Film

Felix Welt der Filme: Die besten Filme 2013

Zunächst muss ich zugeben, dass ich nicht all zu viele Filme geschaut habe- dazu fehlte mir einfach die Zeit. Deswegen vermisst die Liste eventuell den einen oder anderen potenziellen Kandidaten, wie zum Beispiel Zero Dark Thirty, Der Geschmack von Rost und Knochen, The Act of Killing, Inside Llewyn Davis,  und/oder Liebe (Wird alles in den nächsten Wochen nachgeholt!). Ich hoffe, nächstes Jahr wieder mehr Filme schauen zu können, damit mir eine größere Auswahl zur Verfügung steht.

Nun zur Liste der meiner Meinung nach besten Filme 2013:

1. Prisoners

Intensives, intelligentes, nachwirkendes  und wunderschön fotografiertes Krimidrama auf Fincher-Niveau! Jake Gyllenhaal in Höchstform.

[tl-film 10. Oktober 2013#Denis Villeneuve#Jake Gyllenhaal, Hugh Jackman, Viola Davis#4,5#Thriller]>

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2. Gravity

Vom Gesamtpaket her der beste Kinofilm – reine Magie, was Alfonso Cuaron abgeliefert hat! Danke!

[tl-film 03. Oktober 2013#Alfonso Cuarón#Sandra Bullock, George Clooney#5#Sci-Fi]

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3. American Hustle

Ulkig, unterhaltsam, traurig, einfach anders- mit einem Christian Bale der Extraklasse (inkl. dickem Bauch!)!

[tl-film 14. Februar 2014#David O. Russel#Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams#4,5#Thriller, Drama]

4. The Master

Ein Film, der viele Fragen stellt, und nicht gewillt ist, sie zu beantworten. Ein („typischer“) Film vom Genie Paul Thomas Anderson (PTA) mit einem Weltklasse Cast erzählt in unglaublich schönen Bildern!

[tl-film 21. Februar 2013#Paul Thomas Anderson#Joaquin Phoenix, Phillip Seymour Hoffman, Amy Adams#4,5#Drama]

5. Don Jon

Mutig, selbstbewusst,frech und erfrischend ehrlich- leider nicht immer konsequent, aber dennoch ein gelungenes Regiedebüt von Joseph Gordon Levitt!

[tl-film 14. November 2013#Josep Gordon-Levitt#Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore#3#Komödie, Drama, Romanze]

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6. Place Beyond The Pines

Ein sehr amerikanischer Film über Handlung und Effekt, Söhne und Väter, Pech und Glück, Schuld und Vergebung. Das Ende ist leider etwas zu konstruiert.

[tl-film 24. Januar 2013#Derek Cianfrance#Ryan Gosling, Bradley Cooper, Eva Mendes#3,5#Thriller, Drama]

7. Flight

Packendes und rührendes Alkoholdrama mit einem starken Denzel Washington. Zudem der realistischste Flugzeugabsturz der Filmgeschichte.

[tl-film 24. Januar 2013#Robert Zemeckis#Denzel Washington, Don Cheadle, Kelly Reilly#4#Drama]

8. The Spectacular Now

Ein Jugendfilme mit Sinn und Verstand- und ganz viel Herz. Die beiden Hauptdarsteller brillieren- von denen wird man noch einiges sehen! Bester Abspann-Song des Jahres!

[tl-film bisher unbekannt#James Ponsoldt#Miles Teller, Shailene Woodley, Brie Larson#3,5#Komödie, Drama]

9. Das ist das Ende

Gross-Out-Comedy à la Seth Rogen. Ich liebe es!

[tl-film 08. August 2013#Seth Rogan, Evan Goldberg#James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen#3,5#Komödie, Fantasy]

10. 42

Bewegender Film über den ersten schwarzen Spieler in der höchsten amerikanischen Baseballliga. Die Tunnelszene lässt kein Auge trocken!

