Feb, 2014

Die Geschichte von WhatsApp und WhatsApp 2Date: so sollte man NICHT mit nützlichen Erweiterungen um

Heute wende ich mich an euch mit einem Thema, was mir seit Tagen schon unter den Fingern brennt und einfach erzählt werden muss. Bekanntlich bin ich ein fleißiger Nutzer der App WhatsApp 2Date gewesen, die es mir ermöglicht hat aktuellere WhatsApp-Versionen zu installieren, die noch nicht die breite Masse besitzt (gewesen, da ich bekanntlich kein WhatsApp mehr habe).

Möglich ist die Installation von Beta-Ausgaben über die Webseite von WhatsApp. Diese haben nämlich scheinbar die Möglichkeit des Alpha- und Betakanals im Google Play Store noch nicht entdeckt und bieten daher oldschool die aktuelle Beta-Version auf ihrer Webseite an. Andy hat sich daher im letzten Jahr hingesetzt und eine App entwickelt, die nichts anderes macht, als sich die aktuelle Version von der WhatsApp-Seite herunterzuladen und zur Installation anzubieten.

Feine Sache, die auch im Dezember mit dem Erreichen von einer Million Downloads belohnt wurde. Sie war also beliebt und wurde hin und wieder bei uns und auch in anderen Tech-Medien genannt. Nun aber räumte WhatsApp vor zwei Wochen ein wenig das Netz auf und saugte mal so richtig in den App-Stores und bei Github durch und entfernte alles, was irgendwie auf Webseite oder API zu griff, das Logo verwendete oder die Bezeichnung WhatsApp im Namen trug.

Laut Google hieß es erst, man habe die App aufgrund von missbräuchlichem Nutzen von Berechtigungen aus dem Play Store verbannt. Im Wortlaut:

[…] für diese App die Installation externer Quellen aktiviert werden muss.

Soll heißen, eine Funktion die Google selber in Android anbietet, ist verboten durch eine App zu nutzen!? Macht genauso viel Sinn wie die klischeehafte Frauenlogik mit Männerlogik gleichzusetzen -.-.

Nachdem nun zwei Tage darauf herauskam, dass WhatsApp der Putzteufel war, Google hier aber den schwarzen Peter spielen musste, entschloss man sich seitens der WhatsApp 2Date Entwickler dagegen vorzugehen. Ein Ersuchen bei Google brachte nichts und auch ein erweitertes Hochladen bei AndroidPit hielt nur einen Tag ehe es entfernt wurde.

Andy blieb also nichts anderes übrig als sich andere Wege zu suchen, den Download der nützlichen App anzubieten. Eine Möglichkeit bestand bei Chip Online, die auch weiterhin existiert oder natürlich selber eine Downlodseite zu stellen, die allerdings weder beliebt noch schnell gefunden würde. Diese beiden Möglichkeiten gibt es also derzeit, wie man an die App herankommt.

[tl-meinung] Was ich erschreckend finde? Ganz einfach – der Umgang von WhatsApp mit nützlichen Funktionen. Die App von Andy bietet (so muss man es ehrlich betrachten) keine Funktion, die WhatsApp nicht selber bieten könnte. Für solche Fälle gibt es seit “einiger Zeit” den Beta- und Alpha-Kanal im Google Play Store. Auch wenn ich es Andy nicht wünsche, da er sicherlich den ein oder anderen Cent mit der App aufgrund von Werbeeinblendungen verdient, wäre seine App vollkommen nutzlos, wenn WhatsApp mehr Erfahrung über die Developer Tools des Android-Stores hätte.

Wenn sie es aber selber nicht mitbekommen, dann kann man doch froh sein, dass es Apps wie die von Andy gibt, oder? Also warum sperrt man eine App, die eine Funktion aufweist, die man selber nicht hat und die einem Unternehmen nicht schadet? Im Gegenteil – so berichten wir früher als alle anderen Tech-Medien von Features und helfen dem Dienst dadurch, dass sich mehr Menschen dafür interessieren. Oder verlangen sie allen Ernstes, dass ich jeden Tag manuell auf ihre Seite gehe und nachschaue, ob vielleicht eine neue Version erschienen ist? Auch wenn es logo- oder namensrechtliche Probleme gegeben hätte, hätte Andy es umbenennen oder ein anderes Logo hochladen können. Aber ohne Worte? Ne Leute, das geht garnicht!

Nichts desto trotz hat WhatsApp vor einigen Tagen die Datenschutzoptionen in der Beta-Version freigeschaltet und nun können auch Android-Nutzer ihren “Zuletzt online”-Status verbergen. Andy hat das über 2000 neue Downloads seiner App gebracht und WhatsApp wieder in die Kritik, Updates nicht schnell genug der breiten Masse zur Verfügung zu stellen. Denn im Google Play Store ist die neue Version bis dato immer noch nicht angekommen. Schade WhatsApp, so macht man es also NICHT!

