30. Oktober 2012

Android 4.2: Alle Neuerungen rund um die neue Version

Neben der neuen Nexus-Flotte , war natürlich riesen großes Hightlight am gestrigen Abend auch die neue Version 4.2 vom mobilen Betriebssystem Android. Wohlgemerkt 4.2 und alter wie neuer Codename Jelly Bean. Kein Key Lime Pie! Ich nehme stark an, dass diese Süßigkeit dann Version 5 im kommenden Jahr abbekommen wird.

Jelly Bean aka 4.2 soll also die neue Version sein und wurde gestern unter dem Motto „A new Flavour“ vorgestellt. Kleiner Versionsschritt, dafür aber etwas größere Neuerungen.

Gesture Keyboard

Android Gesture Keyboard

Apps wie Swype und SwiftKey haben es vorgemacht, nun zieht Google nach und bietet es von Hause aus an: das Schreiben von Wörtern und Texten mittels Gesten. Sprich man tippt nicht mehr jeden Buchstaben einzeln, sondern wischt von T zu E hinüber zu C und H und heraus kommt Tech. Geht für meine Begriffe etwas flotter als das normale Tippen. Da ich aber Minimalist bin, habe ich auf derzeitige Apps bis dato verzichtet. Top also, dass Google dies von Werk an anbieten möchte!

Multi-User-Support

Multi-User-Support

Ein tolles Thema. Betrifft mich persönlich noch nicht, da weder Freundin noch Kinder derzeit vorhanden sind und mir keiner meine geliebte Technik wegnehmen oder mitnutzen möchte. Was vielleicht nicht unbedingt Smartphones betrifft, trifft zumeist Tablets umso mehr: die Mehrbenutzerfähigkeit. Mit Android 4.2 kommt nun der Multi-User-Support. Das heißt, Einstellungen Dateien, Apps und Desktop können für mehrere User individuell eingestellt werden. Macht Sinn, wenn man sein Tablet privat wie geschäftlich nutzt und eine Unterscheidung von Apps oder Bildschirmhintergründen haben möchte.

Sind mehrere Profile vorhanden, so fragt Android bei Start des Gerätes, welches Profil angemeldet werden soll. Haken an der Sache ist jedoch das offene Dateisystem. Sprich alle greifen auf die gleiche Grundlage zu und aus einem Benutzeraccount kann auf die Dateien des anderen zugegriffen werden. Desweiteren wird es diese Möglichkeit vermutlich auch nur für Tablets geben, denn Smartphones werden selten in einen solchen Anwendungsfall geraten. So jedenfalls die Theorie.

Klasse Feature, aber wie gesagt: ich werde es bei Gelegenheit für euch testen, jedoch derzeit nicht wirklich brauchen.

Photo Sphere

Photo Sphere

Die Panorama-Funktion gibt es bei Android schon länger. Seit iOS 6 dieses Feature auch kann, musste dort etwas neues her, auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist. Und Google packt aus: Photo Sphere nennt sich die neue Funktion und ermöglicht 360°-Aufnahmen. Sprich, ihr dreht euch einmal im Kreis und Android baut euch daraus ein JPEG-Bild, welches danach angeschaut oder gleich zu Google+ oder Google Maps hochgeladen werden kann. Die Engine, die dies ermöglicht, sollte uns bekannt sein, denn diese wird auch beim Googleschen Dienst StreetView verwendet. Vorteil für Google ist natürlich ganz klar, dass man sich reintheoretisch irgendwann die Google StreetView Flotte sparen könnte, wenn jeder Android-Besitzer selber Aufnahmen für StreetView macht und diese Google zur Verfügung stellt. Vorausgesetzt, man pustet sie online ;-).

Brauch ich es? Keine Ahnung. Ich werde es testen und dann werdet ihr hier erfahren, ob das Feature im Alltag Sinn macht oder nur ein nettes Gimmick und ein Ellenbogenschlag Richtung Cupertino ist.

Video/Display Streaming

Video-Display Streaming

Ich bin ja ein Freund von Streaming. Sei es Musik ohne Kabel auf die Boxen zu bringen oder seine Videos via Smartphone abzuspielen und auf den TV zu streamen. Leider alles Zukunftsmusik, weil vieles viel Geld kostet und die Gelegenheit zum Umrüsten noch nicht gegeben war. Aber es folgt und Android 4.2 macht es nun Leuten wie mir einfacher. Denn es gibt nun integrierten Support für das Videostreaming. Ausgabe erfolgt an einem SmartTV oder einem TV, welcher via Empfängergerät nachgerüstet werden muss. Sollte ich mal in den Genuss kommen, dann werde ich wohl mehr darüber berichten. Bis dahin, ist und bleibt es erstmal Zukunftsmusik. Ein reines Audiostreaming bietet Android allerdings nicht an.

