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Hier findest du Neuigkeiten, Tipps und Tricks für iPhone, Android, Apps und Co.

Pushbullet bekommt Tasker-Integration

Pushbullet ist einer dieser wenigen Tools, die sich in meinem täglichen Workflow so perfekt integriert haben, dass sie nicht mehr wegzudenken ist.

Der Dienst ermöglicht nicht nur das Versenden von Dateien, Links und Notizen zwischen Chrome-Browser, Firefox und Android-Geräten, sondern pusht auch Benachrichtigungen von Android auf den Browser bzw. andere Android-Geräte.

Nachdem man vergangene Woche den Sprung von Browser Extension auf den Desktop gewagt hat, gibt es wieder nennenswerte News um den Push-Service.

So bin ich ebenfalls fleißiger Nutzer von Tasker, einer Android-App die mir das Leben unglaublich erleichtert. Diese kann mit sogenannten Profilen Funktionen auf dem Smartphone steuern. Komme ich zum Beispiel an meinem Arbeitsplatz an, so schaltet sich das Gerät stumm und die Bildschirmsperre wird entfernt.

Die Pushbullet-App hat nun ein Update erfahren, welches eine Tasker-Integration mitbringt. Hierbei könnte man sich zum Beispiel auf Gerät A informieren lassen, das Gerät B gerade an Strommangel leidet. Ein anderes Beispiel wäre aber auch, sich eine eingehende SMS vom Smartphone auf das Tablet weiterzuleiten.

Sicherlich nicht für jeden Nappel etwas, aber bei Interesse einfach mal anschauen.

Pushbullet - SMS on PC
Pushbullet - SMS on PC
Entwickler: Pushbullet
Preis: Kostenlos+
Tasker
Tasker
Entwickler: joaomgcd
Preis: 2,99 €

Android-App der Woche: FuturePlan Pro lässt euch den Schulalltag besser meistern

Heute habe ich einen ganz speziellen Tipp für die junge Generation unter uns. Diejenigen nämlich, die noch zur Schule gehen.

FuturePlan Pro ist eine Hausaufgaben-App, deren Ziel es ist, dass ihr eure Hausaufgaben, Notizen und Termine nicht mehr vergessen könnt.

Einige Hauptfunktionen zusammengefasst:

  • Stundenpläne erstellen mit Raum und Zeiten
  • Smartphone schaltet sich automatisch während der Unterrichtszeit auf lautlos
  • Hausaufgaben notieren, Fotos hinzufügen und mit Freunden teilen
  • Prüfungstermine pflegen und sich daran erinnern lassen
  • Bereich für den Notenspiegel für die jeweiligen Fächer
  • Ferien pflegen und Countdown anzeigen lassen
  • Widgets für Countdown, Stundenplan und Hausaufgaben

Die App ist optimiert für Smartphones und Tablets und von euch bei Bedarf mal angeschaut werden.

FUTUREPLAN ist jetzt SCOOLIO!
FUTUREPLAN ist jetzt SCOOLIO!
Entwickler: FuturePlan
Preis: Kostenlos

Das Threema-Experiment – Teil 3: Threema ohne Kreditkarte kaufen

Ursprünglich wollte ich in diesem Teil meine lange Suche nach einer WhatsApp-Alternative und meine Gründe für das Verwenden von Threema offenlegen. Allerdings werde ich seit dem Hype um die Alternativen zu WhatsApp mit E-Mails überschüttet, wie man Threema auch ohne Kreditkarte aus dem Google Play Store herunterladen kann. Ich möchte ich euch also im dritten Teil flott zeigen, wie ihr Threema auch ohne Kreditkarte bezahlen und nutzen könnt.

Der Entwickler, übrigens ein 29-jähriger Informatiker, der die Server selber hostet und Threema als Hobby-Projekt sieht, hat auf seiner Webseite eine eigene Shopmöglichkeit geschaffen.

Hier ist es nun möglich die App für Android entweder über PayPal, clickandbuy (wie im AppStore) oder in bitcoins zu bezahlen. Nach der Bezahlung erhaltet ihr einen Lizenzschlüssel und könnt diesen auf der Downloadseite eingeben. Herunterladen, das “Installieren aus unbekannten Quellen” (in den Systemeinstellungen) erlauben und fröhliches Chatten.

[tl-hinweis Da die Installation nicht über den Google Play Store erfolgt, werden zukünftige Updates direkt in der App angezeigt und können nicht über den Google Play Store bezogen werden. Zudem ist Android 4.0 und höher erforderlich und die Google Apps sollten installiert sein, ansonsten werden keine Benachrichtigungen über neue Nachrichten angezeigt.]

Das Threema-Experiment – Teil 2: Threema – simpel eingerichtet, aber schwer verschlüsselt

Durch den Kauf von WhatsApp durch Facebook hat Threema in den vergangenen Tagen eine ungeahnte Zuwanderung neuer Nutzer bekommen. Laut eigenen Angaben hat man seine Nutzerzahlen über Nacht verdoppeln können. Dass ich gerade umgestiegen bin und das Experiment Threema durchführe, hat rein gar nichts mit dem Aufkauf von WhatsApp zu tun. Ich habe diesen weder geahnt, noch das Experiment erst danach gestartet. Ich habe mich von WhatsApp aus den vorhergehenden Gründen getrennt und bereue bis heute nichts. Im heutigen Artikel möchte ich euch kurz erklären, was Threema ist, wie es funktioniert und wie ihr es einrichtet.

