Google Glasses: Was ist das und warum ich so begeistert davon bin!

So, widmen wir uns Sonntagnacht doch nochmal einem Thema zu, welchem ich (und damit stehe ich sicherlich nicht alleine da) die nächste Ära der Informations-Technologie zuschreibe: Google Glass.

Google Glass

Was ist Google Glass?

Google arbeitet schon einige Zeit an einer Möglichkeit dem Nutzer die Infos, die er auf seinem Smartphone sieht, auch direkt auf das Auge zu geben. Klingt komisch, ist aber eigentlich ganz cool. Denn wie oft muss ich am Tage auf mein Smartphone gucken, es herauskramen und einschalten, um zu wissen, ob ich wichtig bin oder nicht. Meine Antwort: oft. Zu oft! Google Glass soll dieses Manko ändern und beschreibt lediglich eine Art Brille oder wie Wikipedia formuliert, “am Kopf getragenen Miniaturcomputer[…]”, mit dem es möglich ist, Informationen direkt in das Sichtfeld des Nutzers zu beamen. Wenn euch die Augmented Reality (erweiterte Realität) ein Begriff ist, dann wisst ihr was ich meine.

Kurz gesagt, schaut euch das Video an und damit sollte klar sein, was Google Glass im groben sein soll:

 

Was soll Google Glass können?

Google Glass reagiert nur auf Stimmeneingabe. Sprich du sagt (derzeit noch) “ok glass” und dann deine gewünschte Frage oder Tätigkeit. Zum derzeitigen Zeitpunkt kann die Datenbrille

  • Fotos schießen
  • Videos aufnehmen
  • Inhalte live teilen bzw. Hangouts starten
  • Navigation
  • SMS via Spracheingabe versenden
  • Google Now Frage und Antwort stehen
  • Sprache übersetzen
  • und die typischen Google Now Funktionen, sprich Infos wenn Google denkt, du kannst sie gerade brauchen (Reminder, Staumeldungen für den Heimweg und und und, einfach mal Google Now hier im Blog suchen)

(Quelle: http://www.google.com/glass/start/)

 

App, API und Speccs

Zum derzeitigen Zeitpunkt gibt es eine App names MyGlass im Google Play Store, die allerdings für Nichtbesitzer recht wertlos ist und das passende Konfigurationstool für die Datenbrille auf eurem Android-Device sein soll.

 

[appbox googleplay com.google.glass.companion]

 

Ebenfalls gibt es eine API für Entwickler, die man hier findet. Weiterer Punkt sind die Spezifikationen, welche in den Early Birds verbaut sind. So soll das Display eine Diagonale von 25 Zoll vermitteln, Fotos mit 5 Megapixeln geschossen und Videos in 720p gedreht werden können. Auftretende Töne werden übrigens mittels Bone Conduction Transcuder direkt auf den Schädelknochen übertragen. Klingt abgefahren, aber unglaublich interessant. Mehr Infos zu der Technik bietet Wikipedia.

Verbunden wird Google Glass via WLan oder Bluetooth mit eurem Android-Device, 16 GB gibt es als Flashspeicher, wovon satte 12 GB genutzt werden können. Zudem soll der Akku, wie  Smartphone gewöhnlich, bei normaler Nutzung (Definitionsfrage!) einen Tag halten und kann über Micro-USB aufgeladen werden.

 

Wann gibts Google Glass zu kaufen?

Vor wenigen Monaten gab es eine große Ausschreibung, wo Menschen aus aller Welt mit einem Grund, warum sie Google Glass gerne testen würden, sich melden konnten und für rund 1.500 € die Chance hatten, eine zu bekommen. Nun also sind die ersten Geräte der Explorer-Edition verschickt worden und bisher gab es nur gutes Feedback im Netz zu lesen. Google verbietet ein Verkaufen der Geräte auf eBay und Co. und wird auch Werbung in entwickelten Apps erstmal nicht zulassen, so die offiziellen Richtlinien.

