Googles neue Nexus-Flotte: Details, Verfügbarkeit und Preise

Während nun die Amerikaner um ihre Häuser im grossen New York und auch an der restlichen Ostküste der US of A bangen müssen, hatte Google eigentlich vor, am gestrigen Abend ein Event der Superlative abzuhalten. Hurrikan „Sandy“ zwang die Kalifornier nun zum Abblasen der Presskonferenz, da diese in einem Evakuierungsbereich stattfinden sollten. Wie sollte es inzwischen auch anders sein, sind am Wochenende viele, viele geleakte Details in meinem Feedreader rund um die neuen Highlights aus dem Googlschen Lager aufgetaucht. Grund genug also für Google, statt auf einen anderen Termin für die Ankündigungen zu setzen, die Neuigkeiten einfach pur per Blogpost rauszukloppen.

Also was haben wir dabei: neue Geräte, Google Music bald in Deutschland und joar, Android in Version 4.2 ;-). Aber der Reihe nach.

Zunächst gibt es nach Microsofts Surface und dem iPad Mini weitere Tablets und Smartphones für den geneigten Kunden, der im Weihnachtsgeschäft sich mit solchen eindecken möchte.

Nexus Flotte

Google Nexus 7

Google bringt zusammen mit Hersteller ASUS das Google Nexus 7. Ein 7-Zöller, der mit 16 GB für 199 Dollar und mit 32 GB für gute 248 Dollar zu haben ist. Unter der Haube läuft erstmals Android in Version 4.2. Richtig nice finde ich auch die Möglichkeit neben einem WiFi-only Gerät eines mit Mobilfunkmodul zu kaufen. Aufpreis sind lediglich 50 Dollar und damit ist das Nexus 7 gute 30 Dollar günstiger als das iPad Mini, welches keinerlei 3G-Funktionen mitbringt.

Google Nexus 4

Richtig gelesen, 4 Zoll Smartphone aus den koreanischen Werken von LG und unter dem Label von Google. 4,7 Zoll großer Bildschirm mit 1280×768 IPS Display (320 ppi), mit entweder 8 oder 16 GB internen Speicher, Android 4.2, Quadcore Snapdragon S4 Pro mit 1,5 GHz Taktung, 2 GB RAM und einer 8 MP Cam hinten und 1,3 MP vorne. Alles Daten, die der Zeit angemessen sind. Was aber richtig sexy klingt und ja, da habe ich auch gerade meine Finanzen gecheckt, ist die Tatsache, dass das Nexus 4 völlig drahtlos kommunizieren soll. So ist das Aufladen via entsprechendes Ladegerät drahtlos möglich, indem es einfach nur auf die Fläche gelegt wird. Ein entsprechendes Ladegerät gehört zwar nicht zum Lieferumfang, aber da sich Google wie Nokia an den QI-Standard halten, dürften hier so ziemlich alle standardisierten Geräte funktionieren. Ebenfalls beherrscht es den Standard Mirrorcast Wireless Display, womit kompatible Fernseher drahtlos angesteuert werden können. Preise? 16 GB schlagen mit 299 Dollar auf und das 32 GB Modell gibt es ab 349 Dollar.

Google Nexus 10

Noch ein Tablet, aber mit einer Bildschirmdiagonale von 10 Zoll und in direkter Konkurrenz zum iPad aus dem Appleschen Lager. Denn mit einer Pixelauflösung von 2560 x 1600 Punkten und einer Pixeldichte von 299 PPI schlägt es das Retina-Display von Apple um einiges (2048 x 1536 mit 264 Punkten pro Pixel). Als Motor dient der Dualcore-Prozessor mit dem starken ARM Cortex-A15 Chip und die Pixel des Bildschirms werden vom Quadcore-Grafikprozessor Mali T604 GPU gesteuert. Zudem gibts, natürlich, auch Android in Version 4.2. Akkulaufzeit soll neun Stunden bei laufenden Videos betragen und Standby-Zeit etwa 500 Stunden. Hersteller des kleinen Wunderknaben ist mein Lieblingsverein Samsung und zudem verfügt das Nexus 10 über Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite. Weitere Specs: leider nur WiFi-only, dafür aber satte 2 GB RAM.

Joar, irgendwas vergessen? Die Preise! 16-GB-Version kosten 399 Dollar und das 32-GB-Modell wird mit 499 Dollar zu Buche schlagen. Finde ich preislich echt unschlagbar, was Google da mit Support der Hardwarehersteller bietet.

Fazit:

Wahnsinn. Nach Apple und Microsoft zieht nun auch Google wieder nach und haut Geräte aus dem Boden, dass ich jetzt schon weiß, dass viele Bekannte pünktlich zu Weihnachten im nächsten Monat mich fragen werden, welches denn nun das bessere Gerät sei. Apple brauchte eine unglaubliche Keynote mit „amazing“ Ankündigungen, Microsoft nutzte ebenfalls die Bühne und Google? Google postet seine Werke einfach mal in einen Blogpost und zeigt, dass man keine große Show braucht um Weltklasse-Geräte in die Medien zu bekommen. An dieser Stelle also mal ein großes Lob und möge der bessere das Weihnachtsgeschäft für sich entscheiden.

Alle Geräte werden vermutlich in Euro ebenso viel kosten, wie in Dollar und am 13. November zumindestens in der USA und Kanada im Laden stehen. Lässt sich nur hoffen, dass die Verfügbarkeit in Deutschland ähnlich schnell gegeben wird.

One Response to “Googles neue Nexus-Flotte: Details, Verfügbarkeit und Preise”

  1. […] Neben der neuen Nexus-Flotte , war natürlich riesen großes Hightlight am gestrigen Abend auch die neue Version 4.2 vom mobilen Betriebssystem Android. Wohlgemerkt 4.2 und alter wie neuer Codename Jelly Bean. Kein Key Lime Pie! Ich nehme stark an, dass diese Süßigkeit dann Version 5 im kommenden Jahr abbekommen wird. […]