[tl-film 08. August 2013#Brian Helgeland#Chadwick Boseman, Harrison Ford, Christopher Meloni#3,5#Biografie, Drama]

10. Captain Philips

Spannender Film im Semi-Dokumentations-Stil über die Entführung eines Cargo-Schiffs vor der Küste Somalias. Tom Hanks ist schier grandios- die letzten 5 Minuten vergrößern seinen bereits immensen Legenden-Status um ein weiteres!

[tl-film 14. November 2013#Paul Greengass#Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Adi#3,5#Drama, Thriller]

Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass es ein Kinojahr war, das zu viel Einheitsbrei und viele gescheiterte Blockbuster bot. In den USA sieht es anders aus. Um bei den Oscars konkurrieren zu können, wurden sämtliche potenzielle Kracher (American Hustle, 12 Years A Slave, The Wolf of Wall Street, Her) noch im Jahr 2013 in die Kinos gebracht. Bei uns ist also noch warten angesagt.Das lässt aber auf ein tolles Kinojahr 2014 hoffen!

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Filmkritik: Hobbit 2 – Schönes Dahinplätschern

„Herr der Ringe“ hat viele, besonders die männliche Zunft, in unserer Jugend begleitet. Es war immer ein Highlight, ins Kino zu strömen und sich den neuesten Teil der Fantasy-Saga um Mittelerde anzuschauen. Es war eine Trilogie über Freundschaft, Mut, Sühne, Macht, Verlust, Liebe, Sehnsucht, Verlangen, Gier, Krieg und Frieden. Kurz gesagt: Peter Jackson erschuf ein zeitloses Meisterwerk.

Dass „Der Hobbit“ eines Tages verfilmt wird, war nur eine Frage der Zeit. So biete sich Tolkiens eigentlich kurzes Kinderbuch förmlich dazu an, es als Vorgeschichte auf die Leinwand zu bringen. Ähnliches funktionierte ja bereits bei „Star Wars“- über die filmische Qualität der Prequels scheiden sich allerdings bis heute die Geister. Um den „Hobbit“ in dreien Teilen bringen zu können (Geld!), verarbeitete Jackson zudem noch weitere Bücher und Erzählungen zu Mittelerde und fügt zudem noch eigenes hinzu (Wiedersehen mit alten Charakteren), damit „Herr der Ringe“-Fans auf ihre Kosten kommen.

Doch funktioniert alles so gut, wie es sich auf dem Papier anhört?

Die Zwergengruppe samt Bilbo, welcher langsam die Auswirkungen des Ringes spürt, sind immer noch auf dem weg zu den Nebelbergen, um das ehemalige Königreich (in Form von Minen) der Zwerge, Erebor, wieder zurückzuerobern. Einziger Haken: Die Minen werden von einem Drachen names Smaug besetzt, der einst die Zwerge von dort vertrieb und unzähliges Leid den herumliegenden Dörfern hinzufügte.

Zur selben Zeit braut sich etwas Böses zusammen. Dieser Handlungsstrang gehört ganz allein Gandalf. Er spürt das etwas Bösartiges aus längst vergangenen Tagen wieder dabei ist, aufzukeimen, um ein neues dunkles Zeitalter einzuläuten. Peter Jackson ist also drauf bedacht, eine Brücke zu seiner „Ringe“-Trilogie zu bauen. Das macht durchaus Sinn und wird auch geschickt umgesetzt.

[youtube=http:// .com/watch?v=wmmTIRAg5K0]

Zum Film. Das Ganze sieht gut aus und fühlt sich auch durchaus stimmig an. Es gibt etliche Sequenzen und Szenerien mit hohem Schauwert- besonders die Begegnung mit Smaug ist großes Kino (Benedict Cumbatcher- großartig vertont auf Englisch). Hier wurde mit CGI alles herausgeholt. Die Kamera is tadellos, genau wie die Ausstattung und das 3D wird sinnvoll und trickreich verwendet, was eher selten vorkommt. Der Cast spielt auf durchaus hohem Niveau, auch wenn sicherlich keinen einen Oscar oder sonstige Auszeichnungen erhalten wird.