Was ist Threema

Threema ist ein ganz gewöhnlicher Messenger, wie der Messenger von Facebook, WhatsApp, Lime, Telegram und wie sie alle heißen. Letztlich hast du eine Liste mit all deinen Kontakten, kannst Einzelnachrichten und Gruppenchats führen, Dateien hin und her senden und das ganze via Internet. Dabei werden deine Nachrichten ähnlich WhatsApp nur solange auf den Servern gespeichert, wie sie nicht zugestellt wurden. Kommt der Kontakt online und ruft seine Nachrichten ab, so werden diese auch von den Servern gelöscht (da traue ich Threema aber mehr als WhatsApp, dass es wirklich geschieht -.-).

Threema setzt seinen Fokus allerdings ganz klar auf die Sicherheit und Verschlüsselung der Nachrichten und möchte sich dadurch hervorheben. Hierbei kommt den Entwicklern nicht nur zugute, dass sie aus der Schweiz kommen, die Server für den Nachrichtenversand in der Schweiz stehen und somit noch strengere Datenschutzbestimmungen als in Deutschland zu berücksichtigen haben, sondern auch das Setzen auf eine End-zu-End-Verschlüsselung. Das heißt also, dass eure Nachrichten auf eurem Smartphone verschlüsselt, dann an den Server gesendet und erst wieder beim Chatpartner auf dem Gerät entschlüsselt werden.

Da man hier auf eine asymmetrische ECC-Verschlüsselung, mit einer Stärke von 255 Bits setzt, kann niemand zwischen dem Sender und dem Empfänger diese Nachrichten entschlüsseln. Das heißt, dass nicht mal die Entwickler selber auf dem Server Zugriff auf die Klartext-Nachrichten haben.

Funktionsweise

Wie bereits erwähnt, wird bei Threema ein großer Wert auf Verschlüsselung gesetzt. Hierbei kommen sogenannte öffentliche und private Schlüssel zur Anwendung. Beim Einrichten von Threema (siehe weiter unten) wird praktisch ein vollkommen willkürlicher und individueller privater Schlüssel aus Zahlen und Buchstaben generiert, der theoratisch und auch unter normalen Verhältnissen praktisch unerratbar ist.

Im weiteren Verlauf der Einrichtung meldet man sich dann bei den Threema-Servern an und bekommt eine achtstellige Identifikationsnummer zugewiesen. Diese ID ist mit einem öffentlichen Schlüssel verknüpft, der auf den Servern von Threema liegt.

Nun hat man auch die Möglichkeit seine Telefonnummer beziehungsweise eine Email-Adresse bei Threema zu registrieren, was den Vorteil hat, dass andere dich in ihrer Liste finden, wenn sie eins von beiden in deinen Kontaktdaten gespeichert haben.

Die Nachrichten werden also generell mit der starken Standard-ECC-Verschlüsselung verschlüsselt. Um allerdings wirklich zu verhindern, dass die Daten unterwegs geknackt werden, werden die Nachrichten auch in Kombination mit dem öffentlichen und dem privaten Schlüssel vercryptet. Sprich, der Postbote sieht zwar auch nie was in einem Paket enthalten ist, weil im Standard Paketpapier drum herum ist, aber wenn das Päckchen zusätzlich ein Schloss hat, wozu nur die beiden Chatteilnehmer den Schlüssel besitzen, kann auch der Postbote nicht heimlich lunschen :-).

Damit ist schon fast das ganze Prinzip erklärt. Threema setzt jetzt nämlich auf drei Sicherheitsstufen, die letztlich ebendiese Vertrauenswürdigkeit des Nachrichtenverkehrs widerspiegeln sollen.

Rot:

Die rote Sicherheitsstufe erscheint dann, wenn ich keinerlei Daten von dem Gegenüber habe. Ich habe ihn also über seine achtstellige ID hinzugefügt und habe somit weder den öffentlichen, noch den privaten Schlüssel von ihm. Somit wird der Nachrichtenverlauf zwar mit dem Standard verschlüsselt, aber es ist und bleibt der Standard.

Orange:

Diese Stufe wird so ziemlich die häufigste in eurer Kontaktliste sein. Diese sagt aus, dass die Threema-Server Daten haben, die auch bei dir lokal vorliegen. Ob nun die Handynummer oder die Email-Adresse des Nutzers, aber somit ist es schon mal möglich, den öffentlichen Schlüssel vom Server herunterzuladen und euren Nachrichtenversand in Kombination mit dem Standard zu verschlüsseln.

Grün:

Die grüne Stufe heißt, widererwarten, dass ihr auf höchster Sicherheitsstufe miteinander kommuniziert. Das bedeutet also, dass man den anderen mal getroffen hat und seine ID abgescannt oder abgetippt hat und sie dem eigenen lokalen Kontakt zugeordnet hat. Somit hat man also den privaten Schlüssel des anderen und die künftigen Nachrichten werden mit ECC-Standard, dem öffentlichen Schlüssel und dem privaten Schlüssel kombiniert verschlüsselt.

[tl-hinweis Der private Schlüssel verlässt euer Gerät niemals! Nicht mal Threema weiß ihn. Er wird lokal erstellt und sollte daher niemals über das Netz verschickt werden. Orange reicht vollkommen aus und für grün solltet ihr euch wirklich beim nächsten Treffen kurz zusammensetzen und euch gegenseitig abscannen!!!]