WhatsApp Messenger
WhatsApp Messenger
Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos

Facebook: Konto nach dem Ableben auf Gedenkzustand setzen

Es klingt wie es klingt: abgefahren. Aber wir müssen uns mit den Tatsachen der heutigen Welt beschäftigen und dazu gehört die tiefe Integration von Facebook und Co. in unser soziales Leben nun mal dazu. Selbst wenn man selber dem Netzwerk seine Nutzung versagt, so gibt es wohl hier und da immer einen Bekannten, Freund oder Verwandten der seine Erlebnisse und Daten dort mit seinen Leuten teilt.

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Nun ist es so, dass der Mensch eine begrenzte Lebensdauer hat. Meistens ist es leider viel zu früh, dass diese Begrenzung eintritt, aber es kann ja vorkommen, dass man plötzlich die Verantwortung trägt nach dem Ableben eines geliebten Menschen sein Hab und Gut zu verwalten und sein Leben auch rein rechtlich abzuschließen mit allen Abmeldungen und der Bürokratie die so dazu gehört. Leider vergisst man aber auch, dass es im Internet noch sämtliche Accounts gibt. Diese müssen auch zur Löschung beantragt werden oder gammeln eben einfach so vor sich hin.

Facebook, wie gesagt als Teils unserers Lebens, bietet neben der Löschung eines Accounts auch das Versetzen in einen Gedenkzustand an. Dabei bleiben alle bisherigen Privatsphäre-Einstellungen erhalten. Also Beiträge die öffentlich gepostet wurden, die bleiben auch öffentlich, Beiträge die nur Ilse sehen durften, darf auch weiterhin nur Ilse sehen. Außerdem kann auch ein Lookback-Video erstellt werden, welches nach dem 10-jährigen Jubiläum von Facebook eine tolle Funktion war. Diese hilft sicherlich nochmal um in Erinnerung zu schwelgen.

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[tl-meinung] Ihr haltet das sicherlich für verrückt? Ja, das kann ich verstehen. Aber man darf Facebook und andere soziale Medien nicht vergessen, denn darüber sind schon Freundschaften, Beziehungen und wunderbare Erlebnisse zustande gekommen. Der ein oder andere erinnert sich sicherlich gerne daran, wie er Person XYZ auf Facebook wieder getroffen oder kennengelernt hat. Ich finde es eine praktische Funktion von Facebook, um den geliebten Menschen wenigstens für eine Weile noch “zu erhalten”. Vielleicht also mal ein Tipp am Rande, ehe gleich die Löschung beantragt wird!

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WhatsApp: Facebook kauft den Messenger für rund 19 Milliarden Dollar

Nun ist es endlich soweit. Die Gerüchte um den Verkauf von WhatsApp hielten sich im vergangenen Jahr vehement und auch wenn es immer wieder nach Einigung zwischen den Social Network Giganten Facebook und dem beschaulichen WhatsApp aussah, kam stets ein Dementi seitens der Tech-Firmen.

WhatsApp hat nach eigenen Angaben in Deutschland 30 Millionen Nutzer, global gesehen über 400 Millionen und ist im Vergleich zu seinem geringen Umfang eine beachtliche Erfolgsgeschichte eines StartUps. Nun hat man sich geeinigt und Facebook übernimmt den Messenger für 19 Milliarden Dollar. Hierbei werden 4 Milliarden in bar bezahlt und 12 Milliarden in Aktien ausgeschüttet. Später sollen weitere drei Milliarden Dollar in der Form von Aktien an die Gründer und Mitarbeiter fließen.

Was ändert sich für die Nutzer?

Das ist eine spannende Frage. Hat man vor einem Jahr noch darüber berichtet, dass junge Leute Facebook nicht mehr täglich besuchen, sondern via Instagram ihre Erlebnisse teilen und sich via WhatsApp organisieren, muss man sich erneut umschauen: beides befindet sich nunmehr seit gestern in Facebooks Hand. Man hat sich also die Alternativen einverleibt. Ob sich für die Nutzer nun etwas ändert? Ich denke nicht! Am Beispiel Instagram ist das am deutlichsten zur erkennen. Facebook kaufte die Foto-Plattform im April für rund eine Milliarde Dollar an einem Freitagabend vor Feierabend und hat bis heute eine tolle Integration beider Dienste realisiert. Nichts desto trotz gibt es aber Instagram nach wie vor unabhängig von Facebook.

So sind jedenfalls die offiziellen Pläne zu WhatsApp auch. Der Dienst bleibt eigenständig und auch die Marke WhatsApp wird nicht verändert werden. Zudem wird WhatsApp-CEO Jan Koum Mitglied im Facebook-Vorstand. WhatsApp wird weiterhin auf sein Jahresabo von einem Euro setzen, den Chatdienst kontinuierlich weiterentwickeln und versuchen, in der Gunst der User zu bleiben.

