Deutschland

Jahresrückblicke 2013: Spotify – das hörte Deutschland in diesem Jahr

Das Jahr 2013 geht dem Ende zu und ehe wir unser Resümee ziehen, möchte ich euch flott in einer Serie die wichtigsten Jahresrückblicke 2013 unserer geliebten Internetgrößen vorstellen.

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Anfangen möchte ich mit Spotify. Ich habe in diesem Jahr dem Dienst den Rücken zugekehrt, da er mir keinen Mehrwert mehr geboten hat. Allerdings ist Martin noch von der Partie und so gehört dieser Dienst also hier auch erwähnt.

Kurze Eckdaten:

  • 4,5 Milliarden Stunden Musik wurde in diesem Jahr weltweit gestreamt
  • über eine Million Playlisten erstellt
  • derzeit 24 Millionen aktive Nutzer
  • 20.000 Songs kommen täglich hinzu

Die Top 5 in Deutschland waren Can´t hold us von Macklemore & Ryan Lewis, Thrift Shop ebenfalls von Macklemore & Ryan Lewis, Radioactive von Imagine Dragons, Wake me up von Avicii und Scream & Shout by Will.I.AM.

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Das nur als kleine Info, denn die Seite könnt ihr euch ja nach Belieben auch einfach selber anschauen. Zudem kann hier nicht nur nach verschiedenes Ländern, sondern auch nach größeren Städten gesucht werden, die Möglichkeit nur Tracks oder nur Alben und in welchen Zeitraum stehen ebenfalls zur Auswahl.

Zudem kannst du dich am Ende noch einloggen und deine eigenen Highlights anschauen. Dies kann ich nun leider nicht prüfen, da ich kein Konto mehr habe, aber ihr dürft bei Interesse gerne mal reinschnuppern. Lasst mal hören, was waren eure persönlichen Chartstürmer in diesem Jahr?

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Lounge-Geflüster: Dobrindt ist neuer Internetminister und verspricht Deutschen schnellstes Netz der Welt

Seit gestern macht eine Meldung die Runde, dass Deutschlands erster Internetminister Alexander Dobrindt (CSU) große Versprechungen an die Bürgerinnen und Bürger des Landes macht. Im Wortlaut heißt es “Deutschland braucht das schnellste und intelligenteste Netz der Welt”.

Im Prinzip stimme ich dem überein, aber daran ist die Telekom ja seit Jahren auch interessiert. Woran happert es aber? Und wie will der neue Internetminister dies bewerkstelligen?

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Alles eine Frage des Geldes

Es sollte wohl jedem klar sein, dass ein Ausbau von komplexer Technik auch viel Geld kostet. Da Geld bekanntlich nur ausgegeben werden kann, wenn es auch eingenommen wurde, stagniert der Netz-Ausbau seit Jahren in Deutschland. Wir wollen günstige Tarife, aber immer schnelleres und vor allem allzeit verfügbares Internet? Die beiden Tatsachen schließen sich nicht unbedingt aus, sind aber miteinander verbunden und müssen im Einklang gehalten werden. Wir haben als Kunden heutzutage eine “große” Auswahl an Netzen und ihrer Verfügbarkeit, hängen aber im weltweiten Durchschnitt weit hinter anderen (kleineren) Ländern.

Dobrindt verspricht Deutschen schnellstes Netz der Welt

Seit wenigen Tagen ist das Amt des ersten deutschen Internetministers besetzt und schon kommen große Töne aus dem Lager. Man wolle das schnellste Netz der Welt den Deutschen zur Verfügung stellen und die Infrastruktur in wenigen Jahren ausbauen. Was wie ein Traum für uns Informatiker klingt, sollte allerdings auch mit Skepsis beobachtet werden. Denn Alexander Dobrindt, der das Amt innehält, möchte das ganze über private Investitionen finanzieren.

Ich will das Netz nicht verstaatlichen, sondern privat betriebene Netze.

Zudem müsse man viel Geld für die Datensicherheit und den Wiederaufbau von digitalem Vertrauen ausgeben, welches dank der NSA-Spähaffäre in Deutschland und Europa zunichte gemacht wurde.

Netzneutralität?

Auch zu der Netzneutralität hat sich Dobrindt geäußert. Er lehne grundsätzlich ein Zwei-Klassen-Netz ab. Sprich, jeder Mensch sollte Zugang zum gleichen Internet, zu den gleichen Diensten und in gleicher Geschwindigkeit zum gleichen Preis zur Verfügung gestellt bekommen. Eventuelle Abgrenzungen sollten höchstens Daten bekommen, welche “Menschenleben betreffen”. Also medizinische Daten etc..

Die Sache mit der Privatisierung

Alles schöne Worte und wenn er sie hält, dann kann er einen guten Start für das neuen  Amt hinlegen. Was mir Bauchschmerzen verursacht? Die privaten Investitionen in das Netz. Wir alle kennen die Privatisierung wichtiger Güter in Deutschland. Da fangen wir bei der Deutschen Bahn an und hören bei den Krankenkassen auf. Es kann funktionieren, muss aber nicht, was wir tagtäglich immer wieder feststellen. Die Bahn macht miese, die Krankenkassen machen ein heck meck zwischen 10 Euro zuzahlen, dann wieder nicht und doch kommt nicht jeder in den Genuß der Medikamente, die er vielleicht benötigt. Das Thema bin ich persönlich Leid. Es ist einer der größten Fehler in Deutschland essentielle Sachen zu privatisieren.

