Edward Snowden

Bewegter Freitag: Gregor Gysi zum Thema NSA-Spähaffäre und Totalüberwachung

Das Jahr 2013 geht zur Neige und ein Mann hat die Technikwelt in diesem Jahr nachhaltig beeinflusst – Edward Snowden.

Snowden ist ein ehemaliger US-Geheimdienstmitarbeiter, welcher in diesem Jahr die Methoden und Befugnisse der NSA aufdeckte und damit entschlüsselte, dass der Geheimdienst weit mehr Rechte hat beziehungsweise sie sich einfach nimmt, als er haben sollte.

Das Thema Überwachung und der Schutz der Privatsphäre sollte bei weitem nicht einfach so vom Tisch gekehrt werden. Gregor Gysi (Die Linke) hat vor über einem Monat dazu eine beeindruckende Rede gehalten, die ich zum letzten bewegten Freitag in diesem Jahr noch einmal in Erinnerung rufen möchte.

Oder um es mit seinen Worten zu sagen:

“Sie müssen der US-Regierung sagen: Schluss, aus; wir hören Snowden und schützen ihn. Dann erst sind wir wirklich souverän. Sie müssen fordern: Verhandelt mit uns auf Augenhöhe! – Dann kriegen wir auch eine Freundschaft mit den USA hin. Was Sie machen, ist Duckmäusertum.”

[youtube=http:// .com/watch?v=hp0FVvpfbFU]

Euch einen tollen letzten Freitag in diesem Jahr :-).

Edward Snowden mit Ansprache zum Weihnachtsfest

Das Jahr 2013 geht zur Neige und einer der wichtigsten Personen dieses Jahr war für mich Edward Snowden. Die einen sehen ihn als Verbrecher und Dieb von Regierungseigentum, andere halten ihn für einen Helden, der die Menschen wachgerüttelt hat und aufdeckt, was wir im Grunde genommen seit Jahren schon ahnen und jetzt wissen. Edward Snowden ist ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, der im Frühsommer erst nach Asien und dann nach Russland geflohen war um Missstände bei der Arbeit des amerikanischen Geheimdienstes aufzudecken. Diese haben nämlich Rechte, die bei weitem über ihre Befugnisse hinausgehen und somit unbescholtene Bürger gläsern machen können (wir berichteten).

edward-snowden-weihnachtsansprache

Ein Ende der Geschichte ist nicht in Sicht und dieser Mann hat scheinbar unendlich Material, denn es vergeht kein Tag ohne neue Enthüllungen. Heute um 17:15 Uhr deutscher Zeit wird eine Ansprache von ihm im englischen Fernsehen ausgestrahlt, wo er vor der Überwachung warnt und darauf aufmerksam macht, dass der Schutz unserer Privatsphäre ein heiliges Gut ist. Unsere Kinder werden vielleicht nicht mehr soviel Privatsphäre haben wie wir und das müssen wir um jeden Preis verhindern beziehungsweise uns dafür stark machen, dass jeder Mensch ein Individuum ist und keine Maschine, die ausgeleuchtet, bestimmt oder gar kontrolliert werden kann.

http:// .com/watch?v=MjOACWG0oW8

Hi. And Merry Christmas. I am honored to have a chance to speak with you and your family this year. Recently we learned that our governments, working in concert, have created system of worldwide mass surveillance watching everything we do. Great Britain’s George Orwell warned us of the danger of this kind of information. The types of collection in the book, microphones, video cameras, TVs that watch us, are nothing compared to what we have available today. We have sensors in our pockets that track us everywhere we go. Think about what this means for the privacy of the average person. A child born today will grow up with no conception of privacy at all. They’ll never know what it means to have a private moment to themselves, an unrecorded, unanalyzed thought. And that’s a problem. Because privacy matters. Privacy is what allows us to determine who we are and who we want to be. The conversation occurring today will determine the amount of trust we can place both in the technology that surrounds us and the government that regulates it. Together we can find a better balance, end mass surveillance and remind the government that if it really wants to know how we feel, asking is always cheaper than spying. For everyone out there listening, thank you and Merry Christmas.

[tl-quelle http://www.theverge.com/2013/12/24/5242878/edward-snowden-delivers-alternative-christmas-message-on-uk-channel-4 TheVerge] [thumbs-edwardsnowden-all]

Philipp Missfelder: NSA-Überwachung ist kein Thema der Politik (Video)

Ein “Realitätsverlust bezeichnet die Unfähigkeit eines Menschen, das eigene Handeln mit der Objektivität der realen Welt und der Denkweise seines Umfeldes in Einklang zu bringen.” – so perfide beschreibt Wikipedia das Phänomen, welches im folgenden Video-Statement von Philipp Mißfelder auftrat.