Zunächst einmal gehe es darum, dass der Dienst weiter wachse – auf „eins, zwei oder drei Milliarden Mitglieder”, so Zuckerberg. „Es gibt mehrere Wege, wie wir damit Geld verdienen können.” Werbung soll nach seinen Angaben nicht dazu gehören.

Einzig was ich mir vorstellen könnte, wäre ein Zusammenfließen von WhatsApp und Facebook Messenger. Zum Beispiel das WhatsApp auch eine SMS-Integration erfährt und/oder direkt Facebook Nachrichten senden beziehungsweise die Webversion von Facebook Nachrichten an WhatsApp versenden kann.

Ich freue mich ehrlich gesagt über den Kauf. Mit Facebook hat die WhatsApp-Schmiede eine starke Finanzbasis und mit WhatsApp hat Facebook ein paar erfahrene Leute, wie man einen ordentlichen Messenger entwickelt. Da ich ja bekanntlich nicht mehr bei WhatsApp zu finden bin, aber bei Facebook, wäre sicherlich eine Integration beider Dienste in einer App garnicht mal so schlecht für meine Freunde. Auch eine Webversion wäre durch eine Verschmelzung der beiden Dienste denkbar. Wie oft habe ich mir gewünscht, vom PC aus zu chatten :-(. Man darf gespannt sein, was uns da in Zukunft dann erwarten wird…

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: Live im Web den Schulbus verfolgen

Der Ray hat mich in den letzten Tagen auf ein Projekt aufmerksam gemacht, welches der VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) erst kürzlich veröffentlicht hat. Nutzer können nämlich jetzt live auf einer Karte im Web die Fahrten von diversen öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin und Brandenburg verfolgen.

Im Standard werden erstmal nur die Haltestellen und die Busse angezeigt. Um sich Fernverkehr, Nahverkehr, S-Bahnen, U-Bahnen und Fähren anzeigen zu lassen, müsst ihr das jeweilige Häkchen noch setzen.

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Das ganze Projekt basiert auf dem Open-Streetmap-Projekt. Fährt man mit der Maus über ein Verkehrsmittel, so wird nicht nur die Liniennummer, sondern in einigen Fällen auch eine Pünktlichkeitsinformation angezeigt.

[tl-hinweis Die Karte zeigt nicht immer die tatsächliche Position der Fahrzeuge. Es kann auch vorkommen, dass die Position jeweils nur an den Haltestellen aktualisiert wird und durch die Berechnung zur nächsten Haltstelle hochgerechnet wird.]

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Das Threema-Experiment – Teil 1: Bye bye WhatsApp

WhatsApp hat weltweit mehr als 400 Millionen Nutzer, davon alleine 30 Millionen in Deutschland. Damit ist der Messenger hierzulande beliebter als Facebook, was angesichts der Schwächen und Nachteile für mich schwer verständlich ist.

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Ich nutze WhatsApp seit ich vor drei Jahren mein erstes Android-Smartphone in den Händen halten durfte. Seither war es für mich die Zentrale meiner Kommunikation zu Familie und Freunden. Aber ich bin in letzter Zeit immer wieder enttäuscht worden, was die Sicherheit und vor allem den Umgang mit diesem Thema bei dieser App anging. Somit habe ich vor etwa einer Woche damit begonnen, ein Experiment zu starten. Ich habe mich bei WhatsApp gelöscht und mich nach einer besseren Alternative umgeschaut. Das Ergebnis war Threema, die nicht nur einen europäischen Sitz in der Schweiz vorweisen können, sondern deren Augenmerk auch auf der verschlüsselten Kommunikation liegt.

In diesem Beitrag möchte ich allerdings erstmal auf die Gründe eingehen, warum ich WhatsApp Lebewohl gesagt habe.

Ursache 1: WhatsApp ist unsicher

Wer viele Nutzer hat, kommt auch schneller in die Medien. Das ist leider Gottes so und wird sich wohl auch nie ändern, denn das Interesse an Nachrichten um ein begehrtes Objekt sind immer interessanter als über ein Nischenprodukt. Wenn man sich allerdings Kritik anhören muss, sollte man auch darauf reagieren und transparent informieren. Dies ist bei WhatsApp leider zu keiner Zeit der Fall gewesen.

Ich habe euch mal ein paar Vorkommnisse zusammengetragen. Sicherlich nicht vollständig, aber es sollte mal jedem vor Augen geführt werden.

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31.07.2012 – “WhatsApp bleibt unsicher” – ntv.de

Mit der im Internet kursierenden Android-App „WhatsApp Sniffer“ ist es möglich, innerhalb eines WLAN-Netzes den kostenlosen Nachrichtenverkehr von WhatsApp-Nutzern auszuspähen. Möglich ist dies, weil WhatsApp die Nachrichten unverschlüsselt übers Internet verschickt. Besonders kritisch ist das Problem in öffentlichen WLAN-Netzwerken, sogenannten Hotspots.

