Die Geschichte von WhatsApp und WhatsApp 2Date: so sollte man NICHT mit nützlichen Erweiterungen um

Heute wende ich mich an euch mit einem Thema, was mir seit Tagen schon unter den Fingern brennt und einfach erzählt werden muss. Bekanntlich bin ich ein fleißiger Nutzer der App WhatsApp 2Date gewesen, die es mir ermöglicht hat aktuellere WhatsApp-Versionen zu installieren, die noch nicht die breite Masse besitzt (gewesen, da ich bekanntlich kein WhatsApp mehr habe).

Möglich ist die Installation von Beta-Ausgaben über die Webseite von WhatsApp. Diese haben nämlich scheinbar die Möglichkeit des Alpha- und Betakanals im Google Play Store noch nicht entdeckt und bieten daher oldschool die aktuelle Beta-Version auf ihrer Webseite an. Andy hat sich daher im letzten Jahr hingesetzt und eine App entwickelt, die nichts anderes macht, als sich die aktuelle Version von der WhatsApp-Seite herunterzuladen und zur Installation anzubieten.

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Feine Sache, die auch im Dezember mit dem Erreichen von einer Million Downloads belohnt wurde. Sie war also beliebt und wurde hin und wieder bei uns und auch in anderen Tech-Medien genannt. Nun aber räumte WhatsApp vor zwei Wochen ein wenig das Netz auf und saugte mal so richtig in den App-Stores und bei Github durch und entfernte alles, was irgendwie auf Webseite oder API zu griff, das Logo verwendete oder die Bezeichnung WhatsApp im Namen trug.

Laut Google hieß es erst, man habe die App aufgrund von missbräuchlichem Nutzen von Berechtigungen aus dem Play Store verbannt. Im Wortlaut:

[…] für diese App die Installation externer Quellen aktiviert werden muss.

Soll heißen, eine Funktion die Google selber in Android anbietet, ist verboten durch eine App zu nutzen!? Macht genauso viel Sinn wie die klischeehafte Frauenlogik mit Männerlogik gleichzusetzen -.-.

Nachdem nun zwei Tage darauf herauskam, dass WhatsApp der Putzteufel war, Google hier aber den schwarzen Peter spielen musste, entschloss man sich seitens der WhatsApp 2Date Entwickler dagegen vorzugehen. Ein Ersuchen bei Google brachte nichts und auch ein erweitertes Hochladen bei AndroidPit hielt nur einen Tag ehe es entfernt wurde.

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Andy blieb also nichts anderes übrig als sich andere Wege zu suchen, den Download der nützlichen App anzubieten. Eine Möglichkeit bestand bei Chip Online, die auch weiterhin existiert oder natürlich selber eine Downlodseite zu stellen, die allerdings weder beliebt noch schnell gefunden würde. Diese beiden Möglichkeiten gibt es also derzeit, wie man an die App herankommt.

[tl-meinung] Was ich erschreckend finde? Ganz einfach – der Umgang von WhatsApp mit nützlichen Funktionen. Die App von Andy bietet (so muss man es ehrlich betrachten) keine Funktion, die WhatsApp nicht selber bieten könnte. Für solche Fälle gibt es seit “einiger Zeit” den Beta- und Alpha-Kanal im Google Play Store. Auch wenn ich es Andy nicht wünsche, da er sicherlich den ein oder anderen Cent mit der App aufgrund von Werbeeinblendungen verdient, wäre seine App vollkommen nutzlos, wenn WhatsApp mehr Erfahrung über die Developer Tools des Android-Stores hätte.

Wenn sie es aber selber nicht mitbekommen, dann kann man doch froh sein, dass es Apps wie die von Andy gibt, oder? Also warum sperrt man eine App, die eine Funktion aufweist, die man selber nicht hat und die einem Unternehmen nicht schadet? Im Gegenteil – so berichten wir früher als alle anderen Tech-Medien von Features und helfen dem Dienst dadurch, dass sich mehr Menschen dafür interessieren. Oder verlangen sie allen Ernstes, dass ich jeden Tag manuell auf ihre Seite gehe und nachschaue, ob vielleicht eine neue Version erschienen ist? Auch wenn es logo- oder namensrechtliche Probleme gegeben hätte, hätte Andy es umbenennen oder ein anderes Logo hochladen können. Aber ohne Worte? Ne Leute, das geht garnicht!

Nichts desto trotz hat WhatsApp vor einigen Tagen die Datenschutzoptionen in der Beta-Version freigeschaltet und nun können auch Android-Nutzer ihren “Zuletzt online”-Status verbergen. Andy hat das über 2000 neue Downloads seiner App gebracht und WhatsApp wieder in die Kritik, Updates nicht schnell genug der breiten Masse zur Verfügung zu stellen. Denn im Google Play Store ist die neue Version bis dato immer noch nicht angekommen. Schade WhatsApp, so macht man es also NICHT!

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