 

 

Angesichts der andauernden Snowden-Enthüllungen und des ultimativen Datenskandals, sollte gerade niemand das Thema links liegen lassen und sagen, dass es ihn nichts angeht. Wir alle sind betroffen! Umso schlimmer, dass der gute Philipp, Vorsitzender der Jungen Union und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion mit solch einem Statement um die Ecke kommt und es sogar in die Tagesthemen schafft. Einfach nur lächerlich, Herr Mißfelder!

Das ist kein Thema der Politik. Die neuen Vorwürfe, die kommen, sind ein Thema zwischen der amerikanischen Regierung, der NSA und den Herstellern. Damit haben wir in Deutschland nichts zu tun und ich sehe auch keine neue Eskalation des Skandals.

[thumbs-nsa]

Eddy’s Run – The Prism Prison: Die Flucht von Edward Snowden nachspielen

So Leute, mal wieder etwas aus der Rubrik “Abgefahren”. Edward Snowden, dem wir die Enthüllungen rund um PRISM, Tempora und XKeyscore zu verdanken haben, hat inzwischen von Russland Asyl bekommen und befindet sich nun an einem geheimen Ort. Für die Welt derzeit unsichtbar, ersteht er allerdings in einem aktuell erschienenen Browsergame wieder auf.

Genauer gesagt, in einem Jump’n’Run-Spiel, wie auch “Commander Keen” oder Prince of Persia” welche waren, die zu ihrer Zeit die Nutzer gebannt an die Bildschirme gelockt hatten. “Eddy’s Run – The Prism Prison” heißt nun eine neue Entwicklung aus der Hamburger Gaming-Schmiede Binji und behandelt die Flucht von Eddy, einem kleinen Mann mit Laptop und Riesenbrille, der an Edward Snowden erinnern soll.

eddys run

Das Spiel

Das Spiel selber ist Snowden´s Kampf gegen die mächtigen Verfolger gewidmet, die er mit seinen Enthüllungen tief geschädigt hat. So trifft sich Eddy in dem Spiel immer wieder mit Reportern, von denen er vier Laptops bekommt. Diese muss er dann gegen Drohnen und Agenten einsetzen und diese damit ausschalten. Es macht nicht nur viel Laune, auch der Gaming-Faktor ist sehr gut, dank flüssiger Steuerung und verdammt guter Aufmachung.

Nichtsdestotrotz möchte man nicht nur die Nutzer bespaßen, sondern verlinkt auch hin und wieder auf Projekte und Petitionen, wie sie bei avaaz.org und change.org zu finden sind. Zudem sollen die Spieler aktiv werden und eigene Aktionen starten, sich wehren oder Demonstrationen planen und besuchen.

Denn, wie ich bereits sagte, dieses Thema betrifft uns alle! Es gibt bei diesem Thema kein “Ich hab ja nichts zu verbergen!”.

Asyl für Edward Snowden – Demo in Berlin

Kleine Info für Berliner. Heute um 17:30 Uhr startet ein Demonstrationszug von der Amerikanischen Botschaft zum Kanzleramt, um für ein Asyl für den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zu demonstrieren. Dieser hatte in den letzten Wochen die Spionage-Programme PRISM und Tempora aufgedeckt und damit den Menschen vor Augen geführt, dass die USA alles abfangen, speichern und auswerten, was (un)verschlüsselt über das Netz verschickt wird.

edward snowden demo

Quelle: Michael Fleshman / Flickr

Nun hat Snowden in zahlreichen Ländern Asyl beantragt und wurde von der deutschen Bundesregierung Anfang der Woche abgewiesen. Offizielle Begründung? Snowden befinde sich nicht auf deutschem Boden (da er derzeit noch im Transitbereichs auf dem Moskauer Flughafen verweilt) und könne daher einen solchen Antrag nicht stellen. Schwachfug! Inoffizielle Begründung: Wir fürchten uns vor den Folgen, was die USA mit uns macht, wenn wir einen Staatsfeind aufnehmen und beschützen.

edward snowden where is he

Quelle: Tjebbe van Tijen / Flickr

Wir sind meiner Meinung nach weltweit die strengsten, wenn es um Datenschutz geht und da kommt einer daher, klärt uns auf, deckt Skandale auf und gerade dann sollte es unsere Pflicht sein, diesen jemanden auch Zuflucht zu schenken. Beziehungen zu den USA hin oder her, aber Snowden hat es verdient, gerade von uns aufgenommen zu werden! Er hat alles aufgegeben, Familie, Beruf, Freunde, um uns Europäer über diese Datenschnüffelei zu informieren und ist für mich persönlich zu einem wirklichen Held unserer Zeit geworden!

„Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich tue und sage, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich unterstützen oder wo ich leben möchte“ – Edward Snowden

Also – heute um 17:30 Uhr am Pariser Platz / Brandenburger Tor, falls wer Zeit hat!

 


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(via frisch-gebloggt und perlentaucher.de)