WhatsApp Sniffer war nur kurz in Googles Play Store, wird aber noch auf zahlreichen Webseiten zum Download angeboten.

WhatsApp hatte zwar kurz nach der Sicherheitswarnung ein Pflicht-Update verteilt. Doch GDATA stellte fest, dass die App Nachrichten immer noch unverschlüsselt sendet.

01.08.2012 – “Spionage-App liest Whatsapp-Gespräche mit” – focus.de

Doch immer wieder gibt es Ärger um die beliebte Anwendung: Sie geriet in Verruf, weil sie unbemerkt Daten der User sammelte und an die Entwickler weitergab. Ein Update der App für iPhone-User brachte das Programm zum Absturz.

25.12.2012 – “WhatsApp erneut unsicher” – t-online.de

Laut Heise wurden die WhatsApp-Hersteller bereits über die Sicherheitslücke informiert. Auf ein Angebot alle Informationen aus den Tests und das Passwort-Skript bereitzustellen, habe bisher allerdings keine Reaktion gegeben. Da die WhatsApp-Hersteller in der Vergangenheit zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und einem entsprechenden Sicherheits-Update mehrere Monate verstreichen ließen, ist ein schneller Fix des aktuellen Fehlers unwahrscheinlich.

26.07.2013 – “Kritische Sicherheitslücke in WhatsApp“ – giga.de

Möchte man sein Abo verlängern, so wird der Nutzer auf eine Website weitergeleitet. Dort soll nun die gewünschte Zahlungsart ausgewählt werden. Hier befindet sich der Haken. Der Bezahlprozess wird nicht durchgehend in HTTPS geschützt, sondern setzt stellenweise auf HTTP. An diesen Punkten können Hacker als “Man-in-the-Middle” eingreifen und den Nutzer unbemerkt auf nachgeahmte Fake-Versionen der eigentlichen Website lotsen, wo ahnungslos vertrauliche PayPal- und Kreditkartendaten eingegeben werden.

08.10.2013 – “Verschlüsselung von Whatsapp ist unsicher” – golem.de

Das Problem: Whatsapp nutzt den Stromverschlüsselungsalgorithmus RC4 und verwendet für die Kommunikation in beide Richtungen den identischen Schlüssel. Eigentlich ein trivialer Anfängerfehler, denn eine Stromverschlüsselung darf niemals mehrfach mit demselben Schlüssel genutzt werden.

[…]

Jenseits der von Alkemade gezeigten Probleme ist auch unklar, warum Whatsapp überhaupt RC4 als Verschlüsselungsalgorithmus einsetzt. RC4 gilt seit langem als unsicher und bei der IETF wird zurzeit diskutiert, ob man die Nutzung von RC4 im Rahmen von TLS generell für unzulässig erklären sollte.

17.10.2013 – “Größter Knackpunkt in der WhatsApp-Sicherheit ist die Verschlüsselung” – giga.de

Aktuell wird die Stromverschlüsselung RC4 eingesetzt. Sowohl für ein-, als auch für ausgehende Nachrichten wird hierbei der identische Schlüssel verwendet. Demniederländischen Mathe- und Informatikstudent Thijs Alkemade ist es gelungen, die Verschlüsselung zu umgehen und Nachrichten abzufangen.

14.02.2014 – “Wie die „Super-Wanze“ Whatsapp die Privatsphäre aushöhlt” – derwesten.de

Die App kann Gespräche und Telefongespräche mitschneiden, sie kann Fotos einsehen, mit dem aktuellen Standort versehen und hochladen. Diese Daten werden, wie niederländische Behörden nachgewiesen haben, auf amerikanische Server übertragen, ohne dass man es merkt.

Am 13.02.2014 erschien übrigens ein vierminütiger Beitrag mit dem Titel “WhatsApp und Co. – Kostenlos und unsicher” in der ARD Mediathek. Dort wurde berichtet, dass die angebliche Firmendresse von WhatsApp ein Sushi-Restaurant ist. Kanadische wie niederländische Behörden ermitteln zudem derzeit gegen WhatsApp mit dem Vorwurf des Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen. Sorry, aber in Zeiten von Enthüllungen rund um NSA und Co. und dem scheinbar schutzlosem Ausliefern der privaten Daten, macht mich ein solcher Fakt einfach nur noch wütend.

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Des Weiteren ist WhatsApp eine amerikanische Firma, deren Server auch unter amerikanisches Datenschutzrecht fallen. Da dieses bekanntlich etwas lockerer ist, als die deutschen/europäischen Gesetze, kann man sich nicht ganz sicher sein, wer wann Zugriff auf die privaten Chatnachrichten und Dateien bekommt. Es ist naiv und töricht zu glauben, man habe nichts zu verbergen, denn es geht um das Prinzip der Privatsphäre.

