkt, ist es praktisch beim Suchen nach Verbindungen auch das zu checken.

Wichtig: Das Ticket gilt nur in Verbindung mit gültigem ehrenamtlichen Lichtbild-Ausweis. Ihr müsst also Personalausweis oder Führerschein dabei haben. Das Ticket sieht dann so aus:

Ich habe erstmal nur eine Kurzstrecke zum Testen gekauft. Beim Wischen zur Seite erscheint ein QR-Code. Ich schätze mal, ein Fahrkartencontrolleur wird diesen dann einscannen, wenn er das Ticket kontrolliert. Eine Startzeit zu der das Ticket „entwertet“ werden soll, könnt ihr natürlich auch festlegen.

Das Nutzen von Favoriten als Fahrkarten und Favoriten ist praktisch, aber selbstverständlich. Die App biete das, was man braucht und erwartet – wäre da nicht diese Optik.

Optik ist mehr als enttäuschend

Sorry, liebe Entwickler, aber das geht ja gar nicht. Wenn schon ein namhaftes Unternehmen hinter euch steht und ihr über einen funktionierenden Code verfügt, dann macht euch doch bitte die Mühe und bastelt ein ordentliches Design. Beim App-Icon gehe ich ja noch mit, das ist ok und passt zu Berlin. Aber der Rest? Soll das iOS 7-fähig sein? Überall Schatten hinter der Schrift, eine alte Tastatur und ein Design, dass eher schlechter ist als das von Fahrinfo Berlin? Und das, wo doch mittlerweile auf 88% der Geräte iOS 7 installiert ist und sich die User endlich an das neue Design gewöhnen. Das kann eigentlich nicht euer ernst sein.

Klar, nutzen werde ich die App trotzdem, da die Funktionen wie erwähnt nützlich sind und dabei helfen spontaner zu werden. Aber beim Öffnen werden bis zum entsprechenden Update jedes Mal die Augen weh tun.

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liGo Bluewave – die Brücke zwischen Handy und Festnetz

Auf vielen Tech-Blogs wurde in den letzten Jahren spekuliert, wie lange es wohl noch dauern würde, bis die Festnetztelefonie endgültig von der Mobiltelefonie abgelöst wird. Dass Handy und Festnetz aber nicht immer Konkurrenten sein müssen, das zeigt ein jüngst von liGo auf den Markt gebrachtes Gerät: das liGo Bluewave.

 

Bei diesem handelt es sich um eine kleine Box, die man an das Festnetz anschließt. Danach kann man seine (bis zu drei) Handys mit dem Gerät via Bluetooth verbinden. Bei den Handys muss es sich also noch nicht einmal um ein hochmodernes iPhone 5 oder ein Samsung Galaxy S4 handeln. Hauptsache, das Handy hat Bluetooth! Ist die Verbindung dann einmal hergestellt, können die verbundenen Handys als vollwertige Mobilteile für den Festnetzanschluss genutzt werden. Außerdem kann man Anrufe, die auf einem der Handys eingehen, auch mit einem der Mobilteile des Festnetzes abnehmen.

 

Das alles klingt auf den ersten Blick kompliziert, alles in allem ist es das aber keineswegs. Denn in der Tat funktioniert das liGo Bluewave sehr einfach. Angefangen von der Installation bis hin zum laufenden Betrieb.

 

Das liGo Bluewave in Betrieb nehmen

Auch wer mit Technik eher auf dem Kriegsfuß steht, sollte keinerlei Probleme haben, das liGo Bluewave zu installieren. Denn es muss nichts weiter getan werden, als das Gerät, gemäß der Bedienungsanleitung, mit der Basisstation des Festnetz-Telefons zu verbinden. Hierfür sind nur wenige Handgriffe nötig.

Anschließend werden bis zu drei Handys mit dem liGo Bluewave verbunden, was ganz einfach auf Knopfdruck geschieht. Eine genaue Anleitung hierzu findet sich aber ebenfalls in der Bedienungsanleitung.

Und schon ist das liGo Bluewave bereit für den Praxiseinsatz! Doch… wie geht es nun weiter?

 

Was bringt das liGo Bluewave überhaupt?

 

Einige werden sich jetzt natürlich fragen, was das liGo Bluewave überhaupt bringen soll. Denn zugegebenermaßen ist dies vielleicht nicht gleich auf Anhieb ersichtlich. Tatsächlich bringt die Nutzung der kleinen Bluetooth-Box aber einige beachtenswerte Vorteile mit sich.