Google Glass befindet sich also in einer ersten Testphase mit Menschen, die nicht zu Google gehören. Das heißt, es geht voran, aber es wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis Status Marktreife erreicht ist. Laut einigen Quellen im Netz soll es schon nächstes Jahr soweit sein. Bleibt nur die Frage, wie erschwinglich das für den Otto-Normalverbraucher sein wird. Denn Cindy aus Marzahn hat keine 1.500 € für eine neumodische High-Tech Brille.

Google Glass Brille

 

Meine Meinung zu Google Glass und warum ich so begeistert davon bin

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das erste Mal von Google Glass gehört hatte. Aber als mir bewusst wurde, dass dieses Konzept nicht nur Hirnspielerei ist, sondern Wirklichkeit werden kann, da war ich Feuer und Flamme für dieses Projekt. PCs haben Rechenschieber abgelöst, Laptops die PCs, Tablets und Smartphones die Laptops und vermutlich wird Google Glass jegliches Gerät in den Schatten stellen, was wir kennen. Denn plötzlich müssen wir nicht mehr ständig in der Hosentasche nachgucken ob Freund A geschrieben hat oder Freund B angerufen oder Freund C meinen Status auf Facebook geliked hat. Wenn es mich wirklich interessiert, dann will ich es auch aufs Auge bekommen!!!

Seit ich mit Google Glass in meiner Familie (Freunde sind zumeist genauso begeistert, daher schlechtes Beispiel) reingestoßen bin und davon erzählt habe, habe ich an vielen Punkten Kritik bekommen. Zu nervig wäre doch das ständige Aufpoppen von Nachrichten oder Facebook Stati. Aber Leute, alles eine Frage der intelligenten Konfiguration! Ich habe zuhause zwei Windows 8 Geräte herumstehen und ärgere mich jedesmal wenn Buggy-Windows es nicht hinbekommt, meine Twitter-Feeds zu aktualisieren und mir als Benachrichtigung oben rechts anzuzeigen. Ich bin ein Mensch, der sich nicht davon ablenken lässt. Ich kann auch so arbeiten, auch wenn mal eben was aufpoppt. Ist es wichtig? Dann merke ich mir das und navigiere im Anschluss nach meinem Gedankengang dahin. Interessiert mich nicht? Dann halt nicht. Und wenn ich meine Ruhe haben will? Dann beende ich die Anwendung einfach oder entziehe ihr mal flott die Rechte, Benachrichtigungen zu senden. Und wenn das schon bei Windows geht, wird Google das sicherlich (natürlich benutzerfreundlicher) auch hinbekommen.

Was allerdings viel mehr Coolness bei Google Glass genießt, ist nicht das Aufpoppen von irgendwelchen Nachrichten/E-Mails und Co., sondern vielmehr die Augmented Reality. Wie praktisch ist es neben dem Alex in Berlin zu stehen, hoch zu schauen und sofort seine Höhe und weitere Eckdaten zu sehen. Kein Handysurfen, kein Suchen, kein Tippen. Google denken und tun lassen. Oder am Morgen einfach herausschauen und die Temperatur zu sehen. Kein Suchen eines Thermometers, welches an unmöglichen Orten hängt, sondern schnell und knapp die Information. Bams! Ihr merkt schon, ich bin begeistert. Und ich zähle mich gewiss zu den Menschen, die die Brille als erstes im Dauereinsatz haben werden.

Der nächste Hype in der IT-Welt steht bevor und wir alle sind mittendrin. Dies also ein schneller Überblick darüber, was Google Glass eigentlich ist und warum ich der Meinung bin, dass die Menschen das brauchen Zwinkerndes Smiley. Oder vielleicht auch nur ich! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Könnt ihr mich verstehen oder eher nicht? Und was haltet ihr davon? Wärt ihr auch Kandidaten der ersten Stunde zum Ausprobieren und Kaufen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen…