Falcon Pro: nun für günstige 100 Euro im Play Store erhältlich(!)

Vorweg muss ich sagen, ich bin kein Twitterer. Bin irgendwie nie warm geworden mit dem Thema, dort eine 140 Zeichen große Nachricht von mir zugeben, die dann vielleicht via Retweet ihre Bahnen durchs Netz macht. Wir sind dort mit dem Blog angemeldet, aber der Channel beinhaltet bis jetzt auch nur die automatisch hin transportierten Artikel.

Und doch habe ich die App Falcon Pro auf meinem Smartphone installiert, denn Unternehmen kündigen oftmals Probleme oder Updates zuerst bei Twitter an und somit bleibt man doch ein wenig up-to-date durch das soziale Zwitschern.

[appbox googleplay com.jv.falcon.pro]

Apropros Falcon Pro. Vielleicht dem einen oder anderen bekannt, dass Twitter seine eigene App für Android pushen möchte und somit anderen App-Anbietern eine Grenze von 100.000 Anmelde-Tokens setzt. Das heißt 100.000 Leute dürfen die App herunterladen und mit ihrem Twitterkonto verknüpfen und somit twittern bis der Hahn kräht. Bist du allerdings der 100.001., so hast du umsonst Geld für diese schicke App ausgegeben, kannst dich aber nicht mehr anmelden.

Über die Sinnhaftigkeit dieser Grenze von Twitter brauche ich mich hier nicht aufzuregen, denn ich persönlich finde es einfach nur der Anfang vom Ende. Aber gut, Twitter ist nicht mein Leben, also kanns auch wieder im Nirvana verschwinden, wenns soweit ist. Was ich nur fies finde, ist, dass solch tolle Umsetzungen wie Falcon Pro darunter leiden müssen. Denn wenn Twitter seine Arbeit an den mobilen Apps ordentlich machen würde, dann gebe es nicht zwingend Drittanbieter und somit beißt sich doch der Fuchs wieder selber in den Schwanz.

[perma-twitter]

Aber nichts desto trotz, Falcon Pro sollte man derzeit nicht mehr kaufen, denn Neuzugänge funktionieren partout nicht. Für bereits angemeldete wird sich allerdings nichts ändern.

Entwickler Joaquim Vergès könnte nun also seine App aus dem Play Store nehmen und etwas neues mit seiner Freizeit anfangen, aber er wird mir schon allein dadurch sympatisch, dass er es ebenso wie ich nicht einsieht, warum er dort API-Beschränkungen haben sollte, wenn doch soviele Leute nach etwas anderem schreien. Nach meinen Infos hat er sogar Twitter angefragt, allerdings eine recht unpersönliche Antwort zurückbekommen:

it doesnt appear that your service addresses an area that our own apps do not already serve. As such, it does not qualify for an exemption

Heißt soviel wie, warum sollten wir dir mehr geben, du bietest doch gar nicht mehr, als das, was wir schon mit unserer offiziellen App bieten.

Und doch ist die App Falcon Pro immer noch im Play Store. Denn Vergès will nicht aufgeben und hofft einfach mal auf die Einsicht von Twitter, die hoffentlich eines Tages kommt. Zudem gibts die App derzeit für schlappe 100 Euro im Google Play Store, was allerdings eher darauf hinweist, dass die Leute sie nicht kaufen sollen (da nicht benutzbar).

Ich finde das richtig gut, das Vergès da nicht klein beigibt und die App einfach ins Datennirvana schickt, sondern beharrlich im Play Store ausharrt und abwartet, was die Zeit so mit sich bringt.

Wie findet ihr die Grenze von Twitter? Berechtigt, unberechtigt und wieso?

One Response to “Falcon Pro: nun für günstige 100 Euro im Play Store erhältlich(!)”

  1. […] hatte vor wenigen Tagen darüber berichtet, dass die tolle Twitter-App Falcon Pro die magische 100.000 Benutzer-Token-Grenze erreicht hat und […]