Ich würde mich sogar soweit aus dem Fenster lehnen, um zu behaupten, dass neben dem Verkehrswesen und dem Gesundheitswesen, das Internet heutzutage auf der gleichen Stufe steht. Oftmals nimmt man ohne nicht mehr am öffentlichen Leben teil bzw. weniger, was einerseits schade ist, andererseits das Netz des WWW zu einem notwendigen Bestandteil der Gesellschaft befördert und somit nicht nur geschützt, sondern auch staatlich geleitet werden sollte.

Ich finde es gut, dass Herr Dobrindt große Worte schwingt, in die Richtung auch endlich mal etwas passieren soll und gleichzeitig ankündigt, wie man diese hohen finanziellen Aufwendungen stemmen möchte, die weder der Magenta-Verein noch der Staat aufbringen könnte. Aber somit besteht die Gefahr, dass Investoren Einfluss darauf nehmen können, sonst wird der Geldhahn zugedreht. Also Ablehnung eines Zwei-Klassen-Netz hin oder her – bei einer Privatisierung wird es über kurz oder lang zu einem Zwei-Klassen-Netz führen und das kann nun wirklich nicht Ziel und Zweck des Ganzen sein.

Und ein klares Bekenntnis zur Netzneutralität habe ich im Koalitionsvertrag auch vermisst!!!

Google Suche: Google.com in Deutschland nutzen

Seit kurzem ist es dank einer Chrome Erweiterung möglich, auf google.com nur noch via Hotword “Ok Google” die Sprachsuche aufzurufen. Kein Geklicke oder suchen nach dem Mikrofon-Icon mehr, sondern einfach nur noch losquasseln.

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Allerdings wird man als normaldeutscher Nutzer beim Aufruf von google.com auf die google.de-Adresse weitergeleitet. Der Weg über die Spracheinstellungen kann zwar prinzipiell erstmal gegangen werden, aber auch hier wird man trotz englischen Suchergebnissen zu google.de geschickt.

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Abhilfe schafft hier der Parameter “hl”, welcher den Wert “en” haben muss. What(TF)? Einfach diesen Link hier aufrufen und google.com genießen ;-).

Google Chromecast: Amazon liefert wieder nach Deutschland

Googles Streaming-Stick Chromecast ist wieder bestellbar. Nachdem der Ansturm auf das doch recht preisgünstige Stück Technik sehr groß war und zeitweilig die Verschiffung ins deutsche Land ausgesetzt wurde, darf nun wieder zugeschlagen werden.

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Plus Versand sind wir bei schlappen 53 US-Dollar, sprich rund 40 Euro. Da werde ich sicherlich bei Zeiten auch mal zuschlagen!

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Video: Taubblindheit in Deutschland – Mit den Händen reden

Zwischen der ganzen Technik hier, möchte ich euch mal ein bewegtes Video präsentieren, was vielleicht nicht unbedingt etwas mit IT zu tun hat, aber doch unglaublich faszinierend ist. Es geht um das Thema “Taubblindheit in Deutschland”. Um sich das ganze mal vorstellen zu können – Augen schließen und Ohren zuhalten: beklemmendes bzw. sehr beängstigendes Gefühl, oder?

 

taubblindheit in deutschland

 

Der knapp 15-minütige Film läuft unter dem Label von Spiegel TV und soll darüber aufklären, dass in Deutschland diese Krankheit mehr oder weniger missachtet wird und somit wichtige Unterstützung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. So bleibt Betreuungsarbeit meistens am, wenn vorhandenen, Partner hängen und vieles muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Traurig, wirklich sehr traurig und ein toller Clip über das ernste Thema. Also das Teilen des Videolinks ist ausdrücklich gewünscht…

Videos der Woche: Entstehung von Hochwasser, ein Danke für die Helfer und ein Deutscher zeigt wie Frieden funktioniert

Wer fleißig Nachrichten schaut, hat sicherlich in den letzten Wochen mitbekommen, dass nicht nur Mitteldeutschland in unendlichen Fluten untergegangen ist und Flüsse zu Quadratkilometer großen Seen herangewachsen sind, sondern auch in der Türkei, wo ich Ende Juli für eine Woche in den Urlaub fahren will, ganz gut die Post abgeht. Daher haben sich in den letzten Tagen drei Videos bei mir hier gesammelt, die ich euch nicht vorenthalten will.

Das erste klingt komisch, finde ich aber insofern richtig informativ gemacht – wie vermutlich alle Videos der Maussendung – und sollte jeder mal geschaut haben.

 

Das zweite ist ein Dankeschön-Video, welches viele Bilder zeigt, wie Schwarz und Weiß, Linke und Rechte, Behinderte und Kinder, Alte und Junge Hand in Hand gegen die Wassermassen kämpfen. Bilder, die zeigen, dass in Zeiten der Not weder Religion, noch Hautfarbe eine Rolle spielen, sondern plötzlich alle Courage zeigen und beweisen, dass wir alle ein Land und eine Gesellschaft sind! Spenden für die Hochwasser-Opfer kann man übrigens hier!

 

Das dritte Video kommt aus diesem Beitrag und zeigt ebenfalls Frieden. Dort geht es aber um den Taksim-Platz im Herzen der Türkei, wo ein Deutscher am Freitag eine Nacht des Friedens gezeugt hat. Sein Mittel – ein Klavierflügel!

 

Das Jahr 2013 – Änderungen und Neuerungen in Deutschland

Neuer Tag, neues Jahr und neue Gesetze, Richtlinien und sonstige Dinge des öffentlichen Lebens, die garnicht mal so unwichtig sind zu wissen.
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