Spiegel Online: “Die vergessenen Krisen”–meine Meinung

Ich habe heute mal was ganz anderes für euch aus dem Netz. Ich bin nämlich ein Mensch, welcher ab und an versucht, die Zeit für sich selber zu stoppen. Die Welt da draußen dreht sich unglaublich schnell und täglich wühle ich mich durch knapp 50 Feeds und lese bzw. überfliege hunderte von Artikeln in der Mittagspause, auf dem Arbeitsweg, im Fitnessstudio und vor dem Zubettgehen. Inhalte, Beiträge, Kritiken, Meinungen, Ereignisse! All das muss der menschliche Kopf verarbeiten. Oftmals passieren in der Welt schlimme, gar katastrophale Dinge, die durch die Medien heruntergespielt, aufgebauscht, ausgewertet und analysiert werden.

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Aber es gibt meistens noch einen Hintergrund. Ein Nachleben nach dem Ereignis. Und genau hier versuche ich mir einmal in der Woche einen Artikel herauszunehmen und mir ein wenig Zeit zu nehmen um darüber zu lesen, wie es Menschen nach Katastrophen, ob Natur oder Menschen daran schuld sind, geht und wie sie ihren Alltag meistern oder wiedergefunden haben.

Beispiel? Haiti 2012. Ein starkes Erdbeben hat nicht nur hunderttausenden das Obdach genommen, sondern auch über 220.000 das Leben. Die Medien berichteten tagelang darüber, aber irgendwann hängt es den Leuten aus dem Hals und das Medieninteresse wird weniger. Spenden wurden gesammelt, aber wurden sie überhaupt für den Wiederaufbau verwendet? Und wie viel wurde schon wieder aufgebaut? Wer sind die tollen Helferlein dahinter? Und was für einzigartige Heldentaten gab es eigentlich seither. Menschen, die über sich hinaus wachsen, um für ein besseres Land, für eine bessere Wirtschaft und vor allem für ein besseres soziales Leben zu kämpfen. Dies alles interessiert die Medien nur noch vereinzelt. Ist ja auch nicht spannend für die Masse an Zuschauern.

 

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Für mich schon. Oder anders ausgedrückt: für euch vielleicht auch. Denn man kann nicht nur viel aus solchen Ereignissen und deren Folgen lernen, sondern auch verstehen, wie man in solchen Situationen handeln muss. Deshalb verweise ich mit großer Empfehlung auf den Spiegel und auf eine Seite mit dem Thema “Die vergessenen Krisen”. Die Reporter dort beschäftigen sich alleine mit den Folgen von Krisen, schlimmen Katastrophen und Ereignissen. Ich für meinen Teil picke mir jede Woche ein Ereignis heraus und belese mich dazu nochmals eine halbe Stunde. Was war nochmal? Wie war der Ablauf? Wurde ein Schuldiger gefasst? Was ist aus den Angehörigen, Opfern und mit den Schuldigen passiert? Oder was wurde nach einer Naturkatastrophe im Land gemacht? Welche Warnsystem gibt es für die Zukunft um bestimmte Sachen zu vermeiden? Und und und…

Nicht nur sehr interessant, sondern es sollte zu unserer gebildeten Kultur gehören, dass wir uns auch mit den hässlichen Dingen des Lebens beschäftigen. Auch wenn mal keine Super-Katastrophe im Fernsehen auseinandergenommen wird…

(Bildquelle: Screenshots)