Einrichtung

Anfangen müssen wir logischerweise mit dem Herunterladen und Installieren von Threema.

Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 2,99 €
Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 3,49 €

[tl-hinweis Ja die App kostet einmalig 1,79 €. Da allerdings Threema damit im Gegensatz zu WhatsApp gleich von Anfang an ein Finanzierungskonzept vorgestellt hat, kann man sich schon ein wenig sicherer sein, dass da keine Daten verkauft werden und nicht irgendwann Werbeeinblenungen erscheinen. Sicherheit sollte einem das wenige Geld wert sein!]

Nach der erfolgreichen Installation begrüßt euch der erste Bildschirm, wo ihr mit einem eurer Finger einen ganz persönlichen Schlüssel generieren müsst. Hier einfach ein wenig den Finger bewegen bis der Balken oben voll ist.

Im nächsten Bildschirm wird euch eure ID angezeigt, die ihr euch zwar merken könnt, aber nicht unbedingt braucht.

Nun könnt ihr noch Threema die Erlaubnis erteilen, euer Telefonbuch zu durchsuchen.

[tl-hinweis Hierbei werden die Daten nur kurz auf den Servern abgeglichen und sofort wieder gelöscht. Sprich, es findet nach eigenen Angaben keine Langzeitspeicherung statt. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass neu hinzugefügte Kontakte erst nach 24 Stunden korrekt angezeigt werden (also auch wenn Handynummer oder Email-Adresse eigentlich im Telefonbuch vorhanden sind). Denn der Abgleich erfolgt nur alle 24 Stunden.]

Also Empfehlung? Schaltet es an!

Im nächsten Schritt könnt ihr euch nun über eure Handynummer und/oder Email-Adresse authentifizieren. Hier müsst ihr einfach abwägen, was eure Kontakte im meisten Falle von euch haben. Ihr solltet aber auf jeden fall eines von beiden machen.

Nach der Registrierung eines Datensatzes könnt ihr euch noch einen öffentlichen Nicknamen ausdenken, der bis dato allerdings nur bei iOS-Geräten angezeigt wird.

Im letzten Schritt könnt ihr noch überlegen, ob ihr ein Passwort erstellen wollt zum Schutze der Threema-App. Diese muss wie die PIN-Nummer beim Neustart des Gerätes erneut eingeben werden. Muss nicht, solltet ihr aber vergeben. Allerdings solltet ihr euch das Passwort gut merken, denn ohne kommt ihr da nicht mehr ran und wäre ja schade um die Nachrichten.

Fertig? Fertig. Das war´s auch schon. Nicht schlimm oder? :-)

Besonderheiten

Joar, Threema ist eben kein WhatsApp. Weder hat man eine fünfjährige Bestehensgeschichte zu verzeichnen, noch die große Nutzerschaft bisher. Das muss man sich immer wieder vor Augen führen und auch ich entdecke bis heute immer wieder neue Eigenarten oder Funktionen, die diese App mit sich bringt. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und man sollte Threema nicht gleich abstempeln, nur weil da einige Sachen anders sind als beim geliebten WhatsApp. Gebt dem ganzen eine Chance.

Einige Dinge habe ich den Threema-Entwicklern bereits geschrieben und ich hoffe, dass alsbald ein Update mit den Umsetzungen herauskommt.

Bisherige Fehlerliste bzw. fehlende Funktionen, die mir aufgefallen sind:

Teilnehmer nachträglich zum Gruppenchat hinzufügen

Man kann zwar Gruppenchats erstellen, allerdings keine Teilnehmer mehr nachträglich hinzufügen. Hierbei muss man immer wieder eine neue Gruppe erstellen, was natürlich nicht nur den Nachrichtenverlauf nichtig macht, sondern auch ein bisschen Arbeit bedeutet. Dringende Umsetzung erwünscht

Bestätigung auch als Push

Man kann sich das “Joar”, “Jo”, “Ok” und “Jop” als Bestätigung des Nachrichtenlesens bei Threema sparen, denn bei langem Druck auf eine Nachricht bekommt diese einen Haken und suggeriert dem Gegenüber eine Bestätigung, dass man die Nachricht gelesen und verstanden habe. Problem ist nur, dass man nicht ständig wieder reinschaut und vielleicht auf eine Antwort wartet und dann reinschauen muss um das Häkchen zu sehen. Besser wäre hier eine Benachrichtigung, dass die Nachricht bestätigt wurde. Ebenfalls dringende Umsetzung erwünscht.

Dateiversand unterstützt bisher nicht alle Dateien

Der Dateiversand unterstützt derzeit leider nicht jeden Dateityp. Sollte ebenfalls dringend aktualisiert werden.

Medien-Dateien nicht als im Dateisystem bei Android

Bei WhatsApp habe ich mir mit Tasker meine erhaltenen Bilder und Videos via WhatsApp immer auf dem PC abgespeichert, um diese auch irgendwie zu archivieren. Bei Threema gibt es die Möglichkeit nur in der iOS-Version. Bei Android kann man nur die Auflösung einstellen, aber nicht dass man die Mediendateien herunterladen kann.