Ursache 2: WhatsApp ist unflexibel

Umso größer eine Anwendung ist, umso schwerfälliger wird sie. Das merkt man nicht nur an Microsoft und Facebook, sondern auch an WhatsApp. Man möchte nicht zu viele Änderungen pro Update einbringen, denn das könnte die zahlreichen Nutzer ja verwirren und schlussendlich vertreiben.

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WhatsApp allerdings fehlen einfach seit jeher grundlegende Funktionen, die dem Dienst einen gewissen Schub geben würden. So ist es bis heute nur möglich, die App auf einem Gerät gleichzeitig auszuführen. Auch das Einloggen via PC oder Tablet ist nur über inoffizielle Hacks möglich. Zum Vergleich: Facebook, Google Hangouts, ICQ und Co. können das seit Jahren!

Fazit

WhatsApp hat mich einfach zutiefst enttäuscht. Man reagiert weder auf Kundenwünsche, noch auf die relevante Beachtung von Privatsphäre. Ich habe dem Dienst Lebewohl gesagt und werde nunmehr auf die Alternative Threema setzen. Im nächsten Beitrag zu der Serie wird es dann also um die Einrichtung von Threema gehen.

[tl-follow Bleibt also auf dem Laufenden und folgt uns einfach bei %socials%.]

Wie seht ihr das? Seid ihr noch bei WhatsApp und ist euch die Weitergabe eurer vertraulichen Daten wirklich so egal?

[thumbs-whatsapp]

doo schließt seine Pforten und warum es irgendwie absehbar war

Ich hatte es gestern bereits angesprochen, möchte aber trotzdem nochmal kurz das Thema aufgreifen: die Schließung von doo. Ich bin ein großer Fan vom papierlosen Büro. Leider Gottes gibt es immer noch viel zu viele Unternehmen, die einem das gute alte Schriftstück auf dem Postwege senden, aber nichts desto trotz begab ich mich fast genau vor einem Jahr auf die Suche nach einer guten Software, die mich in der Organisation meiner digitalen Dokumenten unterstützt. [perma-doo-androidapp] Den so ziemlich größten und besten Funktionsumfang für mich und meine Bedürfnisse hatte die damalige Windows 8-App doo. Dort wollte man nicht nur dank intelligenter Verschlagwortung, einzigartigen Organisationselementen und irgendwann folgendenen Apps auf vielen weiteren Plattformen um die Gunst der Nutzer buhlen, sondern vor allem das Organisieren digitaler Dokumente revolutionieren. Klang für mich damals wie heute wie ein Segen und ich beteiligte mich im Namen des Blogs nicht nur beim Melden von Fehlern und fehlenden Funktionen in der Windows 8-App, sondern auch bei der später erschienenen Android-App. Aus diesem Grund konnte ich die Meldung der letzten Woche kaum fassen,dass nun diese Software-Perle, die inzwischen der zentrale Handelsplatz meiner Güter geworden war, eingestellt wird. Offiziell heißt es:

Wir haben dieses Unternehmen vor zweieinhalb Jahren gegründet, um die Art und Weise zu verändern, wie wir Dokumente organisieren und mit ihnen arbeiten. Aber nachdem wir für alle relevanten Plattformen (Android, iPhone, iPad, OSX, Windows Desktop & Modern UI) unsere Apps veröffentlicht, die Kernfunktionalitäten bereitgestellt sowie Performance und Stabilität kontinuierlich verbessert haben, scheint es, dass wir einfach nicht die Bedürfnisse einer ausreichend großen Nutzergruppe ansprechen.

Meine Meinung – den gibt es! Ob er Milliarden abwirft wage ich zu bezweifeln aber zumindestens das Einstellen der Entwicklung von doo ist nicht einzig die Schuld der Nutzer, sondern vielmehr der Entwicklungszyklus bei dem doo-Team selber. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, man habe es bereits über die Zeit hinweg bemerkten können, ich persönlich war aber sehr zufrieden, muss aber im Nachhinein feststellen – joar es hätte auch optimaler sein können. Den Anfang machte nämlich eigentlich die Anwendung für das Applsche Mac OSX. Diese war als allererste auf dem Markt und soll bis heute noch Kinderkrankheiten besitzen, die nur schleppend angegangen oder ganz links liegen gelassen wurden. Kann passieren, wenn es nicht andere Ereignisse gäbe. Als ich nämlich nach einer geeigneten Software sucht und daraufhin die Windows 8 App fand, war ich hellauf begeistert. Sie sah nicht nur verdammt schick aus, im Vergleich zu anderen Windows 8 Apps vor einem Jahr, sondern bot auch alles was man brauchte. Für mich war sie das Kernprodukt von doo, bis heute. Problematisches Manko nur für die Bonner: Windows 8 sitzt noch sehr tief in der Ecke und selbst wenn Oma A sich einen neuen Laptop abschaffte, beschäftigte sie sich nicht mit den Kachelapps, sondern vielmehr mit dem Desktop, der allerdings noch nicht offiziell unterstützt wurde.

