Lohnt sich eine Soundbar wirklich? Soundbar vs. 5.1. System

Kompakte Soundbar oder echtes 5.1-Surround-System? Das kann nicht pauschal entschieden werden, sondern hängt immer von den persönlichen Anforderungen ab, die an eine Audiolösung gerichtet werden. Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile beider Systeme analysiert und zeigen ihre Stärken und Schwächen auf.

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Fakten-Check: Vor- und Nachteile einer Soundbar

Vorteile: Einfachheit, guter Stereo-Klang und ansprechendes Design bei gutem Preis

Soundbars zeichnen sich meist durch eine sehr einfache Inbetriebnahme und Bedienung aus. Einfach Netzstecker und Signalkabel verbinden – fertig. Die Bedienung erfolgt dann einfach mit der mitgelieferten Fernbedienung oder direkt über das Fernsehgerät. Im Stereomodus ist die Soundqualität ausreichend, um ein anständiges Upgrade im Vergleich zu den meisten internen TV-Lautsprechern zu schaffen. Die Kombination aus Hochton- und Tiefmittentonlautsprecher, auf die viele Hersteller bei Soundbars setzen, macht einen externen Subwoofer nicht zwingend notwendig. Designtechnisch lassen sich die Hersteller etwas einfallen, die Optik vieler Soundbars ist sehr ansprechend, auch eine Wandmontage ist oft problemlos mit Hilfe der im Lieferumfang enthaltenen Wandhalterung möglich. Viele Soundbars verfügen über drahtlose hintere Lautsprecher oder Subwoofer, grundsätzlich sind Soundbars vieler Hersteller einfach von 2.1 oder 3.1 auf 5.1-Surround-Sound erweiterbar. Auch der Preis kann ein Argument sein, schließlich sind brauchbare 2.1-Soundbars schon ab rund 200 Euro erhältlich.

Nachteile: Klang hat Grenzen, oft begrenzte Anschlussmöglichkeiten

Aber eine Soundbar ist nicht für jeden Nutzer geeignet. Oftmals hat der Klang auf kleinstem Raum Grenzen. Ein virtueller Raumklang kann zwar ganz nett sein, wird ein richtiges 5.1-Surround-System aber niemals erreichen können. Für größere Räume ist eine Soundbar aufgrund der begrenzten Ausgangsleistung auch nur sehr bedingt geeignet. Viele Soundbars beschränken sich hinsichtlich ihrer Anschlussmöglichkeiten auf einen oder zwei optisch-digitale Eingänge, oft fehlen analoge Anschlussmöglichkeiten oder ein HDMI-Anschluss.

Fakten-Check: Vor- und Nachteile eines 5.1-Surround-Systems

Vorteile: Gute Klangqualität, hohe Ausgangsleistung, viele Anschlussmöglichkeiten

5.1-Surround-Systeme können in der Regel mit einem guten Klang im Stereo- und Surround-Betrieb überzeugen. Ein Subwoofer, zwei vordere und hintere sowie ein mittig platzierter Lautsprecher sorgen bei Spielfilmen und Spielen für einen nativen Raumklang. Bei Musik in Stereo kann man nur die vorderen Lautsprecher ansteuern und in 2.1 oder 3.1 hören. 5.1-Surround-Systeme verfügen meist über eine ausreichende Ausgangsleistung, um auch in größeren Räumen eingesetzt werden zu können. Die Auswahl und Anzahl an Anschlussmöglichkeiten ist meist groß, so sind ein 3,5-mm-Klinke-Anschluss, Cinch, 6-Kanal-Direct, Koaxial und ein oder zwei optisch-digitale Eingänge (TOSLINK) keine Seltenheit. Deshalb zeigt sich ein solches System sehr kommunikativ, Smartphone oder Tablet, Spielkonsole, PC und mehr können oftmals gleichzeitig angeschlossen werden. Nur mit sechs dedizierten Lautsprechern kann man die Audioformate Dolby Digital 5.1 und Dolby Pro Logic II genießen.

Nachteile: Platzbedarf, Kosten und viele Kabelverbindungen

5.1-Surround-Systeme sind meist schwer und groß, deshalb muss man entsprechend Platz zur Verfügung stehen haben. Auch wenn einige Systeme drahtlose Lautsprecher bieten, setzen die meisten Systeme auf die klassische Kabelverbindung – der Aufbau gestaltet sich damit komplizierter, auch fallen Kabelverbindungen an. Ein gutes 5.1-Surround-System ist meist teurer als eine Soundbar, allerdings ist es auch eine Investition in die Zukunft.

 

Mehr Informationen auf: www.soundbar.test.net

 

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