Fazit

Kurzes Fazit – gebt Threema eine Chance. Teilt diesen Beitrag, redet mit Freunden über Verschlüsselung und Co. und beschäftigt euch mit dieser oder anderen Apps, die ihren Fokus auf Sicherheit der Nutzerdaten gelegt haben. Threema war für mich die wirklich sinnvollste Alternative, aber das erfahrt ihr im nächsten Teil der Serie. Also folgt uns fleißig und verpasst nicht die Fortsetzung.

Pushbullet: erste Beta-Version für Windows erschienen

Im Zeitalter von vielen Geräten hat man immer wieder das Problem, dass man zwar auf Gerät A eine Datei hat, diese aber auf Gerät B benötigt. Bei Android gibt es viele Möglichkeiten den Transfer zu realisieren. Hierbei sind sicherlich Cloud-Dienste wie Dropbox, SkyDrive und Google Drive zu nennen, aber auch die App AirDroid oder BitTorrent Sync machen hier einen guten Job.

Eine etwas andere Anwendung hatte ich vor einiger Zeit schon einmal vorgestellt – Pushbullet. Die Jungs und Mädels machen verdammt gute Arbeit und können neben Dateitransfer inzwischen auch Benachrichtigungen anzeigen lassen. So ist es möglich mal flott Texte, Links oder Dateien zwischen den angemeldeten Geräten auszutauschen. Hierbei ist allerdings der Einsatz von Google Chrome beziehungsweise Firefox eine Voraussetzung, da es bisher nur für diese beiden Browser Erweiterungen gibt. Die Verbindung wird dann über das Google Konto hergestellt, womit alle Geräte verbunden sein müssen.

Nun geht man einen Schritt weiter und hat eine erste Beta-Version für Windows veröffentlicht. Diese soll den Sprung von reiner Browser-Erweiterung auf den Desktop ermöglichen und sah auf den Blick sehr vielversprechend aus. Unbedingt anschauen, wenn man genauso fleißig wie ich ist und stetig Dateien hin und herschiebt. Simpler geht’s nun nimmer :-).

Pushbullet - SMS on PC
Pushbullet - SMS on PC
Entwickler: Pushbullet
Preis: Kostenlos+

Quelle: Pushbullet Blog

WhatsApp 2Date: Hier gehts zum Download

Anlässlich meines Artikels von eben, hier noch einmal die beiden Möglichkeiten für den Download der App. Wir werden natürlich auch weiterhin berichten, wenn neue Funktionen bei WhatsApp 2Date veröffentlicht werden.

[perma-whatsapp2date-androidapp]

[tl-hinweis Wir bieten absichtlich keinen eigenen Download an, geben aber eine Empfehlung der beiden folgenden Quellen, da sie vom Entwickler selber empfohlen wurden.]

[tl-download http://beste-apps.chip.de/android/app/whatsapp-2date-android-app,cxo.64324657/# WhatsApp 2Date bei Chip Online]

[tl-download http://porcupine.de/ WhatsApp 2Date offizielle Downloadseite]

[tl-hinweis Zur Installation muss der Haken “Installationen aus unbekannten Quellen” in den Systemeinstellungen aktiviert sein!]

[thumbs-whatsapp2date-androidapp]

Die Geschichte von WhatsApp und WhatsApp 2Date: so sollte man NICHT mit nützlichen Erweiterungen um

Heute wende ich mich an euch mit einem Thema, was mir seit Tagen schon unter den Fingern brennt und einfach erzählt werden muss. Bekanntlich bin ich ein fleißiger Nutzer der App WhatsApp 2Date gewesen, die es mir ermöglicht hat aktuellere WhatsApp-Versionen zu installieren, die noch nicht die breite Masse besitzt (gewesen, da ich bekanntlich kein WhatsApp mehr habe).

Möglich ist die Installation von Beta-Ausgaben über die Webseite von WhatsApp. Diese haben nämlich scheinbar die Möglichkeit des Alpha- und Betakanals im Google Play Store noch nicht entdeckt und bieten daher oldschool die aktuelle Beta-Version auf ihrer Webseite an. Andy hat sich daher im letzten Jahr hingesetzt und eine App entwickelt, die nichts anderes macht, als sich die aktuelle Version von der WhatsApp-Seite herunterzuladen und zur Installation anzubieten.

Feine Sache, die auch im Dezember mit dem Erreichen von einer Million Downloads belohnt wurde. Sie war also beliebt und wurde hin und wieder bei uns und auch in anderen Tech-Medien genannt. Nun aber räumte WhatsApp vor zwei Wochen ein wenig das Netz auf und saugte mal so richtig in den App-Stores und bei Github durch und entfernte alles, was irgendwie auf Webseite oder API zu griff, das Logo verwendete oder die Bezeichnung WhatsApp im Namen trug.

Laut Google hieß es erst, man habe die App aufgrund von missbräuchlichem Nutzen von Berechtigungen aus dem Play Store verbannt. Im Wortlaut:

[…] für diese App die Installation externer Quellen aktiviert werden muss.

Soll heißen, eine Funktion die Google selber in Android anbietet, ist verboten durch eine App zu nutzen!? Macht genauso viel Sinn wie die klischeehafte Frauenlogik mit Männerlogik gleichzusetzen -.-.

Nachdem nun zwei Tage darauf herauskam, dass WhatsApp der Putzteufel war, Google hier aber den schwarzen Peter spielen musste, entschloss man sich seitens der WhatsApp 2Date Entwickler dagegen vorzugehen. Ein Ersuchen bei Google brachte nichts und auch ein erweitertes Hochladen bei AndroidPit hielt nur einen Tag ehe es entfernt wurde.