 

Nächster Punkt: Ich habe selber im vergangenen Jahr den Start der lange angekündigten und von mir heißersehnten Android-App mitbekommen. Anstatt diese aber als vollständig fertige App zu liefern, hat man sich hier anfangs auf die Readerfunktion versteift. Eine Dokumentenverwaltungs-App, die nur bestehende Dokumente anzeigt? Zudem Dokumente, die nur über Windows 8 oder Mac OS X hochgeladen und gepflegt werden konnten! Kleiner kann man die Nutzergemeinde ja nun wirklich nicht halten. Zugute halten muss man, dass die Android-App inzwischen zwar eine vollständige mobile Alternative zu den beiden Pendanten der Desktops ist, aber der erste Eindruck war dahin. Ich will euch nicht aber vorenthalten, dass es auch eine Windows 7- Software gab. Oder zu mindestens den Versuch, eine anzubieten. Denn die Mockups auf der Webseite sahen vielversprechend aus. Nur doof wenn man einen guten Designer hat, aber niemanden der es umsetzen kann. Diese Screenshots sind nämlich eine Aussicht auf das, was die Desktop-Software mal werden sollte. Diese sieht aber derzeit im ersten Release Candidate sowas von unbrauchbar aus, dass es einem im Herzen wehtut. Dies sind alles Punkte, die man vielleicht etwas verschmerzen kann, wenn man sich bereits erfolgreich am Markt etabliert und ein starkes Finanzierungsmodell in der Hand hat. Beides war/ist allerdings nicht der Fall gewesen.

Es tut mir nicht nur sehr Leid für das Team um doo, sondern trifft mich auch persönlich und macht mich auch sehr sauer für die anderen Nutzer, die eifrig geholfen haben, dass die Software immer besser wird und für uns eine Heimat unserer Dokumente wird. Ich hätte nämlich auch gut und gern dafür Geld bezahlt, man hätte es nur kommunizieren und umsetzen müssen. Ende des leidigen Liedes ist also, dass man sich jetzt seine Dokumente herunterladen kann und ab dem 17.3. werden dann alle Server heruntergefahren und alle Daten gelöscht. Man lässt zudem verlauten, dass man aus den vergangene Jahren Arbeit gelernt hat und mit neuen Zielen sich umorientieren möchte. Ich bin gespannt, wann das Team und vor allem mit was wieder ums Eck kommt. Bekanntlich sieht man sich ja zweimal im Leben :).

Auch wenn wir doo nicht zum Erfolg führen konnten, so haben wir doch exzellente Online-Speicher-, Sync- und Daten-Intelligenz Technologien aufgebaut. Zudem haben wir das Glück, von großartigen Investoren unterstützt zu werden, die an unser Team glauben. Und so gab es für uns nur eine Möglichkeit: wir arbeiten bereits an neuen Produkten basierend auf dem, was wir gelernt haben…

[tl-quelle https://doo.net/story.html doo-Blog]

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Kickstarter: Kundendaten entwendet, bitte Passwörter ändern

Es ist mal wieder soweit, dass ein Server eines großen Internetunternehmen gehackt und Kundendaten im großen Stile entwedet wurden. Diesmal hat es die Crowdfunding-Plattform Kickstarter getroffen.

Diese wurde Anfang der Woche von einer nicht näher genannten Behörde auf den Umstand hingewiesen. Man habe umgehend reagiert und die Sicherheitslücke gestopft. Allerdings wurden nichts desto trotz Kundendaten entwendet. Hierbei handelt es sich um E-Mail-Adressen, Namen, Anschriften und verschlüsselte Passwörter. Zugriff auf Kreditkarten-Informationen soll es nicht gegeben haben.

Die Passwörter sind zwar verschlüsselt, können aber grundsätzlich entschlüsselt werden. Aus diesem Grund rät man den Kunden also, ihre Zugangsdaten bzw. mindestens das Passwort zu ändern. Solltet ihr wider erwarten das Passwort auch bei anderen Diensten einsetzen, so sollte ihr auch dort Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Android-App der Woche: denkst-du-daran.de als schicker Einkaufshelfer für Paare und WGs

Es ist wieder Sonntag und der Blick richtet sich auf eine App, die meiner Freundin und mir diese Woche und in Zukunft bei den gemeinsamen Einkäufen helfen wird. Die App hat den schlichten Namen denkst-du-daran und der Name ist Programm.

[perma-denkst-du-daran-banner]

Ich habe schon viele Einkaufslisten-Apps ausprobiert, aber keine hatte mich auf den ersten Blick so fasziniert wie diese. Hierbei sticht nicht nur unter Android die sehr übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche hervor, sondern vor allem auch das Synchronisieren der Listen über mehrere Geräte, iOS wie Android.