 

So beseitigt die Box etwa das Problem von Funklöchern im Haus. Wer kennt das Problem nicht, dass zum Beispiel im Keller kein Mobilfunk-Empfang herrscht und man so möglicherweise einen wichtigen Anruf verpassen kann, während man dort die Wäsche wäscht, eine Party schmeißt, Sport treibt, bastelt oder was man eben sonst so alles im Keller macht. Dank dem liGo Bluewave gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Das (mit dem Gerät gekoppelte) Handy wird einfach im Erdgeschoß liegen gelassen und das Festnetz-Telefon wird mit in den Keller genommen. Wenn jetzt auf dem Handy ein Anruf eingeht, so kann dieser einfach mit dem Festnetz-Telefon abgenommen werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das liGo Bluewave dabei helfen kann, Kosten zu sparen, ohne dass dabei der Komfort auf der Strecke bleibt. Wer zum Beispiel von Handy zu Handy telefonieren will, der muss dafür nicht sein Handy in die Hand nehmen, sondern kann auf sein ergonomisch geformtes schnurloses oder kabelgebundenes Telefon zurückgreifen. Das liGo Bluewave sorgt dafür, dass das Gespräch über das entsprechende Handy läuft. Wer hingegen bei seinem Handy über eine besonders großzügig gestaltete Flatrate verfügt, der benötigt unter Umständen überhaupt keinen Festnetzanschluss mehr. Denn die Festnetz-Telefone können schließlich auch dann genutzt werden, wenn die Telefongespräche mit einem Handy durchgeführt werden, das mit dem liGo Bluewave verbunden ist.

 

Besonders interessant auch: Dank einer vom Hersteller zur Verfügung gestellten Software, soll es auch möglich sein, mit dem Handy oder Festnetz-Telefon via Skype zu telefonieren. Kostenlos (Skype zu Skype) oder zu besonders günstigen Tarifen (Skype zu Festnetz/Mobiltelefon).

 

Fazit

 

Mit einem aktuellen Preis von ungefähr 80 Euro bekommt man das liGo Bluewave zwar keineswegs geschenkt, das Mehr an Komfort, welches das Gerät aber mit sich bringt, spricht eindeutig für sich. Wenn man dann auch noch in Erwägung zieht, dass das liGo Bluewave dabei helfen kann, beim Telefonieren Kosten zu sparen, so wirkt der Anschaffungspreis zunehmend unbedeutender und man darf über eine Anschaffung ernsthaft nachdenken, wenn einen die Funktionen des Geräts zu überzeugen wissen.

 

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WhatsApp: das Geheimnis um die zwei Häkchen unter iOS

WhatsApp nutzt mittlerweile vermutlich jeder, der in Besitz eines Smartphones ist. Trotz Kritik und Problemen im Datenschutz, trotz 0,89 € im Jahr und trotz Anzeige, wann wer zuletzt online war. WhatsApp war als erster Dienst aus diesem Bereich da und deshalb ist es für sicherere und wahrscheinlich bessere Dienste wie Threema schwer, Fuß zu fassen. Und immer wieder sitzen gerade iOS-User vor ihrem iPhone und warten auf eine Antwort, auf eine Nachricht, die der andere schon gelesen haben muss. Zumindest glaubt man das. [perma-whatsapp]

Das Phänomen mit den grünen Häcken

Schließlich war der Chatpartner nach dem Absenden der Nachricht noch online (aus meiner Sicht eine wirklich kritische Funktion, die sich aber unter iOS abschalten lässt) und auch zwei grüne Haken sind an der Nachricht. Der Andere muss es einfach gelesen haben – Irrglaube. Denn nur weil dort zwei grüne Haken an der Nachricht sind, bedeutet das nicht, dass diese auch gelesen wurde. Das offizielle Statement von WhatsApp dient zur Erklärung:

  • Der erste Haken bedeutet, dass die Nachricht erfolgreich an den Server von WhatsApp gesendet wurde.
  • Der zweite Haken heißt nichts weiter, als dass die Nachricht erfolgreich an das Telefon das Empfängers gesendet wurde.

Die Aussage zum zweiten Haken klingt schon so, als ob das mit einer Lesebestätigung gleichzusetzen ist. Das täuscht, kam dem aber bis zur aktuellen Version recht Nahe.

WhatsApp und das Multitasking

Das iPhone hat die Nachricht in der Vergangenheit in der Regel erst geladen, wenn die App gestartet oder aus dem Multitasking in den Vordergrund geholt wurde. Das bedeutet, dass der Haken bei euch erst erschien, wenn die App auf dem iPhone des Empfängers wirklich offen ist. Aber oft genug schreibt man mit Person A und bekommt die Nachricht von Person B gar nicht mit. Der zweite Haken erscheint dann trotzdem – ohne das die Nachricht gelesen wurde. Unter iOS7 ist das jetzt noch „schlimmer“. Seit der aktuellen Version hat WhatsApp gelernt, ordentlich mit dem Multitasking von iOS zu funktionieren. Die Nachrichten werden, sofern die App im Hintergrund offen ist, auch dort schon geladen, wenn Sie empfangen werden. Das bedeutet folgendes: ihr seit in der Facebook-App und lest auch eurer Chronik. Ein Freunde schreibt per WhatsApp, ihr tippt aber nicht auf die Benachrichtigung und lest die Nachricht sondern wollt das später machen. Ist WhatsApp aber in diesem Moment im Multitasking geöffnet, wird die Nachricht geladen und der Absender bekommt einen zweiten Haken angezeigt. Das zweite Häkchen erscheint als unter iOS 7 in der Regel sofort.

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Lasst euch also von den Haken nicht verwirren und verschwendet Zeit mit dem warten bei WhatsApp. Wenn derjenige am anderen Ende der Leitung will, wird er euch schon antworten. Und wenn er es nicht gleich tut und es dringend ist, dann benutzt einfach mal die Funktion, für die so ein Telefon ursprünglich mal gemacht wurde: ruft den anderen an! Zur Erinnerung: wir sind übrigens auch über WhatsApp erreichbar. Wer Probleme, Tipps oder Fragen hat, der kann sich gern melden. [thumbs-whatsapp]

BahnSharing: Die Mitfahrgelegenheit auf Schienen

Kleiner App-Tipp für Bahn-Reisende, denen das Geld nicht unbedingt locker in der Tasche liegt. BahnSharing ist ein Webportal, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit dem gleichen Reiseziel zusammenzubringen und zum Sparen zu animieren.

Hierbei wird die Möglichkeit der Deutschen Bahn ausgenutzt, Gruppentickets zu nutzen und damit günstiger reisen zu können. Das Angebot des Webportals verkauft keine Fahrkarten, sondern vermittelt lediglich Interessierte miteinander, dass diese sich zur gemeinsamen Fahrt treffen können. Vom Prinzip her also ähnlich wie Mitfahrgelegenheit.de, nur für Bahnfahrende.

Fahrten können eingestellt und dementsprechend auch gesucht werden und zudem sorgt ein Bewertungssystem für das Einordnen von sympathischen und nicht sympathischen Mitreisenden. Das Ganze haut natürlich nur hin, wenn die Anzahl an Nutzern stimmt. Also anschauen lohnt sich!

Großer Pluspunkt: Es gibt sowohl eine Android- als auch iOS-App, die ich euch hier mal gleich mit einbinde.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(

WhatsApp Contact Photo Sync: WhatsApp-Bilder als Kontaktbilder verwenden

Gerade noch über WhatStat berichtet, da ist mir die nächste nützliche Android-App ins Auge gefallen. WhatsApp Contact Photo Sync.

whatsapp-contact-photo-sync

Dazu muss ich kurz erklären, dass ich es auf den Tod nicht ausstehen kann, dass meine Kontakte kein Profilbild haben. Wenn ich also auf meinem Smartphone einen neuen Kontakt speichere, so schaue ich bei Zeiten, dass ich von Facebook oder anderweitigen Quellen ein Foto heranbekomme, damit dort kein graues Schatten-Platzhalter-Icon erscheint. Da allerdings viele Kontakte mehr bei WhatsApp als bei Facebook sind und auch ihre Bilder öfter aktualisieren, hat sich die App WhatsApp Contact Photo Sync zur Aufgabe gemacht, die dortigen Bilder als Profilbilder bereitzuhalten.

WhatsApp-Contact-Photo-Sync-Einleitung

Die Funktionsweise ist recht easy. Nach dem Installieren bekommt ihr eine Übersicht all eurer Kontakte aus WhatsApp. Herbei wird links das aktuelle Kontaktbild, in der Mitte der Name und rechts das aktuelle WhatsApp-Bild angezeigt.

WhatsApp-Contact-Photo-Sync-vorher

Nun braucht ihr nur noch auf den Kontakt klicken, im darauffolgenden Chatverlauf auf das Profilbild oben links und nach einer Bestätigung habt ihr das neue Bild bei euren Kontakten eingepflegt.

WhatsApp-Contact-Photo-Sync-Anleitung

WhatsApp-Contact-Photo-Sync-nachher

Kontakte Foto Sync
Kontakte Foto Sync
Entwickler: Droid Experiment
Preis: Kostenlos+

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WhatStat für Android: so kommuniziert ihr mit euren WhatsApp-Kontakten

Kurzer App-Tipp für die Feiertage. WhatsApp hat bekanntlich 400 Millionen aktive Nutzer und auch bei mir dreht sich die Kommunikation fast ausschließlich über diesen Messenger. Sicherheit hin oder her (wenn man nicht seine Kontodaten darüber verschickt), es ist eine Frage der Bequemlichkeit und inzwischen ist es ja auch Android-Nutzern (Root-Zugriff vorausgesetzt) möglich, den Messenger am PC zu nutzen.

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WhatsApp selber bietet ein paar Statistik-Funktionen an, wie die Anzahl der versendeten und empfangenen Nachrichten, aber das beschränkt sich eher auf diese zwei Anzeigen. WhatStat für WhatsApp geht hier noch einen Schritt weiter.

WhatStat
WhatStat
Entwickler: Android Appetizers
Preis: Kostenlos+

Nach der Installation und dem kurzen Importieren der aktuellen WhatsApp-Nachrichten-Datei wird euch nicht nur eure versendeten und empfangenen Nachrichten nach Durchschnittstag und –zeit angezeigt, sondern auch noch zu jedem einzelnen Nutzer. So gibt es eine Top5-Liste, die wiederrum verfeinert werden kann, wie viel du mit wem, im Durschnitt wann zu welcher Uhrzeit schreibst und vor allem wie viel Anteil du an dem Nachrichtenverlauf hast. Außerdem analysiert WhatStat mit wem du lange keine Kontakt mehr hattest, um diesen mal wieder aufzufrischen. Dabei erfolgt die gesamte Darstellung in der Kartenoptik von Google Now, was echt was her macht.

[tl-meinung] Ich hatte die App im Sommer schonmal in der Hand und fand sie damals irgendwie nicht so dicke. Inzwischen hat sie ein komplettes Facelifting bekommen und macht richtig Spaß. Es ist spannend zu sehen, dass man monatelang mit jemandem regelmäßig schreiben kann und dann jemanden anderen kennenlernt, die die gleiche Anzahl an Nachrichten in zwei Monaten schafft. Interessant finde ich zudem auch der jeweilige Anteil an den Nachrichten. 70% zu 30% klingt schon irgendwie sehr nach monologartigen Gesprächen. Also Empfehlung zum Installieren meinerseits!

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Android 4.4 KitKat: Cell Broadcasts einrichten, um vor Katastrophen und Entführungen gewarnt zu werden

Durch mein allmorgendliches und feiertagsstimmliches Durchstöbern meines Android-Gerätes bin ich heute auf einen Punkt gestoßen, den ich irgendwie noch nie beachtet habe – Cell Broadcasting.

Laut Wikipedia ist ein Cell Broadcast ein Mobilfunkdienst zum Versenden von Kurzmitteilungen. Im Gegensatz zu normalen SMS wird hierbei die Nachricht nicht an ein bestimmtes Gerät gesendet, sondern der Sendemast verstreut es einfach auf alle Geräte, die diese Funktion aktiviert haben. Dabei kann die CB-Nachricht bis zu 93 Zeichen lang sein, durch eine Verbindung mehrerer Nachrichten allerdings auch deutlich länger. Der Empfang ist kostenlos.

sendemast

[tl-bildquelle http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gsm-bts-walbrzych.jpg Wikipedia]

Allerdings ist mit dem Cell Broadcasting nicht unbedingt das Versenden von Werbung gemeint, sondern vielmehr Warnungen für Leben und Eigentum. Der Einsatzzweck ist sicherlich in weiten Teilen Deutschlands nicht nennenswert, kann aber zum Beispiel in Lawinen- oder Hochwassergebieten beziehungsweise im Ausland in Bezug auf Erdbeben und Tsunamis eine echte Rettungsfunktion sein.

android-cell-broadcasts

Es kann zu mindestens nicht schaden die Funktion einfach mal zu aktivieren. Dazu geht ihr in die Systemeinstellungen –> Drahtlos & Netzwerke und auf den Punkt Cell Broadcasts. Hier könnt ihr euch einfache Warnungen, Warnungen für Extremfälle und auch Hinweise zu naheliegenden Kindesentführungen zusenden lassen.

android-cell-broadcasts-moeglichkeiten