Wireless Charging

Kabelloses Aufladen. Was wie Science-Fiction klingt, ist längst Realität. Spätestens seit Nokia seine neuen Lumias Ende September präsentiert hat, wird das Thema langsam ernst. Android 4.2 bringt nativen Support für das Wireless Charging mit. Smartphone auf die Dock legen und schwups lädt es aus. Kein Kabelgefrickel mehr, nur noch im Raum sein und sein Handy auf den Schreibtisch legen. Ein Traum…der wahr werden kann!

Interaktive Notifications

Interaktive Notifications

Nun gut, ich nutze den Cyanogenmod und werde unter Umständen von diesem Feature nichts groß mitbekommen. Aber nichts desto trotz kann man nun zusätzlich zu den sowieso schon interaktiven Notifications von Jelly Bean, weitere Button hinzufügen und diese mit diversen Funktionen belegen. Klingt erstmal gut und muss ich mir bei Gelegenheit nochmals genauer anschauen, ob das ganze wirklich Mehrwert bedeutet.

DayDream

DayDream

Ihr ahnt es sicherlich schon, ein Bildschirmschoner. Solltet ihr also euer Smartphone irgendwo liegen haben, dann kann nach bestimmter Inaktivität der Bildschirm angehen und euch die Bilder des letzten Sommerurlaubs anzeigen. Ehrlich gesagt, fehlt mir der Anwendungszweck, da ich eigentlich ganz froh bin, wenn der Bildschirm mal aus ist und nicht stetig Akku zieht. Wo ich die Zeilen hier allerdings schreibe, fällt mir dann doch einer ein. Mein Tablet hängt den halben Tag am Strom und könnte natürlich so aufgestellt werden, dass es zusätzlich als Bilderrahmen dient. Joar. Nutzen? Ich weiss nicht. Wird sich zeigen, wenn das Update draussen ist. Denn mein Asus Transformer TF300T hat keinen Cyanogenmod drauf und somit kann ich dort solche Funktionen gut testen.

Verbesserungen an der Google Suche & an Google Now

Google Suche

 

Die letzte große Neuerung betrifft Googles Baby, die Suche. Diese bekam vor kurzem ein Design-Update und auch Google Now wurde mit weiteren Infos gefüttert, um noch besser im Alltag assistieren zu können. Ich habe es bisher wenig bis garnicht genutzt, aber vielleicht ändert sich das in der neuen Android-Version 4.2.

Fazit?

Fazit ist doof, wenn man liest und liest und eigentlich nichts handfestes in der Hand hat. Klingt ja alles erstmal verlockend und zeigt mal wieder das Google die Innovationsmaschine hoch drei ist. Denn hier werden Nägel mit Köpfen gemacht und neue Schritte gegangen, zum Beispiel bei der Panorama-Funktion und Multi-User-Fähigkeit. Themen, die iOS vermissen lässt. Ich bin gespannt, wann die neue Version von Android erscheint und wie sich das Ganze dann anfühlt ;-)!

R.I.P Franc Tausch

Vielleicht für viele kein Begriff, aber für mich und etliche weitere Filmfans schon ein Trauerfall: Franc Tausch ist tot. Franc Tausch war ein 43-jähriger Filmkritiker aus Hollywood, der mit dem Youtube-Kanal FilmKritikTV bekannt wurde und gerade durch seine Nähe an das Schauspielerparadies Hollywood und seinem Beruf als Moderator und Synchronsprecher ein unglaubliches Fachwissen entwickelt hat und dieses bei so ziemlich jedem Trailer bewies.

Franc Tausch

 

Ich für meinen Teil, habe es sehr genossen, nicht nur den Trailer eines Kinofilms zu schauen, sondern auch eine Meinung zu hören, von einem, der ihn schon gesehen hat und objektiv kritisch an die Sache herangegangen ist. Mit gut 190.000 Youtube-Abonnementen dürfte er unter Filmfans sehr beliebt gewesen sein und seine Videos erlangten durchschnittliche Aufrufzahlen um die 150.000.

Über seinen frühzeitigen Tod ist fast nichts bekannt geworden. Er wurde scheinbar schon im Mai vermisst, tauchte dann aber kurz wieder auf, um im August vollkommen von der Bildfläche zu verschwinden. Nun haben Angehörige eine Nachricht auf Tauschs Facebook-Seite veröffentlicht mit dem Post: „Viel zu früh und vollkommen unerwartet hat unser geliebter Bruder und Freund, sowie einmaliger Gastgeber von FilmKritikTV – FRANC TAUSCH – uns im August verlassen, […]. Franc war erfrischend spontan und ehrlich, in und mit allem was er tat, gerade das liebten und vergessen wir nie!!

R.I.P Franc Tausch

Googles neue Nexus-Flotte: Details, Verfügbarkeit und Preise

Während nun die Amerikaner um ihre Häuser im grossen New York und auch an der restlichen Ostküste der US of A bangen müssen, hatte Google eigentlich vor, am gestrigen Abend ein Event der Superlative abzuhalten. Hurrikan „Sandy“ zwang die Kalifornier nun zum Abblasen der Presskonferenz, da diese in einem Evakuierungsbereich stattfinden sollten. Wie sollte es inzwischen auch anders sein, sind am Wochenende viele, viele geleakte Details in meinem Feedreader rund um die neuen Highlights aus dem Googlschen Lager aufgetaucht. Grund genug also für Google, statt auf einen anderen Termin für die Ankündigungen zu setzen, die Neuigkeiten einfach pur per Blogpost rauszukloppen.