Andy blieb also nichts anderes übrig als sich andere Wege zu suchen, den Download der nützlichen App anzubieten. Eine Möglichkeit bestand bei Chip Online, die auch weiterhin existiert oder natürlich selber eine Downlodseite zu stellen, die allerdings weder beliebt noch schnell gefunden würde. Diese beiden Möglichkeiten gibt es also derzeit, wie man an die App herankommt.

[tl-meinung] Was ich erschreckend finde? Ganz einfach – der Umgang von WhatsApp mit nützlichen Funktionen. Die App von Andy bietet (so muss man es ehrlich betrachten) keine Funktion, die WhatsApp nicht selber bieten könnte. Für solche Fälle gibt es seit “einiger Zeit” den Beta- und Alpha-Kanal im Google Play Store. Auch wenn ich es Andy nicht wünsche, da er sicherlich den ein oder anderen Cent mit der App aufgrund von Werbeeinblendungen verdient, wäre seine App vollkommen nutzlos, wenn WhatsApp mehr Erfahrung über die Developer Tools des Android-Stores hätte.

Wenn sie es aber selber nicht mitbekommen, dann kann man doch froh sein, dass es Apps wie die von Andy gibt, oder? Also warum sperrt man eine App, die eine Funktion aufweist, die man selber nicht hat und die einem Unternehmen nicht schadet? Im Gegenteil – so berichten wir früher als alle anderen Tech-Medien von Features und helfen dem Dienst dadurch, dass sich mehr Menschen dafür interessieren. Oder verlangen sie allen Ernstes, dass ich jeden Tag manuell auf ihre Seite gehe und nachschaue, ob vielleicht eine neue Version erschienen ist? Auch wenn es logo- oder namensrechtliche Probleme gegeben hätte, hätte Andy es umbenennen oder ein anderes Logo hochladen können. Aber ohne Worte? Ne Leute, das geht garnicht!

Nichts desto trotz hat WhatsApp vor einigen Tagen die Datenschutzoptionen in der Beta-Version freigeschaltet und nun können auch Android-Nutzer ihren “Zuletzt online”-Status verbergen. Andy hat das über 2000 neue Downloads seiner App gebracht und WhatsApp wieder in die Kritik, Updates nicht schnell genug der breiten Masse zur Verfügung zu stellen. Denn im Google Play Store ist die neue Version bis dato immer noch nicht angekommen. Schade WhatsApp, so macht man es also NICHT!

WhatsApp Messenger
WhatsApp Messenger
Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos

WhatsApp: Facebook kauft den Messenger für rund 19 Milliarden Dollar

Nun ist es endlich soweit. Die Gerüchte um den Verkauf von WhatsApp hielten sich im vergangenen Jahr vehement und auch wenn es immer wieder nach Einigung zwischen den Social Network Giganten Facebook und dem beschaulichen WhatsApp aussah, kam stets ein Dementi seitens der Tech-Firmen.

WhatsApp hat nach eigenen Angaben in Deutschland 30 Millionen Nutzer, global gesehen über 400 Millionen und ist im Vergleich zu seinem geringen Umfang eine beachtliche Erfolgsgeschichte eines StartUps. Nun hat man sich geeinigt und Facebook übernimmt den Messenger für 19 Milliarden Dollar. Hierbei werden 4 Milliarden in bar bezahlt und 12 Milliarden in Aktien ausgeschüttet. Später sollen weitere drei Milliarden Dollar in der Form von Aktien an die Gründer und Mitarbeiter fließen.

Was ändert sich für die Nutzer?

Das ist eine spannende Frage. Hat man vor einem Jahr noch darüber berichtet, dass junge Leute Facebook nicht mehr täglich besuchen, sondern via Instagram ihre Erlebnisse teilen und sich via WhatsApp organisieren, muss man sich erneut umschauen: beides befindet sich nunmehr seit gestern in Facebooks Hand. Man hat sich also die Alternativen einverleibt. Ob sich für die Nutzer nun etwas ändert? Ich denke nicht! Am Beispiel Instagram ist das am deutlichsten zur erkennen. Facebook kaufte die Foto-Plattform im April für rund eine Milliarde Dollar an einem Freitagabend vor Feierabend und hat bis heute eine tolle Integration beider Dienste realisiert. Nichts desto trotz gibt es aber Instagram nach wie vor unabhängig von Facebook.

So sind jedenfalls die offiziellen Pläne zu WhatsApp auch. Der Dienst bleibt eigenständig und auch die Marke WhatsApp wird nicht verändert werden. Zudem wird WhatsApp-CEO Jan Koum Mitglied im Facebook-Vorstand. WhatsApp wird weiterhin auf sein Jahresabo von einem Euro setzen, den Chatdienst kontinuierlich weiterentwickeln und versuchen, in der Gunst der User zu bleiben.

Zunächst einmal gehe es darum, dass der Dienst weiter wachse – auf „eins, zwei oder drei Milliarden Mitglieder”, so Zuckerberg. „Es gibt mehrere Wege, wie wir damit Geld verdienen können.” Werbung soll nach seinen Angaben nicht dazu gehören.