Das Anlegen von Produkten geht wie gehabt. Ihr legt euch eine Einkaufsliste an, wählt das Produkt aus mit Menge und Einheit, könnt die Einträge später individuell sortieren und abhaken wenn es sich in eurem Einkaufskorb befindet. Wenn ihr eine Synchronisation über mehrere Geräte hinweg wünscht, müsst ihr dafür einen Account bei denkst-du-daran.de anlegen, was allerdings flott und vollkommen unkompliziert vonstatten geht.

[perma-denkst-du-daran-androidapp]

Übrigens ist auch eine Spracheingabe bei den Produkten möglich. Es geht einfach schneller „1 Liter Milch“ ins Smartphone zu murmeln, als mühsam die Elemente zusammenzuwählen.

[tl-meinung] Die App ist so ziemlich genau das, was ich lange Zeit gesucht habe. Zugegeben liegt sie auch unter einem schwer findbaren Namen. Aber gefunden und hier mit euch geteilt. Die App ermöglicht zweigeteiltes Einkaufen, wenn der Partner dann doch mal später nach Hause kommt und noch etwas holen soll ohne ihn gleich anrufen oder via Chat schreiben zu müssen :-). Ein klare Empfehlung meinerseits also.

Einkaufsliste denkst-du-daran
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‎denkst du daran
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[thumbs-denkst-du-daran-banner]

Android-App der Woche: Postillon-Newsticker

[tl-vorwort androidappderwoche]

Den Postillon als das wohl berühmteste deutsche Satire-Magazin sollte dem jungen wie alten Lesern ein Begriff sein. Nicht? Dann schaut dort einfach mal vorbei und informiert euch täglich über die wichtigen Sachen, die in der Welt so passieren. Ehrlich und seriös, was Zeitungen wie der Spiegel oder N24 mit Humor überspielen wollen, bekommt man dort ungeschönt als Information fürs Leben.

[perma-postillon-newsticker-androidapp]

Mir erst seit letztem Jahr bekannt, gibt es beim Postillon die Kategorie der Kurznews. Kleine humorvolle Tickernachrichten mit teils tollen Wortwitzen. Diese kamen bei mir bisher über den RSS-Feed vom Postillon ins Haus und können seit vergangener Woche nun als eigenständige App gelesen werden. Installieren lohnt sich, auch wenn es vielleicht für einen langweiligen Abend bei Freunden erhalten muss, um die Stimme aufzulockern ;-).

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. :-(

[tl-quelle http://www.der-postillon.com/2014/02/jetzt-neu-fur-android-und-ios-die.html der Postillon]

[thumbs-postillon-newsticker-androidapp]

Filmkritik: American Hustle – Von ulkigen Gaunern und Betrügern

David O. Russell zählt heutzutage zu den großen Erzählern im amerikanischen Kino. Er macht nicht nur einfach Filme, er erzählt vor allem Geschichten. Das mit so großer Besessenheit, dass es mitunter nicht sonderlich angenehm ist, mit ihm zu arbeiten. Unvergessen bleibt der Zwist mit George Clooney bei den Dreharbeiten zu „Three Kings“ (Golfskrieg-Tragikomödie), der laut einigen Quellen in Handgreiflichkeiten endete. Ein paar Jahre später durchging er eigenen Angaben nach eine Identitätskrise, was ihm zum Umdenken brachte. Der erste Film des „neuen“ David O. Russell war das Boxer-Drama „Fighter“ mit Mark Wahlberg, Christian Bale und Amy Adams, was sowohl Kritiker als auch Kinogänger zu überzeugen wusste und zahlreiche Auszeichnungen erhielt – unter anderem Oscars für Christian Bale und Melissa Leo in den Nebenrollen. Der zweite Film nach seiner filmischen „Wiedergeburt“ war „Silver Linings Playbook“ mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence (Oscar für Beste Hauptdarstellerin – wieso ist mir bis heute nicht ganz schleierhaft) und Robert De Niro (wiedererstarkt!), der genau wie sein voriges Werk auf ganzer Linie überzeugen konnte, auch wenn ich das Ende als zu hollywood-typisch empfand, was bei mir einen leicht faden Nachgeschmack hinterließ.

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Nun erscheint also sein drittes Werk, „American Hustle“ (auf deutsch „American Bullshit“, warum auch immer), ein Film über Betrüger und Fälscher in den 1970ern Jahren. Betrachtet man den Cast, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Robert De Niro, Jeremy Renner, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Christian Bale. Talent en masse und ganz offensichtlich eine Symbiose seiner beiden vorigen Filme (siehe oben; scheinbar ist eine Zusammenarbeit mit O. Russell angenehmer geworden). Doch kann auch diese Ansammlung an Hollywood A-List-Darstellern liefern?

