Samsung Galaxy S4: meine längst überfällige Meinung

Seit nun zweieinhalb Wochen halte ich das Samsung Galaxy S4 in meinen Fingern und habe noch gar nicht meine Meinung dazu geäußert.

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Kurze technische Daten vorweg, damit ihr nochmal einen Eindruck von der Power von diesem Stück Technik bekommt:

  • zwei Farben – Black Mist und White Frost
  • 2 GB Arbeitsspeicher
  • LTE-fähig auch in Deutschland
  • FullHD-AMOLED-Display mit 441ppi und 5 Zoll Diagonale
  • 2.600 mAh Akku
  • 13 MP Kamer hinten und 2 MP vorne
  • Snapdragon 600-Quadcore-Prozessor
  • an Bord sind 16 GB interner Speicher, erweiterbar via MicroSD
  • Android 4.2.2

…und eigentlich will ich es kurz und schmerzlos machen – eine klare Kaufempfehlung! Zwinkerndes Smiley

Vielleicht noch vorher ein kurzer Abstecher zu meiner Smartphone-Vorgeschichte. Ich hatte bis zum 31. April ein Samsung Galaxy S2 in zweijähriger Benutzung und war rundum zufrieden. Einzig die Tatsache, dass man nach zwei Jahren als Informatiker und IT-Blogger mal das Smartphone wechseln sollte und sich die Gelegenheit eines neuen Premium-Gerätes nun gab, hat mich zu dieser Kaufentscheidung getrieben.

Ich hatte im März die Live-Show fleißig verfolgt und war schon angetan von dem Weg, den Samsung einschlägt. Denn Samsung hat das gleiche Problem wie Apple – man erwartet Jahr für Jahr Innovationen der Premiumklasse. Dass Apple die seit einiger Zeit nicht mehr liefert, dürfte kein wirkliches Geheimnis sein, aber auch Big Player Samsung kann nicht jedes Jahr immer und immer wieder alles toppen. Das funktioniert in der Wirtschaft nicht und wird auch so in der Technik niemals klappen. Umso schöner empfand ich es, dass Samsung mit seinem neuen Flaggschiff Akzente in der Hardware setzt, diese aber “nur” zeitgemäß sind und die wirklichen Killerfeatures in die Softwareschiene legt. Dienste! Dienste, die dem Benutzer das Leben erleichtern sollen, ihn unterstützen sollen und auch die Bedienung des Smartphones vereinfachen sollen.

Die einzelnen Funktionen werde ich allerdings jetzt nicht nochmal aufbröseln. Wenn es euch interessiert, dann schmeißt die Blogsuche an. Ein paar Sachen sind schon vorgestellt worden, vieles folgt aber noch.

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Kommen wir zu einigen Sachen, die mir etwas dumpf auf den Magen aufgeschlagen sind:

  • Das Display – ist draußen nicht wirklich der Brüller. Umso heller und sonniger es draußen wird, umso weniger kann ich auf dem Bildschirm erkennen. Und ich möchte meinen Akku nicht gleich leer haben, nur weil ich das Display auf 100% Bildschirmhelligkeit stellen muss. Also bitte! Minuspunkt!!!
  • Kommen wir zu etwas, was ich normalerweise bei Samsung nie kritisieren musste – die Standardtastatur. Mal ehrlich, ich habe mich unglaublich oft verschrieben und auch das swypen war nicht der Knaller. Ein Grund mal wieder zurück zu Swiftkey zu wechseln, die ich an dieser Stelle übrigens richtig doll ans Herz legen kann. So gut und schnell habe ich selten in meinem Leben geschrieben – Eingewöhnungsphase vorausgesetzt!
  • Die Standardgalerie könnt ihr übrigens ebenfalls knicken. Seit ich das erste Mal mein Galaxy angemacht habe, habe ich nicht einmal eine ordnungsgemäße Galerieansicht gehabt. Die App steigt – vermutlich an der schieren Datenmenge – einfach aus. Empfehlung an dieser Stelle die Medien-App QuickPic, die ich hier schon einmal erwähnt hatte.

Drei Punkte, die meines Erachtens nicht sein müssen und die man gut beheben kann. Zu mindestens die letzten beiden kann man sicherlich noch einmal softwareseitig updaten.

Ansonsten gibt es natürlich auch schöne Punkte zum erwähnen. 13 Megapixel starke Kamera mit einigen tollen Funktionen, die Kollege Sebastian von howiseeit in einem schönen Beitrag mal zusammengefasst hat.

Desweiteren läuft es einfach rund, es macht immer wieder Spaß Videos auf dem FullHD-Display zu schauen, auch die LTE-Fähigkeit kann ich hier dank Vodafones starkem Netz in Berlin gut ausnutzen und auch der Akku macht einen guten Tag mit.

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Apropos Akku. 2.600 mAh sind natürlich eine hohe Zahl. Allerdings darf man auf den ersten Blick auch das große Display nicht vergessen, welches viel Strom frisst. Trotz allem komme ich mit der Ladung einmal komplett über den Tag und habe das Gefühl, dass es deutlich länger hält als mein altes Samsung Galaxy S2.

Vielleicht noch ganz sinnvoll zu wissen. Das S4 hat die gleichen Maße wie sein Vorgänger, das Samsung Galaxy S3. Allerdings hat man einzig weniger Rahmen und mehr Display ermöglicht bekommen und kriegt dadurch die magischen 5 Zoll hin. Auch die Größe ist ja immer mal wieder ein großer Kritikpunkt bei Konsumenten,a ber ich muss sagen, dass die 5 Zoll für meine Hände irgendwie ideal sind. Man hat kaum, dass man in eine App mit seinem rechten Daumen ganz oben in die linke Ecke kommen muss und oftmals bediene ich mein Smartphone auch mit zwei Händen, was solche Diskussionen dann überflüssig macht.

Fazit

Wer ein Samsung Galaxy S3 sein eigen nennen kann, der sollte nicht wechseln. Denn die wirklichen revolutionären Punkte liegen in der Software und werden sicher bald für das S3 nachgeliefert. Hardwaretechnisch hat sich wie gesagt nicht viel getan und klare Kaufempfehlung für alle, die umsteigen wollen, aber noch kein S3 besitzen. Ich jedenfalls bin sehr glücklich mit dem Gerät und möchte es nicht wieder hergeben Zwinkerndes Smiley.