Einzig was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Zusammenfließen von WhatsApp und Facebook Messenger. Zum Beispiel das WhatsApp auch eine SMS-Integration erfährt und/oder direkt Facebook Nachrichten senden beziehungsweise die Webversion von Facebook Nachrichten an WhatsApp versenden kann.

Ich freue mich ehrlich gesagt über den Kauf. Mit Facebook hat die WhatsApp-Schmiede eine starke Finanzbasis und mit WhatsApp hat Facebook ein paar erfahrene Leute, wie man einen ordentlichen Messenger entwickelt. Da ich ja bekanntlich nicht mehr bei WhatsApp zu finden bin, aber bei Facebook, wäre sicherlich eine Integration beider Dienste in einer App garnicht mal so schlecht für meine Freunde. Auch eine Webversion wäre durch eine Verschmelzung der beiden Dienste denkbar. Wie oft habe ich mir gewünscht, vom PC aus zu chatten :-(. Man darf gespannt sein, was uns da in Zukunft dann erwarten wird…

Das Threema-Experiment – Teil 1: Bye bye WhatsApp

WhatsApp hat weltweit mehr als 400 Millionen Nutzer, davon alleine 30 Millionen in Deutschland. Damit ist der Messenger hierzulande beliebter als Facebook, was angesichts der Schwächen und Nachteile für mich schwer verständlich ist.

[perma-whatsapp-webseite]

Ich nutze WhatsApp seit ich vor drei Jahren mein erstes Android-Smartphone in den Händen halten durfte. Seither war es für mich die Zentrale meiner Kommunikation zu Familie und Freunden. Aber ich bin in letzter Zeit immer wieder enttäuscht worden, was die Sicherheit und vor allem den Umgang mit diesem Thema bei dieser App anging. Somit habe ich vor etwa einer Woche damit begonnen, ein Experiment zu starten. Ich habe mich bei WhatsApp gelöscht und mich nach einer besseren Alternative umgeschaut. Das Ergebnis war Threema, die nicht nur einen europäischen Sitz in der Schweiz vorweisen können, sondern deren Augenmerk auch auf der verschlüsselten Kommunikation liegt.

In diesem Beitrag möchte ich allerdings erstmal auf die Gründe eingehen, warum ich WhatsApp Lebewohl gesagt habe.

Ursache 1: WhatsApp ist unsicher

Wer viele Nutzer hat, kommt auch schneller in die Medien. Das ist leider Gottes so und wird sich wohl auch nie ändern, denn das Interesse an Nachrichten um ein begehrtes Objekt sind immer interessanter als über ein Nischenprodukt. Wenn man sich allerdings Kritik anhören muss, sollte man auch darauf reagieren und transparent informieren. Dies ist bei WhatsApp leider zu keiner Zeit der Fall gewesen.

Ich habe euch mal ein paar Vorkommnisse zusammengetragen. Sicherlich nicht vollständig, aber es sollte mal jedem vor Augen geführt werden.

[perma-whatsapp-iosapp]

31.07.2012 – “WhatsApp bleibt unsicher” – ntv.de

Mit der im Internet kursierenden Android-App „WhatsApp Sniffer“ ist es möglich, innerhalb eines WLAN-Netzes den kostenlosen Nachrichtenverkehr von WhatsApp-Nutzern auszuspähen. Möglich ist dies, weil WhatsApp die Nachrichten unverschlüsselt übers Internet verschickt. Besonders kritisch ist das Problem in öffentlichen WLAN-Netzwerken, sogenannten Hotspots.

WhatsApp Sniffer war nur kurz in Googles Play Store, wird aber noch auf zahlreichen Webseiten zum Download angeboten.

WhatsApp hatte zwar kurz nach der Sicherheitswarnung ein Pflicht-Update verteilt. Doch GDATA stellte fest, dass die App Nachrichten immer noch unverschlüsselt sendet.

01.08.2012 – “Spionage-App liest Whatsapp-Gespräche mit” – focus.de

Doch immer wieder gibt es Ärger um die beliebte Anwendung: Sie geriet in Verruf, weil sie unbemerkt Daten der User sammelte und an die Entwickler weitergab. Ein Update der App für iPhone-User brachte das Programm zum Absturz.

25.12.2012 – “WhatsApp erneut unsicher” – t-online.de

Laut Heise wurden die WhatsApp-Hersteller bereits über die Sicherheitslücke informiert. Auf ein Angebot alle Informationen aus den Tests und das Passwort-Skript bereitzustellen, habe bisher allerdings keine Reaktion gegeben. Da die WhatsApp-Hersteller in der Vergangenheit zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und einem entsprechenden Sicherheits-Update mehrere Monate verstreichen ließen, ist ein schneller Fix des aktuellen Fehlers unwahrscheinlich.

26.07.2013 – “Kritische Sicherheitslücke in WhatsApp“ – giga.de

Möchte man sein Abo verlängern, so wird der Nutzer auf eine Website weitergeleitet. Dort soll nun die gewünschte Zahlungsart ausgewählt werden. Hier befindet sich der Haken. Der Bezahlprozess wird nicht durchgehend in HTTPS geschützt, sondern setzt stellenweise auf HTTP. An diesen Punkten können Hacker als “Man-in-the-Middle” eingreifen und den Nutzer unbemerkt auf nachgeahmte Fake-Versionen der eigentlichen Website lotsen, wo ahnungslos vertrauliche PayPal- und Kreditkartendaten eingegeben werden.