Dennoch hat der Film -sein Vorgänger ebenfalls- ein Problem: die „Herr der Ringe“-Trilogie. Konnte sie auf allen Ebenen berühren, lässt der Hobbit eher einen kalt. Der Geschichte um die Zwerge fehlt es einfach an Größe und Wichtigkeit. Das führt dazu, dass die Filme durchaus langatmig wirken und man sich die Frage stellt, ob es ein oder zwei Film/e auch getan hätten.

Sinnbildlich für den Film steht die Musik. Eigentlich ganz nett, aber sobald  man den Kinosaal verlässt, ist die Melodie auch schon wieder aus dem Kopf.

Kurz und knapp gesagt:


Der Film sieht toll aus, bietet durchaus tolle Szenen (Stadt auf dem See) und beglückt den Zuschauer mit dem ein oder anderen Wiedersehen- Stichwort: Legolas. ABER: Er steht einfach vollkommen im Schatten der vorigen Jackson-Trilogie und kann sowohl emotional und atmosphärisch als auch erzählerisch nicht mithalten. Dafür fehlt es der Geschichte an Dringlichkeit und Signifikanz.

[tl-film 12.Dezember 2013#Peter Jackson#Sir Ian McKellen, Luke Evans, Orlando Bloom#3,5#Fantasy]

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Bewegter Montag: In Loving Memory Paul Walker

In dieser Woche ist nicht nur der erste farbige Präsident Südafrikas Nelson Mandela von uns gegangen, sondern auch der allseits beliebte Schauspieler Paul Walker, bekannt durch die Action-Race-Reihe Fast and Furious.

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An unserem bewegten Freitag möchte ich gerne auf ein Video aufmerksam machen, welches nochmal Paul Walker in den besten Szenen darstellt. An solchen Beispielen merkt man immer wieder, wie schnell das Leben auch vorbei sein kann. Paul Walker wurde 40 Jahre alt und hinterlässt eine Tochter im Teenager-Alter. Ruhe in Frieden!!!

[youtube=https:// .com/watch?v=o8UCI7r1Aqw]

Jahresrückblicke 2013: Best of 2013 im Google Play Store – Google stellt die besten Apps, Filme und Spiele vor

Das Jahr 2013 geht dem Ende zu und ehe wir unser Resümee ziehen, möchte ich euch flott in einer Serie die wichtigsten Jahresrückblicke 2013 unserer geliebten Internetgrößen vorstellen.

google-play-store-best-of-2013

Der letzte Monat des aktuellen Jahres hat noch nicht mal angefangen, da stellt Google schon mal seine Highlights des Jahres vor. So hat man sich in den letzten Tage hingesetzt und die besten Anwendungen, Spiele, Filme und Musikstücke des Jahres 2013 gekürt. Zudem wurde die Startseite des Google Play Stores überarbeitete und zeigt euch die folgende Auswahl:

Wer also bei dem trüben Wetter keine Beschäftigung hat, darf da gerne mal eine Runde Schmökern gehen :-).

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Kino: Hangover 3

Wir waren mal wieder im Kino! Wird hier langsam Alltag Zwinkerndes Smiley. Und diesmal haben wir uns in einen wirklich verrückten hineinbegeben: Hangover Teil 3.

Nachdem nun der erste Teil erste Sahne war, konnte der zweite nicht so wirklich an den Erfolg anknüpfen. Ich hatte den Eindruck, dass das Thema einfach durch war und die Situation für das Kino ganz witzig war, aber man es bei einem Film auch belassen sollte. Nichtsdestotrotz kam der zweite und nun der dritte und es konnte ja nur skuriler werden.

http:// .com/watch?v=6lYdQbT3YGE

Worum geht es?

Skuril ist sicherlich auch das richtige Wort, denn der Film hat echt eine Macke weg. Mit dabei sind wieder Alan, von Zach Galifianakis gespielt und seine Freunde Phil (Bradley Cooper), Stu (Ed Helms) und Doug (Justin Bartha), die allesamt das “Wolfsrudel” bilden.