Also was haben wir dabei: neue Geräte, Google Music bald in Deutschland und joar, Android in Version 4.2 ;-). Aber der Reihe nach.

Zunächst gibt es nach Microsofts Surface und dem iPad Mini weitere Tablets und Smartphones für den geneigten Kunden, der im Weihnachtsgeschäft sich mit solchen eindecken möchte.

Nexus Flotte

Google Nexus 7

Google bringt zusammen mit Hersteller ASUS das Google Nexus 7. Ein 7-Zöller, der mit 16 GB für 199 Dollar und mit 32 GB für gute 248 Dollar zu haben ist. Unter der Haube läuft erstmals Android in Version 4.2. Richtig nice finde ich auch die Möglichkeit neben einem WiFi-only Gerät eines mit Mobilfunkmodul zu kaufen. Aufpreis sind lediglich 50 Dollar und damit ist das Nexus 7 gute 30 Dollar günstiger als das iPad Mini, welches keinerlei 3G-Funktionen mitbringt.

Google Nexus 4

Richtig gelesen, 4 Zoll Smartphone aus den koreanischen Werken von LG und unter dem Label von Google. 4,7 Zoll großer Bildschirm mit 1280×768 IPS Display (320 ppi), mit entweder 8 oder 16 GB internen Speicher, Android 4.2, Quadcore Snapdragon S4 Pro mit 1,5 GHz Taktung, 2 GB RAM und einer 8 MP Cam hinten und 1,3 MP vorne. Alles Daten, die der Zeit angemessen sind. Was aber richtig sexy klingt und ja, da habe ich auch gerade meine Finanzen gecheckt, ist die Tatsache, dass das Nexus 4 völlig drahtlos kommunizieren soll. So ist das Aufladen via entsprechendes Ladegerät drahtlos möglich, indem es einfach nur auf die Fläche gelegt wird. Ein entsprechendes Ladegerät gehört zwar nicht zum Lieferumfang, aber da sich Google wie Nokia an den QI-Standard halten, dürften hier so ziemlich alle standardisierten Geräte funktionieren. Ebenfalls beherrscht es den Standard Mirrorcast Wireless Display, womit kompatible Fernseher drahtlos angesteuert werden können. Preise? 16 GB schlagen mit 299 Dollar auf und das 32 GB Modell gibt es ab 349 Dollar.

Google Nexus 10

Noch ein Tablet, aber mit einer Bildschirmdiagonale von 10 Zoll und in direkter Konkurrenz zum iPad aus dem Appleschen Lager. Denn mit einer Pixelauflösung von 2560 x 1600 Punkten und einer Pixeldichte von 299 PPI schlägt es das Retina-Display von Apple um einiges (2048 x 1536 mit 264 Punkten pro Pixel). Als Motor dient der Dualcore-Prozessor mit dem starken ARM Cortex-A15 Chip und die Pixel des Bildschirms werden vom Quadcore-Grafikprozessor Mali T604 GPU gesteuert. Zudem gibts, natürlich, auch Android in Version 4.2. Akkulaufzeit soll neun Stunden bei laufenden Videos betragen und Standby-Zeit etwa 500 Stunden. Hersteller des kleinen Wunderknaben ist mein Lieblingsverein Samsung und zudem verfügt das Nexus 10 über Stereo-Lautsprecher an der Vorderseite. Weitere Specs: leider nur WiFi-only, dafür aber satte 2 GB RAM.

Joar, irgendwas vergessen? Die Preise! 16-GB-Version kosten 399 Dollar und das 32-GB-Modell wird mit 499 Dollar zu Buche schlagen. Finde ich preislich echt unschlagbar, was Google da mit Support der Hardwarehersteller bietet.

Fazit:

Wahnsinn. Nach Apple und Microsoft zieht nun auch Google wieder nach und haut Geräte aus dem Boden, dass ich jetzt schon weiß, dass viele Bekannte pünktlich zu Weihnachten im nächsten Monat mich fragen werden, welches denn nun das bessere Gerät sei. Apple brauchte eine unglaubliche Keynote mit „amazing“ Ankündigungen, Microsoft nutzte ebenfalls die Bühne und Google? Google postet seine Werke einfach mal in einen Blogpost und zeigt, dass man keine große Show braucht um Weltklasse-Geräte in die Medien zu bekommen. An dieser Stelle also mal ein großes Lob und möge der bessere das Weihnachtsgeschäft für sich entscheiden.

Alle Geräte werden vermutlich in Euro ebenso viel kosten, wie in Dollar und am 13. November zumindestens in der USA und Kanada im Laden stehen. Lässt sich nur hoffen, dass die Verfügbarkeit in Deutschland ähnlich schnell gegeben wird.