 

Irving Rosenfeld (Christian Bale) ist ein Betrüger, der grad so über seine Runden kommt. Als er Sydney Prosser (Amy Adams) kennen und lieben lernt, welche eine neue Identität annimmt, kommt sein illegales Geschäftsmodell ins Rollen und zusammen werden beide wohlhabend. Das ganze kommt jedoch abrupt zum Ende, wenn sie vom FBI, angeführt vom karrieregeilen und opportunistischen FBI-Agenten Richie DiMaso (Bradley Cooper), überführt werden. Allerdings hat DiMaso Größeres im Sinn und bietet Rosenfeld einen Deal an: Die Überführung größerer Fische (Politiker, Ganoven etc.) mit Rosenfelds und Prossers Hilfe durch deren Know-How und Beziehungen,und im Gegenzug bleiben beide auf freiem Fuß. Was anfänglich als eine machbare Aufgabe erscheint, wird mit der Zeit immer komplizierter und am Ende versucht jeder, am besten aus der verzwickten Nummer herauszukommen.


Liest man sich die Handlung durch, könnte man meinen, es mit einem genretypischen Gangster-Film zu tun zu haben. Das ist aber keineswegs der Fall- „American Hustle“ ist so vielschichtig, dass es diffizil ist, den Film in eine Kategorie zu quetschen. Dies ist eine große Stärke O. Russells und Parallelen zu Scorsese sind nicht zu übersehen. Neben den Gaunerszenen bietet der Film zahlreiche groteske und schier lustige Szenen, aber auch melancholische und nachdenkliche. Das das Ganze funktioniert, liegt den tollen Dialogen und der gewieften filmischen Umsetzung zu Grunde. Jede Einstellung sitzt, die Ausstattung ist super und der Soundtrack extraklasse. Das ist überragendes Kino. Dazu gesellt sich geniales Schauspiel. Jede Figur (mit Abstrichen Louis C.K.s Stoddard Thorsen ) überzeugt aufs Ganze- der Cast treibt sich gegenseitig in Höchstform. Bradley Cooper spielt mit seiner zwiespältigen Figur gekonnt auf; selbiges gilt für Jennifer Lawrence als Irvings Noch-Frau Rosalyn Rosenfeld, die an völligem Realitätsverlust zu leiden scheint, was die Mission stets verkompliziert; Amy Adams demonstriert wiederholt ihre ganze Klasse; und generell bringt jeder Darsteller sein ganzes Talent im Sinne des Filmes ein. Der große Star ist aber Christian Bale. Für diese Rolle hat er merklich zugenommen (ist das noch gesund?) und sich den Schädel rasiert, um ihn dann mit dem Seitenhaar zu überkämmen. Kurz gesagt: Er entspricht nicht dem Bild eines Adonis und dennoch versteht man, wie es ihm gelingt, Frauen à la Rosalyn oder Sydney für sich zu gewinnen. Seine Rolle strahlt eine Faszination aus, die wie der Film schwierig zu beschreiben ist, und wenn er zwischenzeitlich zum nassen Pudel gerät, versprüht er mit seiner ganzen Melancholie beim Zuschauer Mitleid. Doch trotz alledem besitzt seine Figurg Pfiffigkeit, Dreistigkeit und Kalkül (andererseits ist er aber auch liebenswert und treudoof, was manche Sachlage erschwert ), die ihm immer wieder aus prekären Situationen befreien. Diese mehrschichtige Person verkörpert Bale mit so viel Können, Gusto und Überzeugung , dass jede Szene mit ihm zu einem absoluten Highlight wird.

Obwohl „American Hustle“ sicherlich keine Komödie im klassischen Sinne ist, bietet er so viele ulkige und teils urkomische Szenen (Situationskomik wird hier groß geschrieben), dass man ihn stets mit einem Lächeln im Gesicht anschaut. Dennoch, im Kern ist und bleibt der Film eine Charakterstudie, der seine Figuren observiert, seziert und so beim Publikum Fragen aufkeimen lässt. Wo und wann fängt eigentlich Korruption an? Wie weit darf man gehen, um seine eigene Karriere gezielt zu fördern? In diesem Film, das wird einem zunehmend bewusst, gibt es kein Gut und Böse. Kein Schwarz und Weiß. Alles ist irgendwie grau, wie es der von Christian Bale verkörperte Trickbetrüger treffend beschreibt. Analog verhält es sich mit „American Hustle“, er ist von allem etwas, ohne sich dabei festlegen zu wollen. Und gerade das macht ihn so wunder- und sonderbar!


Fazit

Ulkig, unterhaltsam, traurig, intelligent und einfach anders – mit einem Christian Bale der Extraklasse (inkl. dickem Bauch!)! David O. Russel liefert mit „American Hustle“ seinen bis dato besten Film, der bei der diesjährigen Verleihung des Oscars Mitfavorit sein dürfte (vor allem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Beste Darsteller/innen).

[tl-film 13.Februar 2014#David O. Russell#Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jennifer Lawrence#4,5#Thriller, Drama]

[tl-bildquelle https://www.facebook.com/AmericanHustle/photos_stream Official Facebook Page of American Hustle]

[thumbs-felixfilme]