Filmpaläste verlieren zunehmend an Bedeutung

Während in den neunziger Jahren Kinosäle noch konstant brechend voll waren und die Lichtspielhäuser regelmäßig von begeisterten Cineasten aufgesucht wurden, verlagert sich seit den nuller Jahren das Filmvergnügen verstärkt in die heimischen Wohnzimmer. Aufgrund neuer Technologien und den damit verbundenen hochwertigen Heimkinos gestalten sich immer mehr Filmfreaks ihr eigenes Kino. So werden teilweise einzelne Zimmer als Kinosaal ausgewiesen und schön hergerichtet. Filmplakate und sonstige Dekorationen, wie der obligatorische rote Teppich, sorgen für das entsprechende Flair. Qualitativ sind nach oben keine Grenzen gesetzt und mit den nötigen finanziellen Mitteln für das richtige Equipment sind auditiv beinahe keine Unterschiede mehr zu erkennen. Selbiges gilt auf visueller Ebene, da immer mehr Beamer und Leinwände den Weg zu den Cineasten finden. So wird beispielsweise der neue Streifen von Matthias Schweighöfer gemütlich in den eigenen vier Wänden geschaut, sobald dieser in hervorragender Blu-ray-Qualität zur Verfügung steht. Teure Preise für Popcorn und Getränke fallen somit zusätzlich weg und etwaige Reservierungen aufgrund zu erwartenden hohen Besucherströmen sind nicht mehr von Interesse.

Online Filmportale weiter auf dem Vormarsch

Im Zeitalter des Web 2.0 haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend Onlineportale gebildet, auf denen interessierten Filmfreunden gegen ein gewisses kleines Entgelt ihre Lieblingsserien und -filme zur Verfügung gestellt werden. Natürlich gibt es unter diesen auch schwarze Schafe und so werden Serien und Filme teilweise auch kostenfrei bereitgestellt, was wiederum großen Schaden für die Filmindustrie innehat. Zusätzlich birgt dies eine Gefahr für die Konsumenten, da Behörden verstärkt gegen Schwarzseher vorgehen und empfindliche Strafen aussprechen, wenn man sich an einem dieser verbotenen Portale bedient. Nervige Werbeunterbrechungen und störbehaftete Filme mindernder Qualität sind ebenfalls keine Seltenheit. Die allseits so beliebte HD-Qualität, die für atemberaubend brillante und klare Bilder sorgt, findet man ebenso vergebens. Bei watchever.de, um nur ein Beispiel eines seriösen Anbieters zu nennen, erfolgt im Anschluss einer Anmeldung das Filmvergnügen ohne Extra-Hardware, die sonst teilweise von Nöten ist. Mitunter wird bei vertrauenswürdigen Hostern der erste Monat als ein Probemonat deklariert, so dass man zunächst einmal selber für sich entscheiden kann, ob solch ein Format überhaupt in Frage kommt. Video-on Demand wird somit immer präsenter und dank der immer schneller werdenden Breitbandverbindungen ist ein Empfang in Echtzeit mittlerweile Standard.