Nachdem Alans Vater auf tragische Weise ums Leben gekommen ist, raffen sich die drei Freunde um den psysisch kranken Alan zusammen und wollen diesen in eine Anstalt bringen, um sich helfen zu lassen. Allerdings wird die Fahrt dahin abrupt beendet, als ein Gangsterboss die Chaoten stoppt und Doug entführt, um die Suche nach Mr. Chow zu ermöglichen, der dem Gangsterboss einige Millionen Dollar gestohlen hat. Die Reise bzw. Suche nach Mr. Chow führt die restlichen drei Jungs in das allseits geliebte Las Vegas, wo die alten Erinnerungen nur so vor sich hin sprühen.

Kinostart: 30.05.2013

Spieldauer: 1 Stunden und 40 Minuten

Genre: Komödie

Nationalität: USA

Ein Film der sich lohnt?

Der Film an sich ist in seiner Gesamtheit ganz lustig und eigentlich so schlecht, dass er eben halt wieder lustig wird. Es gibt viele Szenen, wo man lachen kann und muss. Allerdings ist das eher dem trockenen, verrückten Humor von Alan geschuldet, als der Gesamtsituation. Wie erwähnt, der Film hat einfach eine Macke und wer das mag, der darf sich den Streifen gerne im Kino anschauen.

Ich persönlich hätte auch auf den Kinobesuch verzichten können und ihn als Bluray ansehen können oder was meinst du, Martin?

Der Film macht genau dass, was ich vorher erwartet habe. Er reiht sich ein in die lange Liste der mehrteiligen Komödien, bei denen die Nachfolgefilme im Vergleich zum ersten Teil klar schlechter sind. Hangover 3 ist zwar von Grund auf kein schlechter Film, die meisten Witze ahnt man allerdings schon voraus. Dadurch fehöt dann das Lachen, was bei einer Komödie nun mal ausschlaggebend ist. Hangover 3 im Kino muss man sich nicht unbedingt ansehen, ich fand ihn aber besser als Teil 2. 

Watchever: offizielle App für Android erschienen

Mitte Februar berichteten wir in einem gesponserten Artikel über den Onlinevideodienst Watchever. Watchever macht es möglich für schmales Geld im Monat Serien und Filme im Stream gucken zu können. Eine feine Sache, denn viele Menschen zahlen inzwischen gerne ein wenig dafür, Filme auch legal zu schauen, sofern die Qualität stimmt.

 

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Nun gibt es eine (erste) Android-App aus dem offiziellen Hause, die auf den Namen Watchever Lite hört und euch zu mindestens den Genuss der Filme und Serien auf eure Android-Device bringt. Das Kürzel Lite steht deshalb da, weil es mit der App nicht möglich ist, Watchever zu durchstöbern, sondern ihr müsst euch gewünschte Filme an einem anderen Grät in eure Watchlist packen und könnt sie dann an euerm Smartphone/Tablet abspielen. Klar soweit? Nicht optimal, aber einer erster Schritt.

 

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Ich bin übrigens kein Nutzer von Watchever, aber ich finde das Prinzip gut und gebe nur aus Zeitgründen nicht sehr viel darauf, mich mit Serien zuzubomben. Aber wer Watchever nutzt, dem sei die Kommentarfunktion unten eine Erwähnung wert. Lasst mal eine Meinung da, wie findet ihr den Dienst?

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(

Kino: Das hält kein Jahr…!

Tja was soll man sagen, draussen sieht es annähernd nach Frühling mit sommerlichen Temperaturen aus und uns hat es mal wieder ins Kino gelockt. Diesmal zu dem Film “Das hält kein Jahr…!”, der erst morgen offiziell in die deutschen Kinos kommt. Vorpremiere sei Dank, dass wir ihn heute schon gucken durften.