08.10.2013 – “Verschlüsselung von Whatsapp ist unsicher” – golem.de

Das Problem: Whatsapp nutzt den Stromverschlüsselungsalgorithmus RC4 und verwendet für die Kommunikation in beide Richtungen den identischen Schlüssel. Eigentlich ein trivialer Anfängerfehler, denn eine Stromverschlüsselung darf niemals mehrfach mit demselben Schlüssel genutzt werden.

[…]

Jenseits der von Alkemade gezeigten Probleme ist auch unklar, warum Whatsapp überhaupt RC4 als Verschlüsselungsalgorithmus einsetzt. RC4 gilt seit langem als unsicher und bei der IETF wird zurzeit diskutiert, ob man die Nutzung von RC4 im Rahmen von TLS generell für unzulässig erklären sollte.

17.10.2013 – “Größter Knackpunkt in der WhatsApp-Sicherheit ist die Verschlüsselung” – giga.de

Aktuell wird die Stromverschlüsselung RC4 eingesetzt. Sowohl für ein-, als auch für ausgehende Nachrichten wird hierbei der identische Schlüssel verwendet. Demniederländischen Mathe- und Informatikstudent Thijs Alkemade ist es gelungen, die Verschlüsselung zu umgehen und Nachrichten abzufangen.

14.02.2014 – “Wie die „Super-Wanze“ Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt” – derwesten.de

Die App kann Gespräche und Telefongespräche mitschneiden, sie kann Fotos einsehen, mit dem aktuellen Standort versehen und hochladen. Diese Daten werden, wie niederländische Behörden nachgewiesen haben, auf amerikanische Server übertragen, ohne dass man es merkt.

Am 13.02.2014 erschien übrigens ein vierminütiger Beitrag mit dem Titel “WhatsApp und Co. – Kostenlos und unsicher” in der ARD Mediathek. Dort wurde berichtet, dass die angebliche Firmendresse von WhatsApp ein Sushi-Restaurant ist. Kanadische wie niederländische Behörden ermitteln zudem derzeit gegen WhatsApp mit dem Vorwurf des Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen. Sorry, aber in Zeiten von Enthüllungen rund um NSA und Co. und dem scheinbar schutzlosem Ausliefern der privaten Daten, macht mich ein solcher Fakt einfach nur noch wütend.

[perma-whatsapp]

Des Weiteren ist WhatsApp eine amerikanische Firma, deren Server auch unter amerikanisches Datenschutzrecht fallen. Da dieses bekanntlich etwas lockerer ist, als die deutschen/europäischen Gesetze, kann man sich nicht ganz sicher sein, wer wann Zugriff auf die privaten Chatnachrichten und Dateien bekommt. Es ist naiv und töricht zu glauben, man habe nichts zu verbergen, denn es geht um das Prinzip der Privatsphäre.

Ursache 2: WhatsApp ist unflexibel

Umso größer eine Anwendung ist, umso schwerfälliger wird sie. Das merkt man nicht nur an Microsoft und Facebook, sondern auch an WhatsApp. Man möchte nicht zu viele Änderungen pro Update einbringen, denn das könnte die zahlreichen Nutzer ja verwirren und schlussendlich vertreiben.

[perma-whatsremote]

WhatsApp allerdings fehlen einfach seit jeher grundlegende Funktionen, die dem Dienst einen gewissen Schub geben würden. So ist es bis heute nur möglich, die App auf einem Gerät gleichzeitig auszuführen. Auch das Einloggen via PC oder Tablet ist nur über inoffizielle Hacks möglich. Zum Vergleich: Facebook, Google Hangouts, ICQ und Co. können das seit Jahren!

Fazit

WhatsApp hat mich einfach zutiefst enttäuscht. Man reagiert weder auf Kundenwünsche, noch auf die relevante Beachtung von Privatsphäre. Ich habe dem Dienst Lebewohl gesagt und werde nunmehr auf die Alternative Threema setzen. Im nächsten Beitrag zu der Serie wird es dann also um die Einrichtung von Threema gehen.

[tl-follow Bleibt also auf dem Laufenden und folgt uns einfach bei %socials%.]

Wie seht ihr das? Seid ihr noch bei WhatsApp und ist euch die Weitergabe eurer vertraulichen Daten wirklich so egal?

[thumbs-whatsapp]

doo schließt seine Pforten und warum es irgendwie absehbar war

Ich hatte es gestern bereits angesprochen, möchte aber trotzdem nochmal kurz das Thema aufgreifen: die Schließung von doo. Ich bin ein großer Fan vom papierlosen Büro. Leider Gottes gibt es immer noch viel zu viele Unternehmen, die einem das gute alte Schriftstück auf dem Postwege senden, aber nichts desto trotz begab ich mich fast genau vor einem Jahr auf die Suche nach einer guten Software, die mich in der Organisation meiner digitalen Dokumenten unterstützt. [perma-doo-androidapp] Den so ziemlich größten und besten Funktionsumfang für mich und meine Bedürfnisse hatte die damalige Windows 8-App doo. Dort wollte man nicht nur dank intelligenter Verschlagwortung, einzigartigen Organisationselementen und irgendwann folgendenen Apps auf vielen weiteren Plattformen um die Gunst der Nutzer buhlen, sondern vor allem das Organisieren digitaler Dokumente revolutionieren. Klang für mich damals wie heute wie ein Segen und ich beteiligte mich im Namen des Blogs nicht nur beim Melden von Fehlern und fehlenden Funktionen in der Windows 8-App, sondern auch bei der später erschienenen Android-App. Aus diesem Grund konnte ich die Meldung der letzten Woche kaum fassen,dass nun diese Software-Perle, die inzwischen der zentrale Handelsplatz meiner Güter geworden war, eingestellt wird. Offiziell heißt es:

