Samsung Galaxy S4: ein Vorvoreindruck

So Freunde der frühen Morgenstunde. Ich war nun gestern auf der ultimativen Android-Session in Berlin Mitte beim 4010 Telekom-Shop und konnte mir ein erstes Bild des neuen Flaggschiffs aus dem Hause Samsung machen. Vorweg gesagt, ich hatte es nicht in der Hand. Es war viel los, ich wenig Zeit und mit meinem Heuschnupfen kann ich sowieso die brillanten Farben des Displays gerade nicht erkennen.

Sei´s drum, ich mach trotzdem nochmal ein Rundgang. Vieles ist bekannt, vieles wurde gestern noch beantwortet und alles weitere folgt dann, wenn ich das Teil selber in der Hand habe.

Das Objekt…

Das Gerät und seine Speccs wurden nun schon in New York vorgestellt und auch gestern wurden die Infos nur so heruntergerattert. Warum? Weil sie Evolution statt Revolution sind und Samsung in vielen Sachen zeitgemäß rangerückt ist, den Fokus aber eher auf die Software gerichtet hat. Man muss sich ja schließlich von der Konkurrenz abheben. Weltweiter Start ist übrigens am 27. April, also morgen!

Die Eigenschaften…

Da hätten wir zum einen die Farben Black Mist und White Frost im Angebot, die später durch weitere Farben ergänzt werden sollen. Meine Wahl für mein Gerät fiel übrigens auf Black Mist, falls die Frage im Raum stehen sollte. Das Display ist ein Full HD-Display mit 441ppi und einer 5 Zoll Diagonale. Was ich beeindruckend fand und gestern nochmals erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass sich das Gehäuse selber garnicht vergrößert hat. Lediglich der Rahmen ist kleiner geworden und das eigentliche Display größer. So sollten S3-Nutzer also keine Probleme haben. Nur wir ehemaligen S2-Nutzer haben dann plötzlich eine größere Ausbeulung in der Hosentasche. Jau, 13 Megapixel Kamera hinten und 2 Megapixel vorne klingen sehr zeitgemäß, zudem charmante 2 GB Arbeitsspeicher und das Betriebssystem Android in aktueller Version 4.2.2.

Gesprächsstoff gab es damals im Anschluss an die New Yorker Präsentation, welcher Prozessor denn nun eigentlich verbaut wird. Zur Auswahl standen/stehen der Snapdragon 600-Quadcore und der Exynos 5-Octacore aus dem Hause Samsung. Allerdings ist letzteres noch garnicht so lange aus der Entwicklungsphase heraus und man wird vermutlich die schier große Anzahl an Vorbestellungen nicht beliefern können und zum Snapdragon 600 als Alternative greifen. Wie Samsung die Woche bereits erwähnte und auch gestern nochmals betont wurde, nehmen sich die beiden nichts. Der Exynos 5 ist zwar in Benchmark-Werten ein wenig besser, aber für den Benutzer weder spürbar noch wirkliche Folgen für die Akkuleistung.

Ein weiterer Punkt waren gestern noch die verbauten zehn Sensoren (Normalos haben vier bis fünf), die je nach Anwender wirklich gebraucht werden oder eben nicht. Zu mindestens sind sie vorhanden.

Last but not least die Akkuleistung von satten 2.600 mAh. Dazu wurde gestern ein Vergleich der ersten ultimativen Android-Session herangezogen, wo das Samsung Galaxy S vorgestellt wurde mit knappen 1.500 mAh. Niedlich.

Die Methoden…

Wie bereits erwähnt, legt Samsung in Sachen Hardware nach, aber in Sachen Software vor und da kamen gestern noch einige Sachen ans Tageslicht, die ich in New York entweder nicht verstanden oder überhört habe oder nicht gezeigt wurden. Aber der Reihe nach.

Group Play ist eine coole Sache. Du startest eine App (namens S Group Play vermutlich), startest dort einen Musiktitel und agierst praktisch wie eine WLan-Hotspot. Nun können andere ebenfalls die App starten und dieser Musikwiedergabe beitreten und ihr eigenes Smartphone wird zur Client-Box. Cooles Feature ist zudem, dass der Admin die Lautstärke der anderen Geräte steuern kann. Das Prinzip selber finde ich genial, denn oft hat man am Strand (apssend zum kommenden Sommer) das Gefühl das eigene Telefon ist sehr leise und man würde einzig durch Masse einen höherer Lautstärke provozieren können. Übrigens können bis zu 10 Geräte beitreten. Plus Hostgerät also 11 Lautsprecher.

Air View. Auch Air View wurde gestern gezeigt. Man muss praktisch nicht mehr das Display anfassen, um es zu bedienen, sondern auch leichtes Darüberschweben reicht schon. Perfekt also für die Bedienung durch Handschuhe oder mit fettigen Pfoten.

 

Ebenfalls geil (und darauf freue ich mich als Blogger total) ist die Funktion Multi-Window, die ich vom Galaxy Note her schon kenne. Sagt praktisch schon das aus, was es ist, nämlich das gleichzeitige Öffnen von zwei Apps nebeneinander. Möglich macht es das große Display und ich hoffe, dass viele Apps das bereits unterstützen. Zu mindestens Google Maps und Google Chrome wurden gestern zur Demo herangezogen und haben das perfekt hinbekommen.

Jau, die ganze Kamerasoftware wurde nochmals durchgegangen und angepriesen. Dual-Camera, sprich du schneidest dich auf das Familienfoto rein ohne jemals drauf gewesen zu sein, die Möglichkeit Personen aus Bildern zu retuschieren und das Aufnehmen eines Tons mit einem Bild zusammen waren die Hauptfeatures. Letzteres kann übrigens erstmal nur auf einem S4 wieder geöffnet werden, da es ein neues Datenformat ist. Das Resultat dieser Funktionen liefere ich euch aber dann nach, wenn mein Gerät da ist und ich das selber getestet habe.

Auch S Translator war gestern ein kurzes Thema, was ja nun der Pendant von Samsung auf Google Translate ist. Zudem gibt es einiges an Zubehör: Flip Cover, Charging Kit und und und, welches ich aber zu gegebener Zeit nochmals vorstellen werde.

Dann gab es noch eine pfiffige Idee, von der ich auch sehr überzeugt und begeistert war. So gibt es in den Ton-Einstellungen des S4 die Möglichkeit einen Hörtest zu machen. Da geht es allerdings weniger darum, nicht gehörte Tonlagen dem nächsten Ohrenarzt zu melden, sondern vielmehr darum, dass sich euer Device euren Hörfähigkeiten anpassen möchte. Kannst du also tiefe Töne nicht hören, dann liefert er dir Musikstücke in höheren Tonlagen aus. Also ehrlich gesagt, sowas hab ich noch nie gehört oder gesehen (geschweige daran schonmal gedacht) und bin ich richtig gespannt drauf.

Meinung

Joar…ich denke das war alles. Neben Getränken und Snacks gab es dann gestern noch die Geräte, wozu ich allerdings durch meine allfrühlingshafte Allergienwelle so garkeine Lust auf Anstehen mehr hatte und die haptischen Eindrücke dann mit meinem eigenen Geräte nachliefere.

Sieht auf jedenfall nicht nur toll aus, sondern auch die live gesehenen Funktionen überzeugen mich voll und ganz von Samsung als meine Nummer eins in Sachen Smartphone. Wie sich das ganze dann anfühlt, folgt…