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Kino: Kokowääh 2

Sonntag abend war es wieder soweit – wir waren im Kino. Es gibt derzeit viele sehenswerte Filme, aber der wirklich wahre für mich ist dieses Jahr Kokowääh 2, der seit dem 7. Februar 2013 in den deutschen Kinos läuft. Denn ich bin großer Fan der Til Schweiger-Filme. Warum? Ich finde seine Filme spiegeln so vieles wieder. Nicht nur allgemeine Probleme der deutschen Gesellschaft, sondern vorallem soziale vermischt mit einer Prise Humor und Klischees machen aus seinen Filmen wahre Meisterwerke deutscher Filmkunst.

http:// .com/watch?v=ziGhVajlbds

Ich bin kein professioneller Filmkritiker, sondern nur ein kleiner Informatiker, der gute Filme schätzt, meistens aus Protest der hohen Preise kein Krümel Popcorn kauft, immer den Abspann guckt und vorher überliegt, ob sich ein Besuch im Filmhaus wirklich lohnt.

Umso begeistert war ich gestern abend, dass dieser Film „Kokowääh 2“ erneut ein Meisterstück aus der Feder Schweigers war. 

Zwei Jahre nachdem Henry (Til Schweiger), Katharina (Jasmin Gerat), Tristan (Samuel Finzi) und Magdalena (Emma Schweiger) eine Patchwork-Familie geworden sind, läuft alles drunter und drüber. Während Magdalena zum ersten Mal verliebt ist, beginnt Henry eine Karriere als Filmproduzent. Bei seinem ersten großen Projekt muss er sich gleich mit dem überkandidelten Jungschauspieler Matthias Schweighöfer (als er selbst) herumschlagen. Katharina hat derweil Schwierigkeiten, sich in der Rolle der Hausfrau und Mutter für Baby Louis zurechtzufinden und Kuckucksvater Tristan durchlebt seine erste Midlife-Crisis mit der jugendlichen Freundin Nora (Jytte Mehrle Böhrnsen). Als er schließlich bei Henry einzieht und auch noch ein attraktives Kindermädchen ins Spiel kommt, droht das Patchwork-Experiment zu scheitern.

Quelle: Filmstarts.de

Wie bereits erwähnt, subjektiv gesehen finde ich die Filme genial. Die Schauspielleistung Schweigers ist wie gewohnt: verbissen ;-). Ich finde er bekommt manchmal die Zähne nicht auseinander, aber er macht das ansich sehr gut. Magdalena wie gewohnt super süß als DIE pubertierende 9-Jährige und Schweighöfer spielt sich selber, allerdings etwas sehr übertrieben. Aber, wer ebenfalls diese Mischung aus Humor, Schnulze und deutschem Regiebuch liebt, wie es bei mir der Fall ist und auch ohne tote, umgeschossene Menschen oder spektakuläre Verfolgungsjagden in Iinnenstädten auskommt, der sollte sich nochmal ins Kino aufmachen, denn der Film lohnt sich!!!

Filmpaläste verlieren zunehmend an Bedeutung

Während in den neunziger Jahren Kinosäle noch konstant brechend voll waren und die Lichtspielhäuser regelmäßig von begeisterten Cineasten aufgesucht wurden, verlagert sich seit den nuller Jahren das Filmvergnügen verstärkt in die heimischen Wohnzimmer. Aufgrund neuer Technologien und den damit verbundenen hochwertigen Heimkinos gestalten sich immer mehr Filmfreaks ihr eigenes Kino. So werden teilweise einzelne Zimmer als Kinosaal ausgewiesen und schön hergerichtet. Filmplakate und sonstige Dekorationen, wie der obligatorische rote Teppich, sorgen für das entsprechende Flair. Qualitativ sind nach oben keine Grenzen gesetzt und mit den nötigen finanziellen Mitteln für das richtige Equipment sind auditiv beinahe keine Unterschiede mehr zu erkennen. Selbiges gilt auf visueller Ebene, da immer mehr Beamer und Leinwände den Weg zu den Cineasten finden. So wird beispielsweise der neue Streifen von Matthias Schweighöfer gemütlich in den eigenen vier Wänden geschaut, sobald dieser in hervorragender Blu-ray-Qualität zur Verfügung steht. Teure Preise für Popcorn und Getränke fallen somit zusätzlich weg und etwaige Reservierungen aufgrund zu erwartenden hohen Besucherströmen sind nicht mehr von Interesse.