Wir haben dieses Unternehmen vor zweieinhalb Jahren gegründet, um die Art und Weise zu verändern, wie wir Dokumente organisieren und mit ihnen arbeiten. Aber nachdem wir für alle relevanten Plattformen (Android, iPhone, iPad, OSX, Windows Desktop & Modern UI) unsere Apps veröffentlicht, die Kernfunktionalitäten bereitgestellt sowie Performance und Stabilität kontinuierlich verbessert haben, scheint es, dass wir einfach nicht die Bedürfnisse einer ausreichend großen Nutzergruppe ansprechen.

Meine Meinung – den gibt es! Ob er Milliarden abwirft wage ich zu bezweifeln aber zumindestens das Einstellen der Entwicklung von doo ist nicht einzig die Schuld der Nutzer, sondern vielmehr der Entwicklungszyklus bei dem doo-Team selber. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, man habe es bereits über die Zeit hinweg bemerkten können, ich persönlich war aber sehr zufrieden, muss aber im Nachhinein feststellen – joar es hätte auch optimaler sein können. Den Anfang machte nämlich eigentlich die Anwendung für das Applsche Mac OSX. Diese war als allererste auf dem Markt und soll bis heute noch Kinderkrankheiten besitzen, die nur schleppend angegangen oder ganz links liegen gelassen wurden. Kann passieren, wenn es nicht andere Ereignisse gäbe. Als ich nämlich nach einer geeigneten Software sucht und daraufhin die Windows 8 App fand, war ich hellauf begeistert. Sie sah nicht nur verdammt schick aus, im Vergleich zu anderen Windows 8 Apps vor einem Jahr, sondern bot auch alles was man brauchte. Für mich war sie das Kernprodukt von doo, bis heute. Problematisches Manko nur für die Bonner: Windows 8 sitzt noch sehr tief in der Ecke und selbst wenn Oma A sich einen neuen Laptop abschaffte, beschäftigte sie sich nicht mit den Kachelapps, sondern vielmehr mit dem Desktop, der allerdings noch nicht offiziell unterstützt wurde.

 

Nächster Punkt: Ich habe selber im vergangenen Jahr den Start der lange angekündigten und von mir heißersehnten Android-App mitbekommen. Anstatt diese aber als vollständig fertige App zu liefern, hat man sich hier anfangs auf die Readerfunktion versteift. Eine Dokumentenverwaltungs-App, die nur bestehende Dokumente anzeigt? Zudem Dokumente, die nur über Windows 8 oder Mac OS X hochgeladen und gepflegt werden konnten! Kleiner kann man die Nutzergemeinde ja nun wirklich nicht halten. Zugute halten muss man, dass die Android-App inzwischen zwar eine vollständige mobile Alternative zu den beiden Pendanten der Desktops ist, aber der erste Eindruck war dahin. Ich will euch nicht aber vorenthalten, dass es auch eine Windows 7- Software gab. Oder zu mindestens den Versuch, eine anzubieten. Denn die Mockups auf der Webseite sahen vielversprechend aus. Nur doof wenn man einen guten Designer hat, aber niemanden der es umsetzen kann. Diese Screenshots sind nämlich eine Aussicht auf das, was die Desktop-Software mal werden sollte. Diese sieht aber derzeit im ersten Release Candidate sowas von unbrauchbar aus, dass es einem im Herzen wehtut. Dies sind alles Punkte, die man vielleicht etwas verschmerzen kann, wenn man sich bereits erfolgreich am Markt etabliert und ein starkes Finanzierungsmodell in der Hand hat. Beides war/ist allerdings nicht der Fall gewesen.

Es tut mir nicht nur sehr Leid für das Team um doo, sondern trifft mich auch persönlich und macht mich auch sehr sauer für die anderen Nutzer, die eifrig geholfen haben, dass die Software immer besser wird und für uns eine Heimat unserer Dokumente wird. Ich hätte nämlich auch gut und gern dafür Geld bezahlt, man hätte es nur kommunizieren und umsetzen müssen. Ende des leidigen Liedes ist also, dass man sich jetzt seine Dokumente herunterladen kann und ab dem 17.3. werden dann alle Server heruntergefahren und alle Daten gelöscht. Man lässt zudem verlauten, dass man aus den vergangene Jahren Arbeit gelernt hat und mit neuen Zielen sich umorientieren möchte. Ich bin gespannt, wann das Team und vor allem mit was wieder ums Eck kommt. Bekanntlich sieht man sich ja zweimal im Leben :).

Auch wenn wir doo nicht zum Erfolg führen konnten, so haben wir doch exzellente Online-Speicher-, Sync- und Daten-Intelligenz Technologien aufgebaut. Zudem haben wir das Glück, von großartigen Investoren unterstützt zu werden, die an unser Team glauben. Und so gab es für uns nur eine Möglichkeit: wir arbeiten bereits an neuen Produkten basierend auf dem, was wir gelernt haben…

[tl-quelle https://doo.net/story.html doo-Blog]

[thumbs-doo-androidapp]