Roboform: Review nach drei Monaten Nutzung

Als ich in Berlin bei meinem neuen Arbeitgeber anfing, wurde mir gleich am ersten Tag das Tool Roboform ans Herz gelegt. Bis dato war ich wirklich jahrelang mit Lastpass unterwegs.

roboform

Um es kurz den fragenden Gesichtern zu erklären. Beide Dienste dienen dazu eure Passwörter sicher abzuspeichern. Generell gilt ja: umso länger und komplexer dein Passwort ist, umso besser kannst du nachts schlafen. Und damit meine ich nicht die schwachsinnige Idee 4321 sei viel sicherer als 1234. Allerdings hat der menschliche Kopf auch so seine Tage, wo er Sachen vergisst und das wollen sowohl Lastpass als Roboform vermeiden. Sprich einloggen, Benutzerdaten bei einem der beiden Dienste sichern lassen und beim nächsten Mal einfach Autoausfüllen oder aber gleich automatisch anmelden lassen.

Keine Frage, Lastpass macht einen guten Job, aber Roboform eben aus meiner Sicht einen besseren. Vorweg muss man fairerweise dazu sagen, dass mich Roboform jährlich Geld kostet. Lastpass hingegen ist so gesehen in der Nutzung erstmal kostenlos. Bei Roboform bezahle ich das erste Jahr rund 8 Euro und danach etwa 17 Euro. Bei Lastpass bekäme man für 1 Euro pro Monat, sprich 12 Euro im Jahr ebenfalls eine Jahreslizenz.

roboform everywhere

Ausschlaggebend für mich bei der Umstellung von Lastpass zu Roboform war die mobile Nutzung des Dienstes. Während Lastpass einen Online-Tresor bietet auf den man mittels Browser-Apps Zugriff erlangen kann, bietet Roboform eine komplette Plattform die sich mittels des hauseigenen Dienstes Everywhere mit allen Clients stetig automatisch synchronisiert. Passwort oder Formulardaten am Browser eingespeichert, kann ich es fünf Minuten später auf dem Weg zum Beispiel zur S-Bahn mobil wieder nutzen. Vom Smartphone oder Tablet, egal ob Android, iOS, Blackberry, Palm, Symbian oder Windows Mobile.

Das Tolle: nicht nur Browserdaten lassen sich speichern, sondern auch von Windows/Mac OS X selber. Eine bekannte RDP- Verbindung? Roboform füllt mir das selber aus und meldet mich an. Arbeit? Gleich null.

Zudem existieren Apps für Android,

[appbox googleplay com.siber.roboform]

iOS,

[appbox appstore 331787573]

Windows Mobile, Blackberry, Palm und Symbian. Da der Standardbrowser der mobilen Betriebssysteme noch keine Plugins, Extensions oder Addons kennt, realisiert Roboform das ganze über einen eigenen Browser. Dieser erscheint, zumindestens bei Android, bei der Auswahl, wenn ich einen Link öffnen möchte (soweit kein Standard eingestellt wurde).

In diesem läuft dann alles wie gewohnt. Formulardaten können abgespeichert, ausgefüllt und neue Passwörter bei Neuregistrierungen generiert werden. Lastpass? Bietet zwar eine App gegen den Preis von einem Euro pro Monat, allerdings ohne Browser. Praktisch nur als Ablagefläche, wo drauf zugegriffen werden kann. Daten können eingesehen werden, müssen aber manuell in deinem mobilen Lieblingsbrowser eingefügt werden. Klingt mir die Art und Weise von Roboform irgendwie gemütlicher.

roboform einstellungen

Mobile Nutzung, Windows Formsausfüllung und viele, viele Einstellungsmöglichkeiten sind die größten Vorteile von Roboform gegenüber Lastpass, so meine Meinung und DESHALB bin ich Roboformer geworden ;-).

Dieser Beitrag ist hier kein Argument und auch keine Du-musst-wechseln-Meinung, sondern soll dich nur darauf aufmerksam machen, dass es diese beiden Dienste gibt. Sie sind schön, sie machen so ziemlich das gleiche, aber für meine Nutzung hat Lastpass irgendwann nicht mehr gereicht und ich bin eben zu Roboform gewechselt. Und wer mich kennt und hier fleißig liest, der weiß, dass ich für gute Dienste und Software auch mal eine Münze springen lasse, solange es mir einen Mehrwert bietet. Und das tut Roboform in höchster Manier!

One Response to “Roboform: Review nach drei Monaten Nutzung”

  1. […] sich großer Beliebtheit. Zudem waren wieder viele verschiedene Themen im Programm. Ich hab den Roboform Review endlich mal geschafft, “Der Schlussmacher” war scheinbar ein Kracher, ich habe eine neue […]