Online Filmportale weiter auf dem Vormarsch

Im Zeitalter des Web 2.0 haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend Onlineportale gebildet, auf denen interessierten Filmfreunden gegen ein gewisses kleines Entgelt ihre Lieblingsserien und -filme zur Verfügung gestellt werden. Natürlich gibt es unter diesen auch schwarze Schafe und so werden Serien und Filme teilweise auch kostenfrei bereitgestellt, was wiederum großen Schaden für die Filmindustrie innehat. Zusätzlich birgt dies eine Gefahr für die Konsumenten, da Behörden verstärkt gegen Schwarzseher vorgehen und empfindliche Strafen aussprechen, wenn man sich an einem dieser verbotenen Portale bedient. Nervige Werbeunterbrechungen und störbehaftete Filme mindernder Qualität sind ebenfalls keine Seltenheit. Die allseits so beliebte HD-Qualität, die für atemberaubend brillante und klare Bilder sorgt, findet man ebenso vergebens. Bei watchever.de, um nur ein Beispiel eines seriösen Anbieters zu nennen, erfolgt im Anschluss einer Anmeldung das Filmvergnügen ohne Extra-Hardware, die sonst teilweise von Nöten ist. Mitunter wird bei vertrauenswürdigen Hostern der erste Monat als ein Probemonat deklariert, so dass man zunächst einmal selber für sich entscheiden kann, ob solch ein Format überhaupt in Frage kommt. Video-on Demand wird somit immer präsenter und dank der immer schneller werdenden Breitbandverbindungen ist ein Empfang in Echtzeit mittlerweile Standard.

Kino: Der Schlussmacher

Wie zu jedem Film, den wir uns im Kino ansehen, gibt es auch zu Matthias Schweighöfers Werk „der Schlussmacher“ unsere Meinung zum Film.

Matthias Schweighöfer spielt in „der Schlussmacher“ die Rolle des erfolgreichen Geschäftsmannes Paul Voigt, dessen Job es ist, zerstrittene Paare zu trennen. Klingt erstmal ziemlich nach einem Pendant zu „Hitch“ – und ist es irgendwie auch. Beide Männer haben einen erfolgreichen Job, wollen sich aber nicht an eine Frau binden. Beide haben dann einen Auftrag der nahezu aussichtlos ist, lassen sich aber von diesen Klienten dann so weichkochen, dass beide ihren Job zugunsten der Liebe aufgeben.

Der Film ist gespickt mit sehr witzigen Szenen, aber auch mit Szenen die etwas zu sehr in die Länge gezogen sind und dadurch langweilig werden. Matthias Schweighöfer spielt seine Rolle aus meiner Sicht souverän und gut, so wie man ihn kennt. In anderen Filmen hat man ihn aber auch schon besser gesehen. Man merkt, dass Matthias Schweighöfer durch die Rollen in Filmen von Til Schweiger viel von dessen Art hat. Souveränes Schauspiel, aber kein wirklicher Kracher. Für meinen Geschmack wird er in seinem eigenen Film von der zweiten Hauptrolle Toto Kuhlmann, gespielt von Milan Peschel, deutlich übertroffen. Toto ist ein Mann, den Paul von seiner Frau getrennt hat und der ihm nun ununterbrochen an den Fersen hängt. Das allerdings auf eine wirklich witzige Weise, für die sich der Film schon lohnt zu sehen.

Ansehen lohnt sich, wer aber wartet bis der Film im Free-TV kommt, verpasst auch nichts.

Wie fandet Ihr den Film, wenn ihr